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Lieferprobleme überall
Schleppender Impfstart bei Betriebsärzten

Seit gestern hätten die Betriebsärzte eigentlich loslegen können, viele starten allerdings aufgrund der späteren Lieferungen erst ein paar Tage später.
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sabe Siegen/Bad Berleburg. Wer als Arbeitnehmer auf die Betriebsärzte für seine Corona-Impfung gesetzt hat, wird fürs Erste wohl enttäuscht werden und muss sich weiter gedulden. Beim Rundruf in heimischen Unternehmen bestätigte sich schnell, was in der Pandemie längst kein Geheimnis mehr ist und auch jetzt wieder ausbremst: Impfstoffknappheit trifft auf Unregulierbarkeit.

Beispiel Krombacher Brauerei: Hier hätte man theoretisch schon vorgestern loslegen können. Das hauseigene Impfzentrum ist längst eingerichtet (die SZ berichtete), Betriebsarzt Dr. Hans Joachim Guder steht in den Startlöchern. Beim SZ-Anruf am Morgen waren allerdings noch keine der georderten Dosen eingetroffen. „Aber wir rechnen im Laufe des Tages damit“, sagt Pressesprecher Peter Lemm. Immerhin.

sabe Siegen/Bad Berleburg. Wer als Arbeitnehmer auf die Betriebsärzte für seine Corona-Impfung gesetzt hat, wird fürs Erste wohl enttäuscht werden und muss sich weiter gedulden. Beim Rundruf in heimischen Unternehmen bestätigte sich schnell, was in der Pandemie längst kein Geheimnis mehr ist und auch jetzt wieder ausbremst: Impfstoffknappheit trifft auf Unregulierbarkeit.

Beispiel Krombacher Brauerei: Hier hätte man theoretisch schon vorgestern loslegen können. Das hauseigene Impfzentrum ist längst eingerichtet (die SZ berichtete), Betriebsarzt Dr. Hans Joachim Guder steht in den Startlöchern. Beim SZ-Anruf am Morgen waren allerdings noch keine der georderten Dosen eingetroffen. „Aber wir rechnen im Laufe des Tages damit“, sagt Pressesprecher Peter Lemm. Immerhin. Rund 200 Biontech-Dosen sind gemeldet, 800 waren bestellt. Für die nächste Woche sind die Aussichten noch schlechter. Statt 800 können jetzt nur noch 300 Dosen geordert werden.

Stau in der Impfstraße

Welche Anzahl dann in Krombach ankommen wird? Es bleibt die Preisfrage der Pandemie. Und die zieht sich durch fast alle Unternehmen. Die „etwas über 100 Dosen“, die bei Mubea in Attendorn angekommen und am Dienstag verimpft werden sollen, sind „an einem Tag aufgebraucht“. Dann muss, natürlich, auf die nächste Woche gehofft werden. Trotzdem will das Unternehmen aber weiter planen.

Neben Attendorn sollen auch an weiteren großen Standorten eigene Impfzentren entstehen. Ob die hauseigenen Impfstraßen allerdings überhaupt mit Stoff versorgt werden können bleibt – zumindest für die nahe Zukunft – mehr als fraglich: Bundesweit wurden vom Bundesgesundheitsministerium 702 000 Dosen des Impfstoffs von Biontech zugesagt. Mehr als 6100 Betriebe haben Impfstoff bestellt, dass das Angebot in Konsequenz für die Unternehmen niedrigschwellig ausfallen würde, war deshalb abzusehen.

Auch AMZ muss warten

Trotzdem wichtig dabei: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben oft keinen eigenen Betriebsarzt, aber auch ihre Mitarbeiter haben einen Anspruch auf eine arbeitsmedizinische Versorgung. Deshalb haben sich kleinere Unternehmen meist einer Praxis von selbstständigen Betriebsärzten oder Arbeitsmedizinischen Zentren (AMZ) wie dem in Siegen angeschlossen. Beispielsweise die Stadt Siegen nimmt das Impf-Angebot des AMZ in Anspruch. Die ersten Termine für Beschäftigte der Stadtverwaltung sind am Dienstag und am Mittwoch. „Weitere Termine richten sich nach der Verfügbarkeit des Impfstoffes beim AMZ. Hierauf haben wir als Stadt Siegen keinen Einfluss“, sagt Dr. Sabine Schutz, Pressesprecherin der Stadt Siegen.

Das Arbeitsmedizinische Zentrum steht derweil in den Startlöchern und will endlich loslegen dürfen. Seit Monaten, sagt Geschäftsführer Axel Körver, bereite man sich intensiv auf die Schutzimpfungen vor. Für nahezu 800 Unternehmen und Institutionen in der Region mit 58 000 Beschäftigten hat das AMZ den Statuts eines Betriebsarztes.

Freude nur verhalten

Ähnlich wie in Krombach wurde auch hier der Impfstoff am Montag erwartet und sich damit auf die ersten Impfungen vorerst vorbereitet. Die Freude des Geschäftsführers bleibt aber ob der geringen Impfstoffmenge verhalten: „Die für uns anvisierten Liefermengen sind absolut unzureichend.“ Man könne nur rund ein Drittel der eigentlich vorhandenen Kapazitäten nutzen. Und auch der Blick in kommende Tage macht es nicht besser: „Der ,Kuchen’, der verteilt wird, scheint erst einmal noch kleiner zu werden.“

Bisher bleibt deshalb einzig der Konjunktiv. In den letzten beiden Monaten, sagt Körver, sei die Nachfrage seitens der Kunden enorm gestiegen, so dass man nach dem heutigen Stand 30 000 Impfungen für 15 000 Beschäftigte der hiesigen Region hätte durchführen können.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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