Schmiedetechnik vor dem Aus

Das Hammerwerk Vorlaender in Allenbach wird im September den Betrieb einstellen. Foto: Jan Schäfer

sz/js - Trübe Aussichten für ein jahrhundertealtes Traditionsunternehmen: Die Schmiedetechnik Hammerwerk Carl Vorlaender GmbH stellt im Sommer dieses Jahres die Produktion ein und schließt ihren Betrieb zum 30. September. Das gab die Geschäftsführung am Freitagnachmittag bekannt.

Grund für die anstehende Betriebsschließung ist die Marktsituation im  Bereich Stahlerzeugung. Die „Aufgrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks fielen die Preise für Schmiedeteile in dem Produktbereich des Unternehmens erheblich“, berichtet Geschäftsführer Ralph Roth in einer Pressemitteilung. Mit einer auf Einzelteilproduktion ausgelegten Fertigung seien diese Preisreduzierungen nicht durch entsprechend höhere Umsatzerlöse aufzufangen gewesen. „Die Folge war, dass in den Jahren 2012 bis Jahr 2014 erhebliche negative Ergebnisse eintraten. Eine erfolgversprechende Aussicht, in den Produktsegmenten des Unternehmens dauerhaft zukünftig kostendeckende Aufträge zu erhalten, wurde und wird nicht gesehen.“

Insbesondere war keine Besserung der Marktsituation zu erkennen, heißt es weiter. Die Geschäftsführung und die auch die 100-prozentige Gesellschafterin, die Firma Metalcam aus Breno, „haben sich deshalb schweren Herzens entschließen müssen, den Betrieb stillzulegen.“ Betroffen sind 43 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.„Es ist ein Interessenausgleich und Sozialplan zum Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile der Mitarbeiter vereinbart.“

Mit der Schließung des Betriebs endet die außerordentlich lange Geschichte des Allenbacher Hammerwerks, deren Anfänge bereits im 15. Jahrhundert lagen.

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