Discotheken und Clubs bleiben trotz Lockerungen zu
Schnellschuss statt zündende Idee

Offiziell dürfen Club- und Discothekenbesitzer ihre Läden wieder öfnnen. In der Praxis sieht das allerding anders aus.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

ap Siegen/Freudenberg. Einfach mal den ganzen Pandemie-Stress von der Seele tanzen – das ist dank Inzidenzstufe 0 ab sofort wieder möglich. Einzige Voraussetzung: ein Hygienekonzept sowie Kontaktlisten und ein negativer Corona-Test bei mehr als 100 Clubbesuchern. Das klingt für alle Feierwütigen im ersten Moment zwar vielversprechend – doch für die heimischen Diskothekenbesitzer stehen derweil (noch) zu viele Fragezeichen im Raum.

„Wir brauchen konkrete Handlungsvorgaben, auf die wir uns verlassen können“, fordert Pablo Ruhr vom Siegener Musikclub „Meyer“. Erst dann könne man darüber nachdenken, Getränke einzukaufen, Leute einzustellen und die Türen wieder zu öffnen. Unvorbereitet fühlt sich auch Karl Quante vom Freudenberger „Ox“. Für ihn ist der Öffnungsschritt nicht mehr als (r)eine „Augenwischerei“ seitens der Politik. So kurzfristig eine Großraumdisco hochzufahren, bedürfe ein wenig mehr Vorbereitungszeit. „Wir haben nicht ein Getränk im Laden, und der Club muss erst einmal gereinigt werden“, verdeutlicht der Diskothekeninhaber. „Das größte Problem ist aber das fehlende Personal.“

"Wir haben nicht ein Getränk im Laden,
und der Club muss erst einmal gereinigt werden.
Das größte Problem ist aber das fehlende Personal."
Karl Quante
Inhaber der Discothek „Ox“

Doch nicht nur der wirtschaftliche Faktor bereitet den beiden Selbstständigen Sorge. „Unsere Zielgruppe ist noch gar nicht geimpft“, betont Quante. „Wenn die Inzidenz steigt, dann müssen wir wieder zumachen. Dann haben wir aber das Personal angemeldet, die ersten Rechnungen trudeln ein und, und, und. Dann stehen wir bald wieder da, wo wir vor eineinhalb Jahren waren: Vor einer Wand ohne Ziel.“ Deshalb machen die heimischen Clubbesitzer jetzt erst einmal eines: abwarten.

Vorerst keine Wiedereröffnung

Eine Wiedereröffnung plant „Meyer“-Chef Pablo Ruhr – „wenn alles klappt“ – frühestens im August, Karl Quante peilt sogar erst Anfang September für die erste Party nach Corona an. Bis dahin sei genügend Zeit, um ein vernünftiges Team aufzubauen, sagt er, und „die Spannung ein bisschen hochzuhalten. „Die richtige Discosaison startet eh erst nach dem Sommer.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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