Schöne Einstimmung aufs Osterfest

 Die Besucher der Sonderausstellung im Heimatmuseum Feudingen hatten an Karfreitag die Möglichkeit, selbst Eier mit verschiedenen Techniken zu färben. Foto: Timo Karl
  • Die Besucher der Sonderausstellung im Heimatmuseum Feudingen hatten an Karfreitag die Möglichkeit, selbst Eier mit verschiedenen Techniken zu färben. Foto: Timo Karl
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tika - Es gibt Dinge, die sind schlichtweg nicht wegzudenken. Dies gilt insbesondere auch für das Osterfest: Nester, Eierfärben und Geschichten rund um den Osterhasen sind fester Bestandteil des Festes, das seinen Ursprung im christlichen Glauben hat, jedoch längst zu einem Fest des Brauchtums avanciert ist. „Uns war wichtig zu zeigen, dass es viele Traditionen rund um Ostern gibt. Wir wollen dazu beitragen, das Brauchtum zu erhalten“, erklärte Anne Bade. Die Leiterin des Heimatmuseums in Feudingen hatte daher am Karfreitag gemeinsam mit ihrem Team eine Sonderausstellung auf die Beine gestellt, die nahezu sämtliche Facetten des österlichen Brauchtums beleuchtete.

Echte Hingucker waren dabei die zahlreichen bunten Eier, die im Rahmen der Veranstaltung entstanden. Interessierte Besucher hatten die Möglichkeit, verschiedene Techniken kennen zu lernen. Zu sehen waren „Trachteneier“ – eine hessische Tradition, bei der unter anderem Blau- und Rotholz sowie Steckrosen Verwendung finden –, mit Mate-Tee gefärbte Eier, aber auch solche, die mit japanischer Papierlack-Technik oder einer Wachs-Batik-Technik entstanden waren. Interessant kam indes auch die Darbietung von Oliver Junker-Matthes daher, der den Besuchern die Technik des Spinnens von Schafswolle in ursprünglicher Form näherbrachte – direkt vor Ort an einem Spinnrad. Seit einigen Jahren findet die Sonderausstellung wieder regelmäßig an Karfreitag im Heimatmuseum in Feudingen statt – und die Resonanz der Besucher gab den Veranstaltern durchaus Recht im Hinblick auf Idee und Konzept der Ausstellung.

Neben den bunten Eiern kamen insbesondere selbstgebaute Osternester aus Weidehölzern äußerst kunstvoll daher. Eine alte Tradition, denn früher sammelten die Kinder vor dem Osterfest zunächst Moos, um es in der Sonne zu trocknen. Derweil suchten sie im Wald die möglichst geraden Ruten der Weiden, die sie auf die passende Länge zuschnitten. Am Ostersamstag bauten sie dann ihre Osternester oder -gärtchen. Dazu steckten sie die Weidenstäbe in die Erde, um das entstandene Rund dann mit Moos zu füllen – dort sollte der Osterhase seine Eier hereinlegen. Und damit schloss sich der Kreis zum traditionellen Eierfärben im Heimatmuseum, denn nach altem Brauch färbten die Eltern der Kinder am Abend des Ostersamstags die vorher hart gekochten Eier. Geschichten, die vor allem für die jüngeren Besucher der Ausstellung durchaus neu waren, denen sie aber gerade deshalb gebannt lauschten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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