Schönes Licht für die Fassade

Apollo-Förderverein macht sich für besondere Illuminierung des Theaters stark

ciu Siegen. Ohne Licht bleibt alles im Dunkeln. Licht erhellt, schafft Klarheit, macht glücklich, berührt, setzt Schwerpunkte, grenzt ab, wirft Schatten, belebt. Umhüllt Licht ein Gebäude, dann kann solches zur Inszenierung geraten. Was im Falle des Siegener Apollo-Theaters geschehen soll. Der Förderkreis hat sich für eine besondere Beleuchtung der historischen Fassade stark gemacht. Vorsitzender Walter Schwerdfeger präsentierte gestern im Pressegespräch den Vorschlag des Düsseldorfer Lichtarchitekten Uwe Schneevoigt. Demnach wird nach Fertigstellung des Apollo-Um- und -Neubaus Licht in nahezu allen denkbaren Farben den historischen Teil des Gebäudes umschmeicheln. Ausgehend von einer LED-Lichtlinie (das LED steht für Light Emitting Diode), die am Fuße der Mauern in den Boden eingelassen sein wird, »rankt« sich das Licht am Eingangsbereich des Schauspiel- und Konzerthauses empor. Was, wie die Computeranimation eindrücklich zeigt, richtig schön anzuschauen ist. Spannend, dass das draußen dargestellte Licht auch mit dem drinnen präsentierten Ereignis korrespondieren kann. So ist die Lichthülle nicht allein Form, sondern transportiert durchaus Inhaltliches. Ins Licht gesetzt wird neben der historischen Fassade (durch eine Licht- sprich: Fensterfuge vom Neubau »getrennt«) auch der Bühnenturm. Allerdings mit Hilfe eines anderen technischen Verfahrens: »Mit ganz speziellen Effektscheinwerfern«, wie Uwe Schneevoigt sagte. Natürlich kostet das Mehr an Licht (geplant waren ursprünglich fünf einfache Bodenstrahler, die das Apollo beleuchten sollten) auch ein Mehr an Geld: statt 5800 Euro nun rund 45000 Euro. Laut Walter Schwerdfeger steht die Finanzierung: »Zirka 30000 Euro setzen sich zusammen aus Einzelspenden verschiedener Privatpersonen, die RWE sind mit 7500 Euro dabei; die Planungskosten hat die Sparkasse Siegen übernommen.« Gestern kamen weitere 5000 Euro hinzu; gespendet vom Industrie- und Handelsclub, der sich auch die Förderung der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region auf die Fahne geschrieben hat. Präsident Joachim Herbst: »Wir haben vor einigen Jahren schon eine Zustiftung für den Betrieb des Apollo-Theaters getätigt.« Nun habe die Lichtinszenierung des Hauses die Mitglieder überzeugt, so dass sich der »Club« gerne an den Kosten beteilige. Fehlen weitere 10000 Euro. Walter Schwerdfeger: »Ich bin optimistisch, dass sich in den nächsten Wochen noch großzügige Sponsoren finden, die sich für das Thema begeistern lassen.« Ansonsten werde der Förderkreis die Differenz übernehmen, da er für die (verbesserte) Konzertmuschel dank großzügiger Sonderspenden keinen einzigen Euro habe aufwenden müssen.

Und weil Walter Schwerdfeger Visionäres gerne auch formuliert, sieht er die Lichtinszenierung des Apollos als möglichen Auftakt eines »Licht-Masterplans« für die gesamte Innenstadt. Genau diese Diskussion werde gegenwärtig geführt, sagte Werner Schulte (CDU, Leiter der Projektgruppe Apollo und Vorsitzender des Bauausschusses). Er sei zuversichtlich, dass die noch ausstehenden Abstimmungsprozesse in der Gesamtplanung in Kürze ein positives Ende fänden. Stadtbaurat Joachim Brune, so Walter Schwerdfeger, jedenfalls habe ihm signalisiert: »Ich verspreche Ihnen: Wir schaffen das!«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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