Schöpfung in Musik

Solisten, Chor und Orchester präsentierten unter Leitung von Ute Debus eine gelungene Interpretation von Haydns „Schöpfung“.  Foto: anne
  • Solisten, Chor und Orchester präsentierten unter Leitung von Ute Debus eine gelungene Interpretation von Haydns „Schöpfung“. Foto: anne
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

anne Siegen. Es ist ein Werk, das viel von den Musikern verlangt, aber die Zuhörer auch besonders berührt. Die Musik aus Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ geht unter die Haut, ist lebendig und spricht dabei sehr bildreich. Sie gibt einen Blick auf die Erschaffung der Welt und die Macht der Schöpfung. Schon kurz nach seiner Uraufführung wurde das Oratorium als musikalischer Erfolg gefeiert, und auch heute begeistert die Musik noch, wie das Siegener Publikum bewies. Am Mittwochabend präsentierten Chor und Orchester der Universität Siegen (Leitung: Ute Debus) das anspruchsvolle Werk und leisteten mit dem gelungenen Konzert einen Beitrag zum Haydn-Jahr.

Schon die Einleitung ging mit ihren zarten Klängen unter die Haut, bevor der Chor sein stimmgewaltiges, beeindruckendes „Und es ward Licht“ verkündete. Der lyrische Tenor Thomas Iwe beschrieb als Uriel mit klarer Stimme die Entstehung des ersten Tages, während der in Rio de Janeiro geborene Bass-Bariton Peter Maruhn überzeugend die Rolle des Raphael interpretierte. Der Chor brachte musikalisch Verzweiflung und Hoffnung, die mit der Entstehung des Neuen einhergingen, zum Ausdruck, und es begann der Bericht über die Erschaffung von Himmel und Erde mit den Gewässern, Pflanzen, Tieren und Menschen. Renate Lücke-Herrmann, Lehrbeauftragte für Gesang an der Uni Siegen, gestaltete dabei die Rolle des Erzengels Gabriel mit ihrer facettenreichen Stimme sehr lebendig. In der von Solisten, Chor und Orchester interpretierten Musik kam die Bewunderung über die Schöpfung zum Ausdruck. Mal sehr klanggewaltig, energisch wurde das Werk Gottes gepriesen, dann wurde ehrfurchtsvoll wie in der anmutig schönen Arie „Nun beut die Flur das frische Grün“ (Renate Lücke-Herrmann) über diese Macht gestaunt.

Besonders schön war auch das Rezitativ Uriels, „In vollem Glanze steiget jetzt die Sonne“. Der erste Teil endete dann mit dem Chor und Soli „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Die Musiker ernteten besonders viel Applaus für diesen feierlichen, zugleich pompösen und beeindruckenden Abschluss der ersten Konzerthälfte.

Aber auch die zweite Hälfte war geprägt von dem Lob der Schöpfung. Mit Fanfaren wurde feierlich gerühmt, im Terzett blickten die Erzengel ehrfurchtsvoll auf das neu Geschaffene, und der Chor stimmte mit wirkungsvollem Crescendo in das Lob mit ein. Das Oratorium endete mit dem jubilierenden Schluss-chor mit Soli „Singt dem Herren alle Stimmen“, in den auch Christina Schmitt (Alt) als Solistin mit einstimmte. Eine gelungene Aufführung voll lebendiger Interpretation von Musik und Text.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.