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Stadt Siegen sieht die Verantwortung komplett beim Land
Schulen warten auf die Selbsttests

Seit Montag sind nahezu alle Schüler in Nordrhein-Westfalen wieder zurück in den Schulen. Der Wechselunterricht stellt den nächsten Schritt bei der Rückkehr vom Online-Lernen zur kompletten Präsenz da. Doch die Ausstattung der Schulen mit Selbsttests, die eine entscheidende Rolle bei der Wiederaufnahme des Betriebs einnehmen, läuft schleppend.
  • Seit Montag sind nahezu alle Schüler in Nordrhein-Westfalen wieder zurück in den Schulen. Der Wechselunterricht stellt den nächsten Schritt bei der Rückkehr vom Online-Lernen zur kompletten Präsenz da. Doch die Ausstattung der Schulen mit Selbsttests, die eine entscheidende Rolle bei der Wiederaufnahme des Betriebs einnehmen, läuft schleppend.
  • Foto: rt (Archiv)
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

Das Prozedere, das sich das Land für die Beaufsichtigung der Selbsttests vorstellt, stößt derweilen ebenfalls auf Ablehnung seitens des Verbands „Lehrer NRW“.

juka S

Das Prozedere, das sich das Land für die Beaufsichtigung der Selbsttests vorstellt, stößt derweilen ebenfalls auf Ablehnung seitens des Verbands „Lehrer NRW“.

juka Siegen/Bad Berleburg. Seit Montag sind nahezu alle Schüler in Nordrhein-Westfalen wieder zurück in den Schulen. Der Wechselunterricht stellt den nächsten Schritt bei der Rückkehr vom Online-Lernen zur kompletten Präsenz da. Doch die Ausstattung der Schulen mit Selbsttests, die eine entscheidende Rolle bei der Wiederaufnahme des Betriebs einnehmen, läuft schleppend. Nur einen Test können alle Schüler bis zum Start der Osterferien am 29. März in den Einrichtungen durchführen. Und das auch nur an weiterführenden Schulen.

Testlauf bis zu den Osterferien

„Mit Blick auf die nach den Osterferien fortzusetzenden Testungen können in der Zeit vor den Osterferien wichtige Erfahrungen zum Verfahren zur Durchführung der weiteren Testungen gesammelt werden“, teilte das Schulministerium am Montag mit. Eine Art Testlauf also. Seit Dienstag werden die Testkits aus Düsseldorf direkt an die einzelnen Schulen verschickt, bis spätestens zum 23. März sollen die Lieferungen der rund 1,8 Millionen Tests abgeschlossen sein. Doch manchen Schulen ist das nicht genug. Das „Evau“ in Weidenau und das Neunkirchener Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium haben bereits am Montag einen Großteil ihrer Schüler getestet, wollen das auch weiter beibehalten.

Hier werden Schüler schon getestet

Auch aus anderen Regionen gibt es Beispiele, die über die Selbsttests des Landes hinausgehen. Die Stadt Bergisch-Gladbach etwa hat in dieser Woche für alle 34 Schulen der Stadt sogenannte Spucktests zur Verfügung gestellt und trägt die Kosten von rund 80 000 Euro.

"Verantwortung liegt beim Land"

In Siegen-Wittgenstein wartet man hingegen größtenteils auf die Lieferungen aus Düsseldorf. „Wir sehen hier die vollständige Verantwortung des Landes NRW“, stellt Siegens Schuldezernent André Schmidt klar. Daher habe man auch keine Überlegungen angestellt, auf Eigeninitiative Tests zu beschaffen. Und es könnten, darauf weißt Schmidt ausdrücklich hin, natürlich auch die kostenlos zur Verfügung stehenden Bürgertests genutzt werden. Zudem sei die Möglichkeit der Selbsttests nur als nachträglicher Baustein angeboten worden, die weiteren Vorgaben blieben natürlich bestehen.
Ähnlich argumentiert die Abteilung Schule der Stadt Bad Berleburg. „Der durch das Land zur Verfügung gestellte Selbsttest pro Schüler ist Teil eines gesamtstrategischen Vorgehens zur Eindämmung des Infektionsgeschehens.“ Daher plane man bis zu den Osterferien nicht, weitere Selbsttests für die weiterführenden Schulen zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Kreuztal wollte sich zu der Thematik derweil nicht äußern.

Kritik an Vorgehensweise

Protest an der vom Land kommunizierten Vorgehensweise, dass die Selbsttests vor dem Unterrichtsbeginn in Klassenräumen durchgeführt und von schulischen Mitarbeitern beaufsichtigt werden sollen, kommt vom Verband „Lehrer NRW“. Man habe ohnehin alle Hände voll damit zu tun, in dieser schwierigen Situation ein Unterrichtsangebot sicherzustellen. „Dass sie nun auch noch die Testaufsicht schultern sollen, ist weder zeitlich noch fachlich leistbar“, erklärt Vorsitzender Sven Christoffer. Zudem könne man die Verantwortung nicht tragen, stattdessen müsse geschultes externes Personal zur Verfügung gestellt werden.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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