Schwalbenarten wieder ansiedeln

 Ornithologe Thomas Müsse (l.), 2. Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein, zeigte den Niederlaaspher Bürgern, dass auch an der Außenfassade der örtlichen Grundschule Nisthilfen für Mehlschwalben durchaus denkbar sind. Foto: pk
  • Ornithologe Thomas Müsse (l.), 2. Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein, zeigte den Niederlaaspher Bürgern, dass auch an der Außenfassade der örtlichen Grundschule Nisthilfen für Mehlschwalben durchaus denkbar sind. Foto: pk
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pk - Sie gelten als wahre Flugkünstler und in erster Linie als Boten des Sommers. Doch in weiten Teilen Mitteleuropas hat der Bestand der Schwalben in den letzten Jahrzehnten sukzessive abgenommen. Auch in Wittgenstein ist diese Problematik längst bekannt. Einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage streben nun die Niederlaaspher Grundschule und der NABU-Kreisverband an. Seit einigen Jahren pflegen beide Seiten Zusammenarbeit in diversen Bereichen.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Kooperationspartner zu einem Gedankenaustausch auf dem Gelände der Schule. Dabei ging es um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation – letztlich aber auch um konkrete Maßnahmen, verschiedene Schwalbenarten wieder anzusiedeln. Während die Uferschwalbe aufgrund ihres bevorzugten Lebensraums ohnehin allenfalls sporadisch auf dem Durchzug über Wittgenstein ist, soll der Fokus auf zwei ganz bestimmte Arten gerichtet sein: „Wir konzentrieren uns auf die Rauchschwalbe und in allererster Linie die Mehlschwalbe“, unterstrich Thomas Müsse, 2. Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein, im Gespräch mit der SZ.

Gemeinsam mit der Biologin Eva Lisges klärte er die in durchaus großer Zahl erschienenen Niederlaaspher Bürgerinnen und Bürger darüber auf, dass längst nicht jeder Standort dazu geeignet sei, effiziente Nisthilfen für die Vögel zu errichten. Durchaus denkbar ist es aus Sicht von Thomas Müsse, solche Nisthilfen an der Außenfassade des Grundschulgebäudes anzubringen: „Mehlschwalben brüten ja an senkrechten Wänden. Hier wäre der Standort gut, da die Tiere einen freien Anflug haben und das Gebäude zumindest an einer Seite auch hoch genug ist“, begründete der Ornithologe. Zudem gab er wertvolle Tipps für alle Interessenten, die an ihren Privathäusern über entsprechende Möglichkeiten verfügen. Unter anderem bezog sich der Experte dabei auf den Bau der sogenannten Kotbretter.

Diese sollen das Haus vor Verschmutzung bewahren und mindestens 50 Zentimeter unterhalb der Nisthilfe angebracht werden. Zudem, ergänzte Thomas Müsse, gebe es eine ganze Reihe von einfachen Methoden, um Schwalben durch natürliche Materialien bei der Errichtung ihrer Nester zu unterstützen. So bieten beispielsweise Gartenteiche mit lehmigen Ufern exzellente Bedingungen für die Tiere.

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