AUF EINEN WEIN mit...
Sebastian Keller

Sebastian Keller ist ein echter Siegerländer Jung, auch wenn er sich nicht fürs Bierbrauen, sondern für den Weg als Winzer entschieden hat.
  • Sebastian Keller ist ein echter Siegerländer Jung, auch wenn er sich nicht fürs Bierbrauen, sondern für den Weg als Winzer entschieden hat.
  • Foto: privat/Pixabay
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

kalle Siegen/Mallorca. Am liebsten bewegt er sich zwischen alten, wurzelechten Reben bei mallorquinischen Temperaturen. Trotzdem ist Sebastian Keller ein echter Siegerländer Jung, auch wenn er sich nicht fürs Bierbrauen, sondern für den Weg als Winzer entschieden hat. Und den ist der heute 39-Jährige weit gegangen. Sogar bis ins Ausland. Mit 21 Jahren legte er seinen ersten Weinberg in Mallorca an. Und zwar mit Erfolg. Viele Fachmedien lobten seine Arbeit in den Weinbergen, seine Nase für den richtigen Cuvée. Sebastian Keller wurde zum Jungstar der internationalen Weinszene gejazzt. Heute hat er mit einem Partner eine kleine Firmengruppe unter der Dachmarke Atlan und Artison aufgebaut, die er von seinem Bauernhof zwischen Manacor und Colonia de San Pedro leitet.

Herr Keller, das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. Gilt das auch für die Corona-Zeit?
Natürlich haben die geschlossenen Restaurants und Hotels für Umsatzeinbrüche gesorgt, doch wir konnten einen Großteil der Verluste kompensieren, indem unsere Großhändler weltweit mehr auf Endverbraucher umgestellt haben. Wir exportieren in viele verschiedene Länder und konnten uns so breiter aufstellen. Unsere Weine und „8 Vents-Gran au Mallorca“ sind fest im gehobenen Markt etabliert. So produzieren wir unter der Linie „Epistem“ im südlichen Spanien einen Rotwein, der zu den 100 besten Weinen des Landes zählt.

Warum Rot- und keine Weißweine?
In Südeuropa können wir sehr gute Rotweine entwickeln, für gute Weißweine ist es hier in Mallorca allerdings viel zu heiß. Aber trotzdem faszinieren mich auch Rieslinge. Schon seit meiner Ausbildung. Ein Freund bewirtschaftet an der Mosel einige Steillagen für uns. Herausgekommen ist ein frischer, knackiger, trockener Riesling, der ganz nach der Region schmeckt. Das Herz der Weißweine ist für mich der Riesling und das liegt in Deutschland. Außerdem können wir so ganz nebenbei zum Erhalt der Steillagenkultur beitragen.

Aber Sie hinterlassen als echter Siegerländer nicht nur Spuren auf Mallorca und am Mittelrhein.
Anfang des Jahres konnte ich den „Wein-Keller“ in Freudenberg von meinen Eltern übernehmen. Neben den Winzern, deren Weine meine Eltern oft seit vielen Jahren vertreiben, konzentriere ich mich auf Weinraritäten aus Bordeaux und Burgund. Hier steigen die Preise schnell mal auf hohe, vierstellige Summen für eine Flasche. Der Handel ist somit ein weiterer, faszinierender Teil der großen weiten Weinwelt und bringt mich so zumindest ein bisschen zurück ins Siegerland.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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