SPD erneuert Antrag für Kreistag
Seilbahn bleibt auf der Tagesordnung

Siegens Topografie ist schwierig, sicherlich. Gerade deswegen plädierten die Genossen noch einmal vor der Kreistagssitzung am Freitag dafür, sich in einem so frühen Planungsstadium keine Denkverbote zu geben, sondern offen an die Möglichkeiten alternativer Verkehrsformen heranzugehen. Foto: Dirk Manderbach
  • Siegens Topografie ist schwierig, sicherlich. Gerade deswegen plädierten die Genossen noch einmal vor der Kreistagssitzung am Freitag dafür, sich in einem so frühen Planungsstadium keine Denkverbote zu geben, sondern offen an die Möglichkeiten alternativer Verkehrsformen heranzugehen. Foto: Dirk Manderbach
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sz Siegen/Kreuztal. Der Vorsitzende der SPD-Fraktions im Kreistag Siegen-Wittgenstein, Michael Sittler, und der SPD-Unterbezirksvorsitzende Heiko Becker werben weiterhin für die Erstellung eine Machbarkeitsstudie, um den möglichen Einsatz einer Seilbahn zur Entlastung der Verkehre im Raum Siegen und Kreuztal untersuchen zu lassen. Für die Sitzung des Kreistages am Freitag soll ein modifizierter Antrag eingebracht werden, in dem die Seilbahn nicht auf eine bestimmte Trasse oder Linie festgelegt wird, sondern unvoreingenommen die beste Nutzungsmöglichkeit der innovativen Technologie für Siegen und evtl. Kreuztal untersucht werden soll.

Für die Kosten der Machbarkeitsstudie soll der Landrat weiterhin beauftragt werden dafür mögliche Fördermittel, z. B. durch den NWL und beim Verkehrsminister des Landes NRW, einzuwerben.

Eine kürzlich durchgeführte Befragung von heimischen Unternehmen durch die IHK habe gezeigt, dass diese sich durchaus für eine Seilbahn in Siegen als alternativen Verkehrsträger erwärmen, die Machbarkeit dessen aber nicht einschätzen können (s. Bericht unten). „Die Machbarkeit einer Seilbahn wollen wir ja gerade überprüfen lassen“, stellte Michael Sittler fest. „Wir entscheiden am Freitag nicht über den Bau einer Seilbahn, wir möchten vielmehr prüfen lassen, ob das in Siegen machbar und finanzierbar wäre.“ Heiko Becker machte deutlich, dass die aktuelle Verkehrsinfrastruktur in Siegen am Scheideweg stehe. „Wir muten etwa den Anwohnern am Haardter Berg täglich rund 400 Busfahrten zu. Eine Seilbahn könnte hier mit deutlich weniger Personal bei geringerer Belastung für die Anwohner mehr Menschen den Berg hinauf- und hinunterbewegen. Die Busfahrer könnten wir dann auf anderen Linien einsetzen. Eine Nutzen-Kosten-Analyse, die 2017 für eine Seilbahn in Wuppertal erstellt wurde, zeigt deutlich die Kostenersparnis-Potentiale einer Seilbahn zu herkömmlichen Verkehrsmitteln.“

Beide SPD-Politiker plädierten noch einmal dafür sich in einem so frühen Planungsstadium noch keine Denkverbote zu geben, sondern offen an die Möglichkeiten alternativer Verkehrsformen heranzugehen. Der ursprüngliche Antrag der Sozialdemokraten, eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Seilbahn durchs Hüttental in Auftrag zu geben, wurde zuvor im Kreisverkehrsausschuss – nach einer Änderung in der Auftaktdebatte – mehrheitlich abgelehnt. Lediglich SPD und Grüne stimmten für die Idee, die mit 70 000 Euro Kosten verbunden gewesen wäre. Die anderen Fraktionen sagten Mitte Juni nein.

Die CDU möchte an anderen Stellschrauben drehen, um den Verkehr im Hüttental besser fließen zu lassen. Stichwort: S-Bus. Beschleunigte Busse, die nicht so viele Haltepunkte anführen und eventuell auch über die HTS geleitet würden, seien eine bessere Idee als die Seilbahn. Außerdem wärmten die Christdemokraten die Idee eines Radschnellweges auf.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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