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Aktuelle Zahlen von IT NRW
Senioren gehen immer öfter online

Zwar haben viele Senioren bei der Nutzung des Internets Sicherheitsbedenken, aber immer mehr ältere Menschen erledigen ihre Angelegenheiten online.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz/win Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Das ist auch für ältere Menschen bedeutsam, sind sie doch häufig in der Mobilität eingeschränkt oder in der derzeitigen Pandemie-Situation besonders gefährdet, sich zu infizieren. Der Gang zur Bank kann in vielen Fällen entfallen, wenn ein Internet-PC oder ein Smartphone zur Verfügung steht. Einkaufen per PC – kein Problem. Nachschlagen – Wikipedia hat den Brockhaus längst verdrängt. Die Siegener Zeitung lesen – am Tablet oder PC-Bildschirm genau so gut möglich wie im gedruckten Exemplar.

sz/win Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Das Internet bietet vielfältige Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Das ist auch für ältere Menschen bedeutsam, sind sie doch häufig in der Mobilität eingeschränkt oder in der derzeitigen Pandemie-Situation besonders gefährdet, sich zu infizieren. Der Gang zur Bank kann in vielen Fällen entfallen, wenn ein Internet-PC oder ein Smartphone zur Verfügung steht. Einkaufen per PC – kein Problem. Nachschlagen – Wikipedia hat den Brockhaus längst verdrängt. Die Siegener Zeitung lesen – am Tablet oder PC-Bildschirm genau so gut möglich wie im gedruckten Exemplar. Der Landesbetrieb Information und Technologie Nordrhein-Westfalen (IT NRW) hat Daten und Fakten zum Thema Internetzugang und -nutzung älterer Menschen zusammengestellt und dabei interessante Fakten offenbart.
Die Ausstattung mit Personalcomputern (PC) und Internetanschluss ist in Haushalten älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen: 83,3 Prozent dieser Haushalte hatten 2018 einen mobilen oder stationären Internetanschluss (2008: 37,9 Prozent) und 78,5 Prozent einen PC (2008: 47,9 Prozent).

Abstand beim Ausstattungsgrad verringert sich

Nach wie vor sind Haushalte Älterer zwar seltener mit PC und Internetzugang ausgestattet als Haushalte Jüngerer: 2018 verfügten 95,9 Prozent Letztgenannter über einen PC und 98,0 Prozent über einen Internetanschluss. Der Abstand beim Ausstattungsgrad zwischen den Haushalten älterer und jüngerer Menschen hat sich aber im Vergleich zum Jahr 2008 verringert.
Im Jahr 2020 nutzten 14,5 Millionen Personen und damit 90,6 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ab zehn Jahren das Internet. Gegenüber dem Jahr 2010 ist dieser Anteil um 13,8 Prozentpunkte gestiegen. Bei Personen ab 65 Jahren hat sich dieser Anteil in den vergangenen zehn Jahren von 33,6 auf 62,9 Prozent fast verdoppelt. Bei den jüngeren Internetnutzern stieg der Anteil von 89,9 auf 97,4 Prozent.
56,5 Prozent der Frauen ab 65 Jahren nutzten im Jahr 2000 das Internet. Bei älteren Männern lag dieser Anteil bei 70,3 Prozent. Bei jüngeren Menschen waren die geschlechtsspezifischen Unterschiede weniger groß: 97,8 Prozent der männlichen und 97,1 Prozent bei der weiblichen Bevölkerung im Alter von unter 65 Jahren nutzten das Internet.

Der Bildungsstand spielt bei der Internet-Nutzung eine große Rolle

Unterschiedliche Anteile bei der Nutzung des Internets zeigen sich insbesondere bei der Betrachtung des Bildungsstandes von Menschen ab 55 Jahren. Während im Jahr 2020 von den älteren Personen mit niedrigem Bildungsstand etwa jede zweite (51,7 Prozent) das Internet nutzte, waren dies bei Personen mit mittlerem Bildungsstand 80,0 Prozent und bei Personen mit hohem Bildungsstand sogar 90,5 Prozent. Bei Jüngeren (unter 55 Jahren) waren hier die Unterschiede je nach Bildungsstand nicht so groß (niedrig: 95,5 Prozent; mittel: 99,2 Prozent; hoch: 99,8 Prozent).
Die häufigste Internetaktivität der 1,98 Millionen älteren Internetnutzer in Nordrhein-Westfalen war im Jahr 2020 die Suche nach Waren und Dienstleistungen. 83,6 Prozent der älteren Nutzer (ab 65 Jahren) setzten das Internet zu diesem Zweck ein. An zweiter Stelle folgte das Senden oder Empfangen von E-Mails (82,4 Prozent), gefolgt vom Lesen von Online-Nachrichten (71,2 Prozent). 71,0 Prozent durchforsteten das Internet nach Informationen zu Gesundheitsthemen. 61,5 Prozent nutzten Sofortnachrichtendienste, 56,2 Prozent kauften online ein, 54,8 Prozent telefonierten (inkl. Videotelefonie) über das Internet.
48,2 Prozent der älteren Internetnutzer hatten online Kontakt zu Behörden oder öffentlichen Einrichtungen und 48,1 Prozent nutzten Online-Banking.

Ältere Menschen sorgen sich um die Sicherheit im Internet

Bei jüngeren Internetnutzern (unter 65 Jahren) waren die Anteile bei den genannten Aktivitäten durchgängig höher. Am deutlichsten waren die Unterschiede zwischen den beiden Altersgruppen bei der Nutzung von Sofortnachrichtendiensten (Ältere: 61,5 Prozent; Jüngere: 90,4 Prozent), bei der Internet- oder Videotelefonie (54,8 bzw. 75,1 Prozent), bei Onlineeinkäufen (56,2 bzw. 79,9 Prozent), beim Kontakt mit Behörden oder öffentlichen Einrichtungen (48,2 bzw. 70,3 Prozent) und beim Online-Banking (48,1 bzw. 67,8 Prozent).
Eine Ursache für die niedrigeren Anteile bei der Verwendung des Internets für Onlineeinkäufe, -banking und -Behördenkontakte könnte bei älteren Menschen darin begründet sein, dass diese häufiger als jüngere Sicherheitsbedenken gegenüber diesen Aktivitäten haben. Gut jeder fünfte (20,9 Prozent) Internetnutzer ab 65 Jahren gab im Jahr 2019 an, in den vergangenen 12 Monaten vor der Befragung Onlineeinkäufe aufgrund von Sicherheitsbedenken unterlassen zu haben. Bei den unter 65-Jährigen waren dies nur 14,3 Prozent. Knapp jeder dritte (32,0 Prozent) ältere Internetnutzer sah wegen Sicherheitsbedenken von Online-Banking ab, während dies bei den jüngeren etwa jeder Fünfte (20,6 Prozent) war. Auch auf den Kontakt mit Behörden oder öffentlichen Einrichtungen über das Internet verzichteten ältere Internetnutzer häufiger aufgrund von Sicherheitsbedenken (26,5 Prozent) als jüngere (14,4 Prozent).

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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