„Senk ju vor träwelling“

Autor Lutz Schumacher nahm das Siegener Publikum bei der Lesung mit auf eine unglaubliche Reise mit der deutschen Bahn.  Fotos: scp
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  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

scp Siegen. Die Deutsche Bahn ist großartig – diesen Eindruck vermitteln Lutz Schumacher und Mark Spörrle in ihren beiden Büchern „Senk ju vor träwelling“ nicht wirklich. Bei einer vom „Kultur!Büro“ präsentierten Lesung am Freitag im ausverkauften Lÿz machte Lutz Schumacher (Journalist, Medienmacher und Geschäftsführer einer Tageszeitung), der beim Siegener Termin leider ohne seinen Mitautor Mark Spörrle auskommen musste, den amüsierten Zuschauern das alltägliche Chaos auf deutschen Bahngleisen und in selbigen Zügen sehr anschaulich.

Dabei gestehen die Autoren in ihrem Bestseller vorsichtshalber und fast im vorauseilendem Gehorsam, dass in der unterhaltsamen Reise natürlich „alles erstunken und erlogen sei“: Sozusagen ein Wink mit der beschwerlich und teuer erkauften Fahrkarte an die Juristen der Deutschen Bahn. Denn den wahrlich unglaublichen Inhalten auch des erst vor kurzem frisch veröffentlichten zweiten Bandes fehle jegliche reale Grundlage. Angesichts der haarsträubenden Bahngeschichten glaubt man es – fast.

Dennoch kann man sich zurücklehnen und das Bahnfahren als letztes großes Abenteuer in vollen Zügen genießen. Mit „senk ju vor träwelling“ wird Ihnen geholfen – mit viel Ironie und „nur etwas Übertreibung“. Die Autoren lieben die Bahn aufrichtig, aus vollem Herzen. Ständig ist der Zuhörer aber im Anbetracht der geschilderten Tücken einer oft unglaublichen Bahnfahrt in einem persönlichen Konflikt: Soll ich nun lachen oder weinen? Auf jeden Fall will dieser Überlebensführer und Erfahrungsbericht auf die nächste Reise mit der Deutschen Bahn vorbereiten – obwohl sich das unerschrockene Publikum so eingeschworen und mit den schier unglaublichen Vorkommnissen konfrontiert eigentlich nur noch nahezu willenlos auf die Strecke begeben kann. Wollen Sie also dennoch mit der Bahn fahren und auch tatsächlich ankommen? Fassen Sie Mut! Aber denken Sie ja nicht, es wird alles gut …!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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