SFS bald »im Zeichen des Drachen«

Neuer Ausrüster für die »Sportfreunde«:

Zusammenarbeit mit »Dragon Sport« / Allgemeiner Trend zum Ausschluss des Fachhandels

JaK Siegen. Die »Sportfreunde« Siegen spielen ab der Saison 2003/2004 »im Zeichen des Drachen«. Dies soll aber nicht etwa heißen, dass die Regionalliga-Kicker um Trainer Ingo Peter eine Neuauflage des Buchs von Tom Clancy planen. Vielmehr geht es dabei um einen neuen Ausrüster, der sich derzeit vor allem in Nordrhein-Westfalen zu etablieren versucht. Der aufstrebende Sportartikelanbieter »Dragon Sport« wird die »Sportfreunde« ab dem 1. Juli 2003 zunächst für drei Jahre mit allem rund um den Sport mit dem runden Leder versorgen. Danach hat der Verein eine Option auf weitere drei Jahre.

Ausdrücklich lobten die »Sportfreunde«-Verantwortlichen gestern noch einmal die sechsjährige Zusammenarbeit mit dem bisherigen Ausrüster »Umbro«, der sich aber nur noch um Erst- und Zweitliga-Teams kümmern möchte. Auch mit der Firma Sport Schulze, die bislang als »Mittler« zwischen der Firma »Umbro« und den Fußballern aus dem Leimbachtal fungiert hatte, sei die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren immer vorbildlich gewesen. Das Lieferprogramm der Firma »Dragon Sport« sei mit dem von »Umbro« absolut vergleichbar. So werde auch hier der gesamte Teamsport-Bereich abgedeckt. Allerdings hat das Modell »Dragon Sport« einen entscheidenden Vorteil – nämlich den des günstigeren Preises.

Neu ist im Bezug auf den Vertragsabschluss auch das Vertriebskonzept, das den Fachhandel ausschließt. So könnten sich dem Verein in Zukunft völlig neue Vertriebswege eröffnen. Theoretisch wäre es darum nach SZ-Informationen sogar denkbar, dass die »Sportfreunde« auch gegenüber anderen Vereinen als Vertriebspartner für Trikots o.ä. auftreten. »Dragon Sport«-Artikel können jetzt schon im Online-Shop des ostwestfälischen Unternehmens oder direkt bei lokalen Repräsentanten bestellt werden. Einer dieser Repräsentanten ist übrigens »Sportfreunde«-Trainer Ingo Peter. Er ist für den Vertrieb der Artikel in der Region Dortmund zuständig.

Doch um sämtlichen Spekulationen um eventuelle finanzielle Vorteile der Person Ingo Peter den Wind aus den Segeln zu nehmen, ließ Siegens Sportlicher Leiter Rolf Bleck gestern aus dem Trainingslager in Cala Millor verlauten: »Wir sind zunächst einmal froh, dass wir nach dem Ausscheiden von ,Umbro’ zum 30. Juni einen so guten Partner gefunden haben. Es ist sicher richtig, dass Ingo Peter die Kontakte hergestellt hat, mehr aber auch nicht!«

Die Ausschaltung des Fachhandels zeichnet sich übrigens derzeit als absoluter Trend in der Sportartikel-Branche ab. Ähnliche Modelle haben Borussia Dortmund oder der Deutsche Handball-Bund bereits vorgelebt. Die Marke des DHB lautet »Kempa« (in Anlehnung an den ehemaligen Handball-Spieler), bei Dortmund hat sich »goool.de« einen Namen gemacht, deren Geschäftsführer unter anderem Michael Meier heißt – und der ist bekanntlich auch Manager beim Deutschen Meister. Auch hier verlaufen die Vertriebskanäle am Fachhandel vorbei über die Bestellung im Internet oder per Bestell-Hotline.

Sportartikel-Branche im Umbruch

Eine andere Möglichkeit, die aber letztendlich die gleiche Wirkung hat, bietet derzeit der Westdeutsche Fuball- und Leichtathletik-Verband (WFLV) seinen Vereinen an. Relativ günstig gibt es einen kompletten Trikotsatz (14 Trikots und 14 Hosen). Dieser unschlagbare Preis ist deshalb zu realisieren, weil der WFLV eine große Molkerei aus Süddeutschland gefunden hat, die die Trikots entsprechend sponsert. Im Gegenzug ist der Schriftzug auf jedem einzelnen Kleidungsstück angebracht.

Es tut sich derzeit also einiges im Sportartikel-Bereich. Sicher nicht immer zur Freude der großen Hersteller und deren Fachhändler.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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