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Weg immer wieder gesperrt
Siegdamm: Die ersten Bäume sind gefällt

Siegdamm Niederschelden: Damit die Bäume nicht
in der Sieg landen, ist Maßarbeit gefordert.
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tip Niederschelden. Sägen kreischen, es knarzt, es knirscht – ein kurzer „Achtung!”-Ruf und dann liegt der Baum, der rund 40 Jahre lang am Ufer der Sieg stand, darnieder. Am Donnerstag haben die Fällarbeiten am Siegdamm in Niederschelden begonnen. Etwas mehr als 30 Bäume sollen in den kommenden Tagen beseitigt werden. Für viele Anwohner und Spaziergänger eine emotionale Angelegenheit. Doch der für den Damm zuständige Entsorgungsbetrieb der Stadt Siegen (ESi) sagt: Sicherheit geht vor. Was mit den restlichen rund 300 Bäumen passiert, ist aktuell noch unklar.
Am Siegdamm in Niederschelden sollten viel mehr Bäume gefällt werden
Denn die aktuell laufenden Arbeiten sind zunächst nur ein Kompromiss, auf den sich die Stadt Siegen mit der Bezirksregierung Arnsberg geeinigt hat.

tip Niederschelden. Sägen kreischen, es knarzt, es knirscht – ein kurzer „Achtung!”-Ruf und dann liegt der Baum, der rund 40 Jahre lang am Ufer der Sieg stand, darnieder. Am Donnerstag haben die Fällarbeiten am Siegdamm in Niederschelden begonnen. Etwas mehr als 30 Bäume sollen in den kommenden Tagen beseitigt werden. Für viele Anwohner und Spaziergänger eine emotionale Angelegenheit. Doch der für den Damm zuständige Entsorgungsbetrieb der Stadt Siegen (ESi) sagt: Sicherheit geht vor. Was mit den restlichen rund 300 Bäumen passiert, ist aktuell noch unklar.

Am Siegdamm in Niederschelden sollten viel mehr Bäume gefällt werden

Denn die aktuell laufenden Arbeiten sind zunächst nur ein Kompromiss, auf den sich die Stadt Siegen mit der Bezirksregierung Arnsberg geeinigt hat. Ursprünglich war von der zuständigen Behörde nach Beschädigungen an der Deichkrone Mitte 2021 gefordert worden, den gesamten Baumbewuchs am Damm fällen zu lassen – und zwar unverzüglich. ESi ließ daraufhin ein Fachgutachten über die notwendige Sanierung des Deiches erstellen. Und das besagte: Nur die Bäume, deren Standsicherheit gefährdet ist und die geschädigt oder krank sind, müssen sofort weg. „Alles weitere wird eine Machbarkeitsstudie zeigen”, so Stephan Roth, Technischer Betriebsleiter bei ESi, der sich am Donnerstag ein Bild von den Fällarbeiten vor Ort machte.

Kompromiss um Bäume am Siegdamm

Losgelegt hatte die beauftragte Fachfirma in der Nähe des „alten Rathauses” von Niederschelden. Der bei Spaziergängern und Radfahrern beliebte Weg entlang der Sieg musste dafür zeitweise gesperrt werden. Auch in den kommenden Tagen ist das Begehen und Befahren in Abschnitten untersagt, Schilder und Absperrbänder weisen auf die Lebensgefahr durch die Fällarbeiten an den bis zu 15 Meter hohen Bäumen hin.

Am Siegdamm in Niederschelden fallen die Bäume

Die Arbeiter müssen neben Muskelkraft auch Geschick beweisen. Die Bäume des Damms ragen zum Teil deutlich in Richtung Sieg. Und aufgrund des aktuell hohen Wasserstands samt starker Strömung muss vermieden werden, dass sie in den Fluss kippen – denn dann wären sie nicht mehr zu halten und würden flussabwärts treiben. Zum Teil mussten die bis zu 40 Jahre alten Bäume – Bergahorn, Eschen, Eichen und andere – mit Gurten gesichert werden, um sie dann im richtigen Moment im Fallen von der Sieg wegziehen zu können. Maßarbeit für die drei Männer.

Bündnis kämpft erfolgreichen gegen Baumfällung am Siegufer in Niederschelden

Auch Friedrich Schmidt schaute am Donnerstagmorgen am Weg nahe des alten Rathauses vorbei. Der Vorsitzende der Heimatgruppe Niederschelden: „Diese Bäume hätten früher oder später ohnehin gefällt werden müssen. Aber wenn wir nicht sofort Alarm geschlagen hätten, dann wären jetzt vielleicht schon alle Bäume weg. Das wäre eine Katastrophe gewesen.” Ein breites Bündnis Niederschelder Bürger, angeführt von der Heimatgruppe, hatte im Herbst Widerstand gegen die Pläne der Bezirksregierung geleistet. Mit Erfolg: Unterstützt durch die Stadt, konnten zunächst Aufschub und schließlich die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie erreicht werden. Für die läuft laut Stephan Roth von ESi aktuell die Vergabe.

Scheldener zeigen Flagge gegen Baumfällungen am Damm

Schmidt hofft, dass die Vorschläge seitens der Niederschelder Bürgerschaft „seriös geprüft werden”. Selbstverständlich, so der Heimatgruppen-Vorsitzende, sei den Anwohnern und Nutzern des Damms am Inseldorf bewusst, welche große Bedeutung das Bauwerk für den Hochwasserschutz habe. „Und doch hoffen wir, dass möglichst viele Bäume stehen bleiben können.”
Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird für dieses Frühjahr erwartet. Insgesamt wird die Sanierung des Siegdamms Jahre dauern und mehrere Millionen Euro kosten.

Autor:

Tim Plachner

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