Siegen 1:1 - Sprockhövel verliert

 Früher 1:1-Ausgleich in Dortmund: mit dem Torschützen Abdelhamid Sabiri (rechts) freuten sich auf unserem Bild Manuel Konate (links) und Mark Zeh. Foto: cst
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klug -  Fünfmal bot sich den Sportfreunden aus Siegen die Chance auf den Siegtreffer – doch es sollte an diesem Samstagnachmittag nicht sein. Ob es am Ende am Fehlen von Julian Jakobs (Muskelbeschwerden) oder an den vielen Englischen Wochen zuletzt lag, ist am Ende nur Mutmaßung. Letztendlich blieb es vor 349 Zuschauern im Duell der Fußball-Oberliga beim ASC Dortmund bei einem 1:1 (1:1)-Unentschieden.

Dabei zeigten die Siegener nach dem Rückstand Moral: Abdelhamid Sabiri stieg nach Ecke von Mark Zeh in die Höhe und netzte zum 1:1-Ausgleich ein (25.). Zuvor kam SFS-Keeper Dominik Poremba aber im Sechzehner zu spät und brachte ASC-Stürmer Tim Schwarz zu Fall. Beim fälligen Strafstoß wurde Poremba von Simon Rudnik verladen – die vierminütige Führung für den Abstiegskandidaten (21.) war perfekt. Der Traditionsverein aus dem Siegerland hatte zwar den höheren Spielanteil – es fehlte aber das nötige fehlende Quäntchen Glück. Beispiel dafür die 31. Minute: Ein Freistoß von Kapitän Zeh senkte sich gefährlich, bis er an den Pfosten prallte. Und kurz nach dem Seitenwechsel war es erneut Sabiri, der per Flugkopfball nach Zeh-Freistoß an ASC-Torwart Dominik Altfeld scheiterte (47.). Und auch Haluk Arslan schaffte es alleine vor dem Dortmunder Schlussmann nicht, den Ball zur Führung im Netz unterzubringen (65.).

Zuvor und danach zeigte sich aber bei all den Offensivbemühungen auch, wieso Siegens Trainer Griffel auswärts mit dem Punkt zufrieden sein konnte – Tim Schwarz vergab zwei große Konterchancen Dortmunds. Einmal verzog er nur knapp (58.), und einmal tauchte der Offensiv-Akteur plötzlich vor Poremba auf, setzte das Leder aber an den Pfosten (74.). Das bin dahin ansehnliche Spiel veränderte leider in der 79. Minute seinen Charakter und wandelte am Rande eines Skandalspiels. Was war passiert? Manuel Konate gewann einen Zweikampf, in dem allerdings ein Dortmunder Spieler zu Boden ging und liegen blieb. Konate indes spielte weiter und passte auf außen zu Philipp Frisch. Der flankte und Sabiri hämmerte den Ball an die Latte. Die Dortmunder waren erbost, dass die Sportfreunde den Angriff zu Ende spielten. Der Beginn einer Rudelbildung, in der Sebastian Stein gegenüber Frisch und Arslan handgreiflich wurde. Die Gemüter kochten über, sodass ein Teil der zuletzt auch gelobten Sportfreunde-Fans vollends über die Stränge zog schlug und das Spielfeld stürmte.

Es dauerte, doch das Schiedsrichterteam um Lennart Brüggemann und die Ordner beruhigten die Lage. Nach langer Beratung kam Stein trotz Tätlichkeit mit „Gelb“ davon, und auch Arslan wurde verwarnt. Auf dem Rasen wurde dann noch zehn Minuten Fußball gespielt. In diesen wollte keiner der beiden Mannschaften den entscheidenden Fehler machen, sodass nur noch ein Hochkaräter heraussprang. Doch Sabiri verpasste in der letzten Minute erneut knapp den Kasten. Die Sportfreunde hatten bis zum Schluss alles gegeben und wurden nicht belohnt. Allen voran waren Marco Komenda, der nach einem Zusammenstoß mit Kopf-Turban spielte, die Folgen dieses Kampfspiels anzusehen. „Der ,Lucky Punch’ hat gefehlt, aber wir waren die ganze Zeit spielbestimmend. Es gibt so Tage, da geht eine der Chancen rein – heute war keiner davon“, bilanzierte Kapitän Zeh. „Jetzt schauen wir nach Neuenkirchen, wo wir versuchen werden, unserem großen Ziel näher zu kommen.“

Das Match am Donnerstag (15 Uhr) indes ist das letzte Nachholspiel der Saison. Dadurch kann der durch den Lippstädter Sieg gegen Ennepetal auf sechs Punkte geschrumpfte Vorsprung wieder auf neun Punkte erhöht und – dank der gestrigen Sprockhöveler Niederlage – sogar die Tabellenführung übernommen werden, das Ganze vier Spieltage vor Saisonende. Trainer Ottmar Griffel fügte hinzu: „Es war ein spannendes Spiel mit Chancen hüben und drüben. Wir haben gut auf den Rückstand reagiert und noch super Chancen gehabt. Aber auch Dortmund hatte super Chancen, daher ist das 1:1 leistungsgerecht und geht in Ordnung. Außerdem bin ich zufrieden, dass wir auswärts nicht verloren und unser Punktekonto aufgefüllt haben.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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