Siegen bekommt eine Boulderhalle

 Aktuell sind Markus (links) und Daniel Jung noch Bauherren. Doch ab November soll hinter der grünen Tür Leben einkehren.   Bevor im rustikalen Ambiente der alten Gießerei auf der Sieghütte gebouldert werden kann, ist noch viel zu tun. Die Fensterfront rechts wird künftig weitgehend von Kletterwänden zugebaut sein, dafür sollen drei Dachfenster für Helligkeit sorgen.
  • Aktuell sind Markus (links) und Daniel Jung noch Bauherren. Doch ab November soll hinter der grünen Tür Leben einkehren. Bevor im rustikalen Ambiente der alten Gießerei auf der Sieghütte gebouldert werden kann, ist noch viel zu tun. Die Fensterfront rechts wird künftig weitgehend von Kletterwänden zugebaut sein, dafür sollen drei Dachfenster für Helligkeit sorgen.
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flo - Bauherren in der ehemaligen Dreherei der Metallgießerei Charlottental sind zwei „Profis“: Die Eiserfelder Brüder Markus (26) und Daniel Jung (30), in der Kletterszene bestens bekannt als erfolgreiche Wettkampfkletterer. Wer aktuell die Baustelle betritt, findet sich in einer verstaubten Industrie-Ruine wieder. Doch der Eindruck täuscht. „Wenn alles planmäßig läuft, können wir schon Anfang November eröffnen“, verrät Markus Jung, der gelernter Sport- und Fitnesskaufmann ist und sich mit dem Projekt zusammen mit seinem Bruder selbstständig macht.

Wenn alles fertig ist, wird sich die 500 Quadratmeter große Boulderhalle – eine Erweiterung ist möglich – in vier Bereiche gliedern. Neben den Umkleiden wird es einen Kursbereich geben, in dem Vorträge gehalten, aber beispielsweise auch Yogaübungen durchgeführt werden können. Angeschlossen sein wird auch ein öffentliches Café, von welchem aus durch eine Glasscheibe der Blick ins Herz der Halle möglich sein wird: den Kletterbereich. Die „Topgriffe“, an denen die Boulderrouten enden, die Sportler das Ziel erreicht haben und sich über die Brüstung ziehen können, sollen in 3,90 bis 4,50 Meter Höhe liegen. Der Weg nach unten ist logischerweise leichter und erfolgt über eine Leiter. Verbaut werden aktuell die üblichen, mit etlichen Gewindemustern durchlöcherten Schichtholzplatten, die mit verschiedenen Neigungsgraden angebracht werden.

Während viele Boulderhallen mit ihren bunten Kletterwänden ein bisschen so aussehen wie das Kinderparadies bei Ikea, soll die „Schlüsselstelle“ (so soll die Halle in Anlehnung an den kniffligsten Routenpunkt beim Bouldern heißen) ihren rustikalen Charakter behalten. Die Kletterflächen sollen grau gehalten werden, die alten Fenster bekommen nur neue Scheiben und die riesigen Kranschienen der alten Dreherei sowie die Backsteinwände werden an die industrielle Vorgeschichte der Immobilie erinnern.

Überhaupt: Vielseitigkeit ist das zentrale Wort für die Jung-Brüder. „Das ist, was Boulderhallen ausmacht. Was und wie geschraubt wird, ist entscheidend, ob eine Halle gut ist“, sagt Daniel Jung. Was die Schwierigkeit angeht, sollen in Weidenau sämtliche Leistungskategorien angesprochen werden – vom Anfänger bis zum Profi. Angedacht ist, die Griffe alle drei bis vier Wochen auszutauschen, um die Besucher vor neue Herausforderungen zu stellen.

Sorgen davor, dass sich die ebenfalls in absehbarer Zeit fertig werdende neue Kletterhalle am Effertsufer und die Jung’sche Boulderhalle gegenseitig die Kunden klauen könnten, hat Daniel Jung übrigens auch nicht. „Wir werden uns eher gegenseitig ergänzen. Wir können ja anbieten, was der jeweils andere nicht hat.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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