Siegen erhielt »Blauen Brief«

Lizenzierungsverfahren des DFB:

Geforderte Liquiditätsreserve niedriger als im Vorjahr

rege/dpa Siegen. Die Osterfeiertage durften die Fußball-Regionalligisten – abgesehen vom sportlichen Treiben in den Stadien – noch in Ruhe genießen, doch gestern war’s mit der österlichen Ruhe dann vorbei, denn: Nach der Prüfung der Lizenzanträge für die Regionalliga-Saison 2003/04 haben die betreffenden Vereine gestern Nachmittag ein Fax vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhalten. Dazu zählen natürlich auch die Sportfr. Siegen, und die kämpfen bekanntlich nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ums Überleben in der Regionalliga. Der 1. Vorsitzende der »Sportfreunde«, Rolf Steinemann, wollte gestern aber noch keine exakten Zahlen nennen. Er verriet jedoch, dass die vom DFB geforderte Liquiditätsreserve wie erwartet niedriger sei als im Vorjahr. Zur Erinnerung: Vor der Saison 2002/03 mussten die Siegerländer eine unwiderrufliche Liquiditätsreserve in Höhe von 852000 Euro vorweisen, um die Lizenz für die laufende Spielzeit zu erhalten.

Fünf Clubs bekamen keine Auflagen

Damit ist klar, dass die Sportfr. Siegen zu den 32 Clubs gehören, die ihre eingereichten Unterlagen bis zum 11. Juni nachbessern müssen. Immerhin 16 Vereine erhielten die Spielgenehmigung für die 3. Liga »nur« mit Auflagen, und gerade einmal fünf Clubs wurde die Lizenz ohne Auflagen oder Bedingungen erteilt. Das sind aus der Süd-Staffel Spitzenreiter SpVg Unterhaching, die abstiegsbedrohte SpVg Elversberg und die TSG Hoffenheim. Aus der Nord-Gruppe wurden dem FC Erzgebirge Aue und der SG 09 Wattenscheid die wirtschaftliche Leistungsfährigkeit attestiert. Nicht berücksichtigt bei der Lizenzerteilung wurden die Amateur-Mannschaften von Profi-Vereinen, die im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit geprüft werden. Ebenfalls nicht mit einbezogen in die Lizenzerteilung sind bislang die Stadien, die insbesondere bei den Bewerbern aus den Oberligen noch auf ihre Regionalliga-Tauglichkeit überprüft werden.

Konkrete Aussagen über die Höhe der vom DFB geforderten Liquiditätsreserve möchte Rolf Steinemann erst bekannt geben, wenn der Verein mit den potentiellen Geldgebern gesprochen hat. »Es wäre schlecht, wenn die betroffenen Personen die Summe aus der Presse erfahren würden. Deshalb kann ich heute noch keine Zahlen nennen«, bat der Vorsitzende gestern um Verständnis für sein Vorgehen. Bereits heute möchte Steinemann aber Gespräche mit den Sponsoren führen. Zudem kündigte der 1. Vorsitzende der »Sportfreunde« an, dass der Verein gegen die Höhe der vom DFB geforderten Summe Einspruch einlegen werde, weil das Team von Trainer Ingo Peter inzwischen die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde erreicht hat. Die Teilnahme am DFB-Pokal beschert den »Sportfreunden« eine Mindesteinnahme von 50000 Euro, und dieser Betrag ist beim Lizenzierungsverfahren noch nicht berücksichtigt. »Damit können wir die Summe noch etwas nach unten drücken«, ist Steinemann guter Dinge.

Siegen muss drei Auflagen erfüllen

Abgesehen von der oben genannten Bedingung, die die Siegener bis spätestens 11. Juni, 14 Uhr, erfüllen müssen, haben sie – wie im Vorjahr - noch drei Auflagen für die Saison 2003/04 bekommen: Erstens müssen die »Sportfreunde« dem DFB eine Bilanz mit Ergebnisrechnung zum 30. Juni 2002 vorlegen; Zweitens müssen sie dem DFB monatlich eine betriebswirtschaftliche Auswertung (Soll/Ist-Vergleich, zusammen mit einem Liquiditätsplan) vorlegen; Drittens darf sich das negative Eigenkapital der Sportfr. Siegen bis zum 31. Dezember 2003 nicht vergrößern. »Diese Auflagen hatten wir im vergangenen Jahr auch. Das ist nichts Neues für uns«, bereiten die Auflagen Rolf Steinemann keine Kopfzerbrechen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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