Streit um "Regionale Grünzüge"
Siegen fühlt sich durch Regionalplan stark eingeengt

Beinahe alle Hauberge, Fichten- und Laubwälder bekommen von den Planern aus Arnsberg den Stempel "Regionale Grünzüge" aufgedrückt. In der Siegener Kommunalpolitik sorgt das für Diskussionen.
  • Beinahe alle Hauberge, Fichten- und Laubwälder bekommen von den Planern aus Arnsberg den Stempel "Regionale Grünzüge" aufgedrückt. In der Siegener Kommunalpolitik sorgt das für Diskussionen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen. So ein Regionalplan, ausgetüftelt von Spezialisten bei der Bezirksregierung im fernen Arnsberg, der hat Tücken. Entsprechend ausführlich ist die Stellungnahme der Stadt Siegen ausgefallen, so um die 68 Seiten sind es. Die Politik hat die Ausarbeitung der Verwaltung am Donnerstag gewürdigt und für gut befunden, bis auf fünf Enthaltungen gab es volle Zustimmung. Entscheiden muss der Rat.
Andernorts im Kreisgebiet spielt die Windenergie eine große Rolle, siehe Kindelsberg in Kreuztal.

Kreuztal wehrt sich gegen Regionalplan

Regionalplan sieht für Siegen "Regionale Grünzüge" vor

Auf Siegener Terrain ist die Frage beinahe zu vernachlässigen. Eine seit Jahren im Gespräch befindliche Zone nördlich von Obersetzen in Richtung Kreuztal ist zeichnerisch zwar dargestellt, das eigentliche Verfahren ruht aber seit 2016, steht irgendwo im Wust der Zeilen geschrieben. Vielmehr tauchen in den Untersuchungssegmenten für Siegen immer wieder „Regionale Grünzüge“ auf, die es zu schützen gelte. Beinahe alle Hauberge, Fichten- und Laubwälder bekommen von den Planern diesen Stempel aufgedrückt.

In vielen Fällen hat die Stadt Siegen entschieden widersprochen. So etwa am Wellersberg, aber auch in Setzen und in Feuersbach. Aus gutem Grund: Selbst bei kleingliedrigen Abrundungen der Wohngebiete könnte es sonst zu Problemen kommen, die Entwicklung weiterer Bauflächen müsste zum Erliegen kommen. So verwundert es auch nicht, dass von den Grünen der Vorschlag kam, weitere „Regionale Grünzüge“ auszuweisen – am Bäumchenweg/Giersberg und am Wellersberg.

"Zu viele grüne Mitarbeiter in den Behörden"

Kritik gab es, zum Beispiel die von Markus Nüchtern (FDP), an den Planern: „Die Städte werden alle sehr stark beschnitten in ihrer Entfaltung, da sitzen mir zu viele grüne Mitarbeiter in der Behörde mit am Tisch.“ Das könnte stimmen: Selbst eine fast in Vergessenheit geratene Fläche wird extra aufgeführt und kartiert – die Magerwiesenfläche am Bürbacher Giersberg. Vor 20 Jahren oder mehr Jahren bei der Planung dieses Wohngebiets wurde das Biotop per Gerichtsbeschluss gesichert.
Gleich zweimal fiel die Vokabel „Unverschämtheit“. Daniela Stoker (Grüne) und Tanja Wagener (SPD) bezeichneten die Planung aus Arnsberg in der Weise.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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