„Siegen karibisch“: Müllproblem

 Vor Beginn der ersten Karibik-Party sah alles noch idyllisch und einladend aus, einige junge Redaktionsmitglieder testeten die Liegestühle. Da ahnte niemand etwas von dem später auftretenden Müll-Problem. Archivfoto: sos
  • Vor Beginn der ersten Karibik-Party sah alles noch idyllisch und einladend aus, einige junge Redaktionsmitglieder testeten die Liegestühle. Da ahnte niemand etwas von dem später auftretenden Müll-Problem. Archivfoto: sos
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

mir - Die auswärtigen Party-Veranstalter von „Siegen karibisch“ haben jetzt ein Problem. Nachdem sie am Samstag, 10. Juni, nach der Veranstaltung auf der Siegbrücke eine Müll-Landschaft hinterlassen hatten, hat die Stadt Siegen sie zur Kasse gebeten. Die Extra-Reinigung am folgenden Sonntag durch die Stadtreinigung kostet einiges, obendrauf hat die Ordnungsbehörde ein Bußgeld verhängt. Über die Höhe konnten Bürgermeister Steffen Mues und Kämmerer Wolfgang Cavelius am Mittwoch im Hauptausschuss nichts sagen.

Außerdem sollen bei künftigen Veranstaltungen die einzuhaltenden Regeln verschärft werden. Das Stadtfest und der Firmenlauf sind davon nicht betroffen, dafür gebe es gesonderte Regelungen, sagte Mues. Außerdem ist ein Veranstaltungskonzept in Arbeit. Darin soll festgelegt werden, wo und in welcher Weise Veranstaltungen aller Art im Stadtgebiet stattfinden dürfen. Oder auch nicht. Ein gesondertes Problem hatte Hans-Günter Bertelmann (UWG) auf den am „Tatort“ gemachten Fotos entdeckt: „In erhöhtem Maße ist dort Plastikgeschirr verwendet worden. Wie kann das sein? Warum wird darauf nicht geachtet?“ Klaus-Volker Walter (FDP) empfahl das Stadtfest als Maßstab, dort sei so etwas nicht vorgekommen. Die Pfandregelung habe sich bewährt, bestätigte Mues.

Zugleich redete er sich ein wenig in Rage: „Wenn alles noch konsequenter gemacht werden soll, geht das nur mit zusätzlichem Personal. Am Sonntag fand das Reinigen nun mal eine Stunde später statt, zumal auch die Siegufer und andere Bereiche hergerichtet werden mussten.“ Auch die sonstigen Veranstaltungen bänden Personal, das sei alles nicht so einfach im Sommer. Und zum Plastikmüll fragte der Bürgermeister in die Runde des Hauptausschusses: „Vielleicht war ja einer der heutigen Teilnehmer bei ,Siegen karibisch’ mit dabei.“ Niemand meldete sich. Die Frage sollte die CDU-Fraktion vielleicht einmal intern erörtern. Nach SZ-Kenntnis waren zumindest zwei Fraktionsmitglieder bei einer der Partys dabei. Am Mittwochabend noch vorhandene Fotos in einem sozialen Medium bestätigen zudem die Aussage, dass Getränke vorwiegend in Plastikbechern getrunken wurden. Die im Ausschuss genannte Vermutung, womöglich hätten Besucher das Plastikgeschirr mitgebracht, dürften die beiden CDU-Männer bestimmt bestätigen oder dementieren können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.