Mindestens 1100 Teilnehmer bei Fridays-for-Future-Demonstration
Siegen: Massenprotest für das Klima

Auf der Hagener und der Sandstraße liefen am Freitag mindestens 1100 Teilnehmer der Freitagsdemonstration mit. Lautstark und auf Plakaten engagierten sie sich für einen nachhaltigen Klimaschutz.  Foto: Michael Roth
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  • Auf der Hagener und der Sandstraße liefen am Freitag mindestens 1100 Teilnehmer der Freitagsdemonstration mit. Lautstark und auf Plakaten engagierten sie sich für einen nachhaltigen Klimaschutz. Foto: Michael Roth
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mir  Siegen. Passend zur Sitzung des Berliner Klimakabinetts hat am Freitag die Fridays-for-Future-Demonstration vom Weidenauer Bismarckplatz durch die Siegener Unterstadt bis zum Kornmarkt mächtig Zulauf erhalten. 600 Teilnehmer hatten die Veranstalter bei der Polizei angemeldet, rund 1100 sollen es nach Angaben der Veranstalter gewesen sein. Andere Beobachter sprachen von 1500 Menschen.

In der Mehrzahl Schüler aller Jahrgänge, daneben Alt-68er, ein paar grüne Lokalpolitiker, aber auch Mütter und Väter mit ihren Kindern waren mit von der Partie. Ältere Mitbürger mischten sich unters laufende Volk, eine „Oma4future“ mit selbigem Plakat suchte zum Start auf dem Bismarckplatz nach Gleichgesinnten.

Das Gros der Demonstranten stellten Schüler mehrerer Gymnasien und Gesamtschulen. Einige waren vor Beginn noch eifrig dabei, ihre Plakate zu malen. Teilgenommen haben sie auf eigenes Risiko, Sanktionen fürchten sie nicht, wie einige im Gespräch mit der SZ bekundeten.

Klima im Unterricht nur nebenbei ein Thema

Kommt die Klimadebatte auch im Unterricht vor? In Religion ja, im Rahmen des Themas „Schöpfung“ sei das der Fall. Andere Lehrer wiederum zeigten Unverständnis, hieß es aus Schülerkreisen. So lange Schüler noch Plastikstifte benutzten, sei das alles nutzlos, meinten die Pädagogen. Die Reaktion einiger Gesamtschülerinnen: „Dann nehmen wir eben wieder den guten, alten Füllfederhalter. Oder Bleistifte zum Anspitzen.“

Speziell die ganz jungen Teilnehmer machten sich bemerkbar: „Wir sind laut, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.“ Dazwischen nicht zu überhören beim Marsch über die Hagener Straße: Klassenkampf-Parolen von linken Gruppierungen, dazu ein, zwei Plakate mit eindeutigen Sprüchen, auch gegen die CDU.

Ausgesprochene „Klimafreunde“ bekundeten, sie seien wegen der Kohle auf der Straße unterwegs. Sie erinnerten an die Proteste im Hambacher Forst und agitierten gegen Stromkonzerne, namentlich RWE.

Montessorischule Siegen mit dabei

Als der von Polizei umsichtig begleitete Demonstrationszug am Bertramsplatz angekommen war, musste ein Stopp eingelegt werden: Auf der Wiese vor der Bluebox hatte sich die nahezu gesamte Montessorischule Siegen versammelt, die mit grünen Kappen ausgestatteten Grundschüler und ihre Lehrerinnen mussten von der Polizei behutsam in den Zug integriert werden.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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