Neue Image-Kampagne
"Siegen - mein Herz trägt Krone"

Präsentierten stellvertretend die neue Kampangne: Sebastian Schreiber (Diakonie), <jleftright>Jochen Weisgerber (Weisgerber Heizung - Sanitär - Solar), Sebastian Weber (Datasec), Andreas Muhl (Maneris), Patrick Buchner (Wahl Group, hinten v. l.), Grafikerin Bianca Wilsmann und Jörg Kettner (AWo, vorne v. l.).
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  • Präsentierten stellvertretend die neue Kampangne: Sebastian Schreiber (Diakonie), <jleftright>Jochen Weisgerber (Weisgerber Heizung - Sanitär - Solar), Sebastian Weber (Datasec), Andreas Muhl (Maneris), Patrick Buchner (Wahl Group, hinten v. l.), Grafikerin Bianca Wilsmann und Jörg Kettner (AWo, vorne v. l.).
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tile Siegen. „Was ist schlimmer als verlieren? Siegen!“ Diese Charakterisierung der Krönchenstadt hat sich in den Köpfen der Menschen innerhalb und auch (weit) außerhalb der regionalen Grenzen eingebrannt – scheinbar „über Generationen“, so Sebastian Weber. Dieses Gefühl umzukehren, ist das Ziel der Kampagne „Siegen – mein Herz trägt Krone“, die sich derzeit im Aufbau befindet und deren Ideengeber der Datasec-Geschäftsführer ist. Am Dienstag stellten Weber, Guido Müller von der Agentur Siegberg-Kommunikation und einige Vertreter der insgesamt elf Unternehmen die neue Initiative vor, die neue Wege in der Image-Gestaltung einschlagen und das Heimatgefühl stärken möchte.

Fachkräfte im Fokus

Adressaten der Kampagne: vor allem Auszubildende, Studierende, Auspendler. Es geht darum, Fachkräfte von den Vorteilen, die Siegen und das Umland zu bieten haben, zu überzeugen. „In der Region gibt es viele kostbare Menschen, die müssen wir halten“, gab Müller die Parole aus. „Arbeit gibt es hier genug“, ergänzte Weber. Nicht nur für Uni-Absolventen und fertige Fachkräfte, betonte der IT-Fachmann. Eine wichtige Zielgruppe der Kampagne seien daher die potenziellen Azubis. Der Wettbewerb um die Auszubildenden beginne bereits in der Schule, wusste Weber aus der Praxis zu berichten.
Da die Zukunftssicherung alle Branchen betrifft, wurden zunächst gezielt Firmen aus unterschiedlichen Bereichen angesprochen. Unter den ersten elf finden sich Industrieunternehmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister sowie Unternehmen aus dem Sozial- und auch dem Finanzwesen, die „der Region etwas zurückgeben wollen“, wie es Weber formulierte. Es gehe auch nicht darum, Werbung für die Firmen zu machen und Geld zu verdienen, so Grafikerin Bianca Wilsmann, die dieser Kampagne ihren visuellen Stil verleiht.

"Köln ist nicht schöner als Siegen"

Um den „Diamanten, der noch nicht glänzt“ zum Strahlen zu bringen, wie Guido Müller es nannte, geht man ambitioniert zu Werke. So sei der Titel vom Slogan „Hamburg, meine Perle“ inspiriert. Warum Krone und nicht Krönchen? Das sei für Externe, etwa die Studierenden, wohl zu erklärungsbedürftig, meinte Müller. Die Krone an sich sei ein starkes Symbol – und verweise natürlich auf das Stadtwahrzeichen. Das offensichtlich noch stärker emotionalisiert und zum Sympathieträger weiterentwickelt werden soll. „Köln ist nicht schöner als Siegen, aber Köln hat Gefühl“, beschrieb der PR-Mann das (neue) Marketing-Selbstbewusstsein.

Metropolregion, nicht Provinz

Mit dem Etikett „Provinz voll Leben“, was durchaus einen gewissen negativen Touch habe, könnten sich viele Unternehmen nicht so recht identifizieren, erklärte Sebastian Weber das Sich-klein-Machen quasi für beendet. Das drückt sich auch in einem Wort aus, das bei der Kampagnen-Präsentation gestern auf der Mauer des Oberen Schlosses immer wieder fiel: Metropolregion. Und die heimische habe „im Kleinen“ alles, was eine solche brauche, war sich Weber sicher. Man könne mit vielen Werten wuchern: gute Jobs, vielfältige Freizeitmöglichkeiten, eine vergleichsweise gute Perspektive, Eigenheim zu schaffen oder zu erwerben, die Kita-Versorgung, das Vereinswesen, innerstädtische Naherholungsgebiete etc.

Erste Maßnahmen in Vorbereitung

Bis Herbst wolle man eine Organisationsform finden, um die Kampagne auf solide Füße zu stellen und „vollständig handlungsfähig zu werden“. Ob man nun als Verein oder anders geartet auftreten werde, das diskutiere man noch. Klar sei aber, dass zum Jahresende hin die ersten Aktionen geplant und umgesetzt werden sollen. Ideen gibt es viele. Ein Imagefilm fürs Kino beispielsweise oder Selfie-Points inklusive Richtungsanzeiger, damit für Motivjäger der Schnappschuss von sich mit den Siegener Sehenswürdigkeiten zum Kinderspiel wird. Frisch sollen die verschiedenen, auf die unterschiedlichen Zielgruppen ausgerichteten Aktionen sein – und auch ein bisschen frech, um einen „mentalen Klebeeffekt aufzubauen“, wie es Müller beschrieb.
Überhaupt spielen Bilder für die Initiatoren eine große Rolle. Erste Fotoshootings mit einem lokalen Fotografen habe es schon gegeben. Ab sofort soll man auf Instagram unter #meinherztraegtkrone die Stadt und Region ganz anders entdecken und erleben können. Eine Homepage folgt in Kürze. Angedacht sind ferner ein Karriereportal, eine Nacht der Unternehmen sowie die Etablierung einer Azubi-Abschlussfeier, die eine deutlich höhere Wertschätzung der Ausbildung zum Ausdruck bringen soll, wagten Weber und Müller einen Blick in die Glaskugel.

Vom externen Arbeitsmarkt emanzipieren

Von Anfang an habe man die Stadt Siegen über die Kampagnen-Pläne ins Bild gesetzt, war den Initiatoren wichtig festzustellen. Im Rathaus sei die Idee begrüßt worden. Von dort sei signalisiert worden, dass die Initiative eine momentane Lücke schließe. Intern hoffe man, voneinander lernen zu können, unabhängiger vom externen Arbeitsmarkt zu werden und die Unternehmen für die Zukunft noch sicherer aufzustellen. Konkrete Erfolge ließen sich bei derartigen Kampagnen kaum formulieren. Aber die Hoffnung, vielleicht schon in drei Jahren alle offenen Azubi-Stellen der teilnehmenden Unternehmen tatsächlich verlässlich besetzen zu können, schwang in der Runde am Dienstag spürbar mit. Dann dürfte man wohl jubeln: „Was ist schöner als verlieren? Siegen!“

Präsentierten stellvertretend die neue Kampangne: Sebastian Schreiber (Diakonie), &lt;jleftright&gt;Jochen Weisgerber (Weisgerber Heizung - Sanitär - Solar), Sebastian Weber (Datasec), Andreas Muhl (Maneris), Patrick Buchner (Wahl Group, hinten v. l.), Grafikerin Bianca Wilsmann und Jörg Kettner (AWo, vorne v. l.).
Guido Müller (l.) und Sebastian Weber wollen Siegen ein neues, attraktives Image verpassen.
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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