Siegen verabschiedet viele Spieler

 Schluss jetzt mit Bierspritzern und Pokal-Jubel. Zouhair Bouadoud (links) und Serkan Dalman möchten wieder Fußball spielen. Ob sie’s auch dürfen - abwarten! Foto: cst
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geo -  Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, das wusste schon Sepp Herberger. Aber wie schwer es sein wird nach „diesem“ Spiel den Hebel noch einmal cfür das nächste umzulegen, das wird man am Samstag sehen können, wenn die Siegener Sportfreunde nach einer abermals tollen Saison in der Regionalliga West zu ihrem letzten Heimspiel antreten. Gegner ist um 14 Uhr im Leimbach-Stadion die U 21 des Bundesliga-Aufsteigers 1. FC Köln. Siegens Trainer Matthias Hagner versuchte zwar, diese Klippe sprachlich zu umschiffen und verglich die Momentaufnahme mit Vereinen, die nach der Champions League auch wieder in den Liga-Alltag zurückkehren, aber er räumte schon ein, dass man mal sehen müsse, „wie weit die sich erholt haben“. Gemeint war damit natürlich das Pokal-Highlight vom Mittwoch, als sich die Siegener Sportfreunde nach einem dramatischen Pokal-Fight in den DFB-Pokal hineingespielt hatten.

Dass es nun an den beiden letzten Spieltagen noch einmal sportliche Höchstleistungen heraus zu kitzeln gelingt, glaubt man nur bedingt. Andererseits hat die Siegener Mannschaft in der zurückliegenden Zeit außergewöhnliche Charakterfestigkeit bewiesen, so dass ihr durchaus auch gegen die „Geißbock-Bubis“ mit dem Mudersbacher Torhüter Marcel Schuhen zwischen den Pfosten einiges zuzutrauen ist. Der Ex-Siegener Leon Binder, der in der Zwischenzeit mit den Kölnern ganz sicher den Klassenerhalt geschafft hat, war übrigens am Mittwoch auch unter den fast 3300 Zuschauern im Leimbach, genauso wie Ex-Stürmer Sven Michel (Energie Cottbus).

Möglicherweise wird Hagner dem einen oder anderen Spieler eine Chance geben, der zuletzt zu kurz kam. Auch ein Comeback der Langzeitverletzten Serkan Dalman und Evangelos Papaefthimiou ist daher nicht ausgeschlossen. Hinsichtlich der Aufstellung gibt es ein weiteres kurioses Fragezeichen. Denn trotz intensiver Recherche der Sportfreunde-Verantwortlichen als auch dieser Redaktion war es unklar, ob und welche Konsequenz die Gelb-Rote Karte haben wird, die Zouhair Bouadoud am Mittwoch auf kuriose Weise kassiert hatte (Jubel am Zaun). Unsere Schlussfolgerung lautet übrigens, dass der französiche Stürmer sowohl Samstag als auch im Pokal eingesetzt werden darf, die Hinausstellung also keine Folgen hat. Aber warten wir’s ab.

Vor dem Spiel wird es wie immer Momente der Rührung und des Abschieds geben. Die Sportfreunde werden Spieler in noch nicht bekannter Zahl verabschieden. „Letztes Jahr waren es 13“, beeilte sich Teammanager Daniel Schäfer bei der Pressekonferenz zu sagen. Das Wörtchen „auch“ vermied er aber dabei tunlichst. Dennoch rechnet man damit, dass der Verein treue und gute Akteure in zweistelliger Zahl verabschiedet und ihnen alles Gute wünscht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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