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Lager „Moria“ auf Lesbos
Siegen will Flüchtlinge aufnehmen

Die Initiative „sichere Häfen“ fordert die Übernahme von Flüchtlingen aus Lager „Moria“ auf Lesbos - und die Stadt Siegen steht bereit.
  • Die Initiative „sichere Häfen“ fordert die Übernahme von Flüchtlingen aus Lager „Moria“ auf Lesbos - und die Stadt Siegen steht bereit.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen. Die griechische Urlaubsinsel Lesbos steht nicht länger nur für Sommer, Ferien und Erholung, das Großfeuer in der Nacht zum 9. September im lange schon überfüllten Lager für Flüchtlinge stellt alles auf den Kopf – „Moria“ ist gleichbedeutung mit Flüchtlingselend für 12 000 inzwischen evakuierte Menschen.Wo sollen diese Männer, Frauen und Kinder hin? Die Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ bekräftigt seit Monaten ihre Bereitschaft, geflüchtete Menschen zusätzlich aufzunehmen. In einer Mitteilung heißt es, die 12 000 Menschen, darunter hunderte Kinder, campierten auf einer Autobahn, bewacht von der griechischen Polizei.

Bürgermeister Steffen Mues bekräftigt die Haltung der Stadt Siegen
Zu den aktuell 64 Bündnispartnern in ganz Deutschland gehört seit dem 25.

mir Siegen. Die griechische Urlaubsinsel Lesbos steht nicht länger nur für Sommer, Ferien und Erholung, das Großfeuer in der Nacht zum 9. September im lange schon überfüllten Lager für Flüchtlinge stellt alles auf den Kopf – „Moria“ ist gleichbedeutung mit Flüchtlingselend für 12 000 inzwischen evakuierte Menschen.Wo sollen diese Männer, Frauen und Kinder hin? Die Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ bekräftigt seit Monaten ihre Bereitschaft, geflüchtete Menschen zusätzlich aufzunehmen. In einer Mitteilung heißt es, die 12 000 Menschen, darunter hunderte Kinder, campierten auf einer Autobahn, bewacht von der griechischen Polizei.

Bürgermeister Steffen Mues bekräftigt die Haltung der Stadt Siegen

Zu den aktuell 64 Bündnispartnern in ganz Deutschland gehört seit dem 25. September 2019 auch die Krönchenstadt Siegen. Per Ratsbeschluss hat sich Siegen zum „sicheren Hafen“ für maximal 50 Flüchtlinge erklärt, auch hilfsbedürftige Menschen aus humanitären Notlagen könnten aufgenommen werden. „Durch den Großbrand ist in Moria jetzt eine solche humanitäre Notlage entstanden“, legt sich Siegens Sozialdezernent André Schmidt fest.
Siegens Bürgermeister Steffen Mues stellt im Gespräch mit der SZ klar: „Der Ratsbeschluss war ernst gemeint und nicht nur ein Lippenbekenntnis. Wenn wir gefragt werden, stehen wir für die Aufnahme von in Not geratenen Menschen aus dem Lager Moria Gewehr bei Fuß.“
Nach Bekanntwerden des flächendeckenden Feuers haben sich die Teilnehmer an der Initiative „Seebrücke“ miteinander kurzgeschlossen. Bundesweit ist Potsdam federführend, auf NRW-Ebene hat Bielefeld den Hut auf. Schmidt: „Alle Städte, die sichere Häfen sind, stehen bereit.“

Stadt Siegen sieht zunächst den Bund in der Pflicht

Aus Sicht der Stadt Siegen liegt es jetzt zunächst am Bund, grundsätzlich zu erklären, ob und wieviele auf Lesbos in eine humanitäre Notlage geratene Menschen überhaupt in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen werden sollen. Dass NRW 1000 Personen aufnehmen will und kann, wie Ministerpräsident Armin Laschet bekundet hat, ist Schmidt bekannt. Aber: „Wenn die Länderzahl klar ist, muss bei uns die Bezirksregierung Arnsberg die Verteilung übernehmen“, sagt der Experte aus dem Rathaus. Über das normale Kontingent an Flüchtlingen hinaus ist die Stadt unterm Krönchen laut Schmidt für alle Eventualitäten gewappnet: „Siegen hat Reserven, die wir zu jeder Zeit nutzen können.“
Im Zuge der Diskussion, ob und wenn ja welche Personen eventuell nach Siegen kommen könnten, dürfte auch die Frage auftauchen, ob unbegleitete Minderjährige in der Krönchenstadt betreut werden könnten. Eine festgelegte Zahl gibt es Schmidts Worten zufolge nicht. Ob solche Plätze frei wären, das müsste noch geklärt werden. Grundsätzlich hält der Siegener Sozialdezernent fest: „Wir würden auch solche jungen Leute bei uns in der Stadt Siegen aufnehmen.“
Nicht allein Siegen will helfen, Potsdam als Leit-Kommune in besagtem Bündnis fordert „eine sofortige Verteilung, jetzt bleibt keine Zeit. Es muss darum gehen, den Menschen, die gerade ihr allerletztes Hab und Gut verloren haben, zügig eine sichere Zuflucht zu geben“, wird Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert als Bündnisvorsitzender zitiert.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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