Siegen-Wittgenstein CDU siegreich

 Anke Fuchs-Dreisbach konnte es zunächst nicht glauben, dann riss die künftige Landtagsabgeordnete für einen Augenblick die Arme zum Jubeln in die Höhe.
  • Anke Fuchs-Dreisbach konnte es zunächst nicht glauben, dann riss die künftige Landtagsabgeordnete für einen Augenblick die Arme zum Jubeln in die Höhe.
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ch - Später und kurzer Jubel bei der CDU, Aufatmen bei den Liberalen und betretenes Schweigen bei SPD und Grünen – mit einem so deutlichen Ergebnis hatten die Siegen-Wittgensteiner Parteien am Montag nicht gerechnet. Zusammen mit Wahlhelfern und Parteifreunden warteten die Direktkandidaten und lokalen Parteispitzen im Siegener Lyz auf die Zahlen. Und es bedurfte gar nicht erst der Verkündung der Wahlsieger des Abends durch Landrat Andreas Müller (SPD): Bereits um 20.30 Uhr war klar, dass die jüngsten Prognosen und politischen Entwicklungen in NRW auch weitreichende Konsequenzen in den beiden Wahlkreisen 126 (Burbach, Freudenberg, Neunkirchen und Siegen) und 127 (Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen und Wilnsdorf) haben werden.

Konnten die Sozialdemokraten sich bei der letzten Landtagswahl in großen Teilen Siegen-Wittgensteins durchsetzen, knöpfte die CDU der SPD diesmal beide Wahlkreise ab. Jens Kamieth setzte sich mit 39,34 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis 126 durch. Der Landtagsabgeordnete zieht als Gewinner (plus 4,48 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2012) ins Düsseldorfer Parlament ein – diesmal aber sitzt der Christdemokrat nicht mehr auf der harten Oppositionsbank, sondern übernimmt Regierungsverantwortung. Tanja Wagener, die 2012 das Direktmandat holte, musste sich diesmal mit 31,61 Prozent der Erststimmen (minus 7,67 Prozentpunkte) begnügen – sie konnte keine Kommune „holen“. Bei den Zweitstimmen lieferten sich „Schwarz“ und „Rot“ den ganzen Abend über ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende setzte sich hier die CDU knapp mit 32,31 Prozent (plus 5,64 Prozentpunkte) gegen die SPD (32,25 Prozent, minus satte 9,03 Prozentpunkte) durch.

Etwas deutlicher ist das Zweitstimmen-Bild im Wahlkreis 127: Hier lagen am Ende die Christdemokraten mit glatten 36 Prozent (plus 6,73 Prozentpunkte) vor den Sozialdemokraten (33,29 Prozent, minus 7,83 Prozent). In beiden Wahlkreisen stürzten die Genossen also regelrecht ab. Und verloren auch das Direktmandat im Wahlkreis 127. Falk Heinrichs von der SPD (33,58 Prozent, minus 8,51 Prozentpunkte) musste sich der politischen Neueinsteigerin und Christdemokratin Anke Fuchs-Dreisbach geschlagen geben. Sie erzielte mehr als einen Achtungserfolg, landete einen Triumph: Nachdem alle 168 Schnellmeldungen des Wahlkreises eingegangen waren, hatte sie 43,16 Prozent der Erststimmen für sich gewonnen. Damit sitzt die Sassenhausenerin künftig im Landtag. Der SPD-Mann Heinrichs konnte nur in Kreuztal und Hilchenbach punkten, in den übrigen Städten und Gemeinden büßte er massiv ein.

Eine ausführliche Analyse mit der Auswertung sämtlicher Wahlbezirke in Siegen-Wittgenstein und Olpe finden Sie heute im E-Paper der Siegener Zeitung

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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