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Raubversuch am Dienstag
Siegener Bahnhof wird Waffenverbotszone

Der Siegener Bahnhof wird am ersten Mai-Wochenende zur Waffenverbotszone erklärt.
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  • Der Siegener Bahnhof wird am ersten Mai-Wochenende zur Waffenverbotszone erklärt.
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  • hochgeladen von Dominik Jung

tip/ots Siegen. Dienstag, 26. April, 17. 30 Uhr. Helllichter Tag. Tatort: Siegener Bahnhof. Ein 15-Jähriger zückt ein Messer, hält es einem 17-Jährigen an den Bauch. Er will sein Handy. Der 17-Jährige weigert sich. Der Täter verliert die Nerven, schubst sein Opfer erst gegen eine Wand, schlägt ihm anschließend ins Gesicht. Flüchtend ruft er dem jungen Mann zu, er solle bloß nicht die Polizei einschalten. Doch der 17-Jährige tut dies dennoch. Mithilfe einer Zeugin kann der Täter später durch die Bundespolizei ermittelt werden. Die Beamten finden das Messer versteckt in dessen Socken. Wieder und wieder Gewalt im Umfeld des Bahnhofs. Jetzt will die Bundespolizei durchgreifen: Für das Wochenende vom 6. bis 8.

tip/ots Siegen. Dienstag, 26. April, 17. 30 Uhr. Helllichter Tag. Tatort: Siegener Bahnhof. Ein 15-Jähriger zückt ein Messer, hält es einem 17-Jährigen an den Bauch. Er will sein Handy. Der 17-Jährige weigert sich. Der Täter verliert die Nerven, schubst sein Opfer erst gegen eine Wand, schlägt ihm anschließend ins Gesicht. Flüchtend ruft er dem jungen Mann zu, er solle bloß nicht die Polizei einschalten. Doch der 17-Jährige tut dies dennoch. Mithilfe einer Zeugin kann der Täter später durch die Bundespolizei ermittelt werden. Die Beamten finden das Messer versteckt in dessen Socken. Wieder und wieder Gewalt im Umfeld des Bahnhofs. Jetzt will die Bundespolizei durchgreifen: Für das Wochenende vom 6. bis 8. Mai erlässt sie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Bonn und Siegen sowie an den Bahnhöfen in Köln Süd und  Siegburg/Bonn eine Allgemeinverfügung "zum Verbot des Mitführens von Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Hieb- und Stichwaffen sowie Messern aller Art" − eine sogenannte Waffenverbotszone.

Polizei beschlagnahmt Messer am Hauptbahnhof

Ein Schwerpunkt liegt beim Mitführen von Messern

"Mit besonderem Augenmerk auf gefährliche Gegenstände und Waffen, werden Einsatzkräfte der Bundespolizei in diesem Zeitraum von jeweils 18 bis 6 Uhr verstärkte Kontrollen in den betreffenden Bahnhöfen durchführen und wenn nötig Platzverweise aussprechen sowie Zwangsgelder erheben", heißt es in der Ankündigung der Maßnahme. Die Anzahl festgestellter Gewaltdelikte auf Bahnanlagen bewegt sich bundesweit seit Jahren auf anhaltend hohem Niveau. Allein im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Köln, zu der auch Siegen gehört, verzeichnete die Bundespolizei seit Oktober 2021 über 180 Vorgänge, die in Zusammenhang mit Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen standen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei das Mitführen von Messern unterschiedlichster Art. "Neben Einhand-, Butterfly-, Cutter-, Klapp-, Brot-, Spring- oder Kampfmessern sind es zunehmend auch alltägliche Küchenmesser, die Bahnreisende nach eigener Aussage oft zum Schutz und für das Gefühl der Stärke mit sich führen", teilt die Polizei mit.

Junger Mann am Bahnhof Siegen mit Messer erwischt

Messer griffbereit in der Jacke

Besonders mit Blick auf möglichen Alkoholkonsum oder der Einnahme anderer Betäubungsmittel sinke oft die Aggressionsschwelle und steige die Gewaltintensität. Diese richte sich nicht nur gegen Reisende, sondern auch gegen Einsatzkräfte. So auch Anfang Februar: Da kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Bahnhof Siegen einen 22-jährigen Reisenden. Der Mann machte während der Abfrage seiner Daten einen äußerst nervösen Eindruck, schaute sich ständig um und redete außerordentlich schnell. Nachdem der junge Siegener die wiederholte Aufforderung der Bundespolizisten ignorierte, seine Hände aus der Jackentasche zu nehmen, durchsuchten die Beamten den Mann und wurden fündig: Griffbereit in der Jacke führte der 22-Jährige ein Messer mit einer seitlich herausspringenden Klinge mit sich. Die Bundespolizisten belehrten den überraschten Siegener, stellten das Messer sicher und fertigten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Verstoß gegen das Waffengesetz.

Plakate zur Ankündigung der Waffenverbotszone und weitere Hinweise werden in den kommenden Tagen am Siegener Bahnhof ausgehangen.

Der Siegener Bahnhof wird am ersten Mai-Wochenende zur Waffenverbotszone erklärt.
Vor allem nach Messern will die Bundespolizei im Bereich von Bahnhöfen Ausschau halten.
Autor:

Tim Plachner

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