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37-Jähriger hortete Bilder und Videos
Siegener soll Kinder missbraucht haben

Vor dem Siegener Landgericht muss sich ein 37-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und dem Besitz kinderpornografischen Materials verantworten.
  • Vor dem Siegener Landgericht muss sich ein 37-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und dem Besitz kinderpornografischen Materials verantworten.
  • Foto: Julian Kaiser
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

juka Siegen. Vor dem Siegener Landgericht läuft derzeit der Prozess gegen einen 37-jährigen Mann, der zwischen Ende Juni 2017 und Anfang September 2020 zwei Kinder im Alter von damals 13 und 14 Jahren sexuell missbraucht, vergewaltigt und dabei fotografiert sowie gefilmt haben soll. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgericht gegenüber der SZ. Mit dem 14-Jährigen soll der Angeklagte damals eine Beziehung geführt haben, sich später aber auch an dem ein Jahr jüngeren Bruder vergangen haben. Claus K. war in den frühen Morgenstunden vom 7. September in seiner Wohnung in Eiserfeld festgenommen worden und ist seither in der Justizvollzugsanstalt Attendorn untergebracht.

juka Siegen. Vor dem Siegener Landgericht läuft derzeit der Prozess gegen einen 37-jährigen Mann, der zwischen Ende Juni 2017 und Anfang September 2020 zwei Kinder im Alter von damals 13 und 14 Jahren sexuell missbraucht, vergewaltigt und dabei fotografiert sowie gefilmt haben soll. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgericht gegenüber der SZ. Mit dem 14-Jährigen soll der Angeklagte damals eine Beziehung geführt haben, sich später aber auch an dem ein Jahr jüngeren Bruder vergangen haben. Claus K. war in den frühen Morgenstunden vom 7. September in seiner Wohnung in Eiserfeld festgenommen worden und ist seither in der Justizvollzugsanstalt Attendorn untergebracht.

Laut Staatsanwaltschaft wurden auf verschiedenen Geräten tausende Bilder und einige Videos von Jungen, sowohl im Alter unter 14 als auch zwischen 14 und 18 Jahren, sichergestellt. Darauf sollen unter anderem auch erwachsene Männer zu sehen sein, die sich an Kindern vergehen. Vor Gericht erklärte K., dass ihm nicht bewusst gewesen sei, so viele Datenträger mit solchem Material zu besitzen.

Wohnungstür abgeschlossen

Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem 37-Jährigen vor, die Tür der Wohnung abgeschlossen und die Jungen missbraucht zu haben. Als K. eines der Kinder zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe, soll dieses laut losgeschrien haben und erst daraufhin aus der Wohnung gelassen worden sein. Das bestreitet K. jedoch, die Handlungen – selbst härtere Praktiken – seien immer in Einvernehmlichkeit geschehen. Eingeschlossen habe er niemanden und auch Panik oder Angst bei den Jugendlichen habe er nicht erkennen können. Erst recht habe niemand geschrien. Jederzeit hätten sie die Wohnung verlassen können, gab der Mann gegenüber Richterin Sabine Metz-Horst an.

Polizei nimmt 37-jährigen Mann in Siegen fest

Selbst das Erstellen von Fotos und Videos sei vorher abgesprochen gewesen, beteuert K.. Auch über das Alter der Jungen sei er sich nicht bewusst gewesen, erst nach dem ersten Treffen habe der kleinere der Brüder einen jüngeren Eindruck gemacht, erklärt K. Einer der Betroffenen sagte hingegen aus, dass offen über das Alter der Geschwister gesprochen worden sei.

Sexuelle Handlungen bezahlt

Nachdem der ältere Bruder und K. ihre Beziehung in der Folge beendeten, soll sich der Angeklagte weiter mit dem jüngeren Bruder getroffen haben – und für sexuelle Handlungen mit Beträgen zwischen 30 und 40 Euro bezahlt haben. Das streitet der Angeklagte vor dem Landgericht auch gar nicht ab, er habe ein Problem mit seinem Selbstwert und Erfahrung damit, Sex oder Liebe mit Geld zu kaufen. Der Prozess wird am Freitag, 16. April, fortgesetzt. Die Aussagen der Geschädigten werden dabei allerdings zum Großteil unter Ausschluss der Öffentlichkeit getätigt, um die jungen Betroffenen zu schützen.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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