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Mordfall Walter Lübcke vor Gericht
Siegener spricht für die Opferfamilie

Heute begann in Frankfurt am Landgericht der Prozess im Mordfall Lübcke. Vor der internationalen Presse sprach für die Opferfamilie der gebürtige Siegener Dirk Metz.
  • Heute begann in Frankfurt am Landgericht der Prozess im Mordfall Lübcke. Vor der internationalen Presse sprach für die Opferfamilie der gebürtige Siegener Dirk Metz.
  • Foto: Agentur
  • hochgeladen von Karl-Hermann Schlabach (Redakteur)

kalle Siegen/Frankfurt.  Noch bevor heute  um 10 Uhr vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der Strafprozess im Mordfall am ehemaligen Regierungspräsidenten von Kassel, Walter Lübcke, begann, war ein gebürtiger Siegener für die aus aller Welt angereisten Journalisten erster Ansprechpartner. Der Medienberater Dirk Metz äußerte sich im Auftrag der Opferfamilie – Ehefrau Irmgard Braun-Lübcke und die beiden Söhne Christoph und Jan-Hendrik Lübcke –, die als Nebenkläger in dem mit Spannung erwarteten Prozess auftritt.

Im Auftrag der Ehefrau und der beiden Kinder des Ermordeten gaben Metz sowie der Opferanwalt der Nebenklage, Prof. Holger Matt, jeweils eine Stellungnahme ab.

kalle Siegen/Frankfurt.  Noch bevor heute  um 10 Uhr vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der Strafprozess im Mordfall am ehemaligen Regierungspräsidenten von Kassel, Walter Lübcke, begann, war ein gebürtiger Siegener für die aus aller Welt angereisten Journalisten erster Ansprechpartner. Der Medienberater Dirk Metz äußerte sich im Auftrag der Opferfamilie – Ehefrau Irmgard Braun-Lübcke und die beiden Söhne Christoph und Jan-Hendrik Lübcke –, die als Nebenkläger in dem mit Spannung erwarteten Prozess auftritt.

Im Auftrag der Ehefrau und der beiden Kinder des Ermordeten gaben Metz sowie der Opferanwalt der Nebenklage, Prof. Holger Matt, jeweils eine Stellungnahme ab. Metz (63), langjährige Staatssekretär und Sprecher der hessischen Landesregierung, startete seine berufliche Laufbahn als Redakteur der Siegener Zeitung.

In seinem Statement gab Dirk Metz auch Eindrücke der aktuellen Gefühlslage der Opferfamilie wieder: „Sie können sich vorstellen, dass das für die Familie ein schwieriger Tag ist. Die Familie hat sich das auch nicht leicht gemacht, diese Entscheidung, sich der Nebenklage anzuschließen. Und sie hat es sich auch nicht leicht gemacht, zu entscheiden, an der Verhandlung teilzunehmen. Für ihre Teilnahme gibt es zwei Gründe: Die Familie will ein klares Signal der Verbundenheit zu Vater und Mann senden. Und zu seinen Werten, für die er eingestanden ist, seine christlichen und sozialen Überzeugungen, sein Bekenntnis zum Rechtsstaat. Der zweite Grund: Die Familie will ein klares Signal gegen Hass und Gewalt setzen, im Internet und im realen Leben. Die Familie will zeigen, dass man nicht verstummen darf und seine Stimme dagegen erheben muss.“

Die Familie wolle an der „Verurteilung der Schuldigen mitwirken“, so der Rechtsbeistand der Familie Lübcke. Man wolle zur vollständigen Aufklärung des Verbrechens beitragen und insoweit an der Verurteilung der Schuldigen mitwirken.“ Das betreffe auch Planung, Durchführung, Täter, Teilnehmer und Beweggründe. Den hinreichenden Tatverdacht gegen die beiden Angeklagten halte die Familie nach Aktenlage für begründet.

Im Gespräch mit der Siegener Zeitung erinnerte Dirk Metz an seine langjährige Verbundenheit zum Opfer. Walter Lübcke sei seit Ende der 80er-Jahre ein enger Weggefährte über die politischen Gemeinsamkeiten hinaus gewesen.

Seit Monaten führe Metz gemeinsam mit dem Anwalt der Familie sehr vertrauensvolle Gespräche.
Es sei daher ein sehr spezieller Einsatz für ihn. „Es sprengt meine Fantasie, wirklich nachzufühlen, was die Familie empfindet, wenn die Anwälte der Angeklagten permanent zu Verfahrenstricks greifen."

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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