Siegerländer mitten im Hurrikan

Benjamin und Olimpia Groth aus Kreuztal mitten im Hurrikan „Maria“ in der Dominikanischen Republik. Fotos: privat
  • Benjamin und Olimpia Groth aus Kreuztal mitten im Hurrikan „Maria“ in der Dominikanischen Republik. Fotos: privat
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db - Es sollte ein schöner Urlaub in der Dominikanischen Republik werden. Doch eine ziemlich wütende und erbamungslose Furie namens „Maria“ unterbrach die 14-tägige Auszeit von Benjamin und Olimpia Groth aus Kreuztal jäh.

Hurrikan „Maria“ hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern bereits in Puerto Rico und anderen Orten große Schäden verursacht und Todesopfer gefordert. Der Wirbelsturm der Kategorie 4 setzte seinen zerstörerischen Kurs fort und steuerte auch Punta Cana an. Eben jenen Ort, in dem die beiden Siegerländer eigentlich Sonne und Strand genießen wollten. 

Am 10. September ging der Traumurlaub los – bis er am Donnerstagmorgen unterbrochen wurde. „Als wir aufgestanden sind, wussten wir ja schon, dass der Hurrikan im Anmarsch ist“, erzählt Benjamin Groth der SZ im Facebook-Chat. Während alle anderen Gäste von ihren Reiseveranstaltern bereits gewarnt und vorbereitet worden waren, wurden die beiden Kreuztaler von der Evakuierung in den frühen Morgenstunden überrascht. Nicht das erste Mal, dass sie unzufrieden mit ihrem eigenen Reiseveranstalter waren. Im Gegenteil: Ihre Reiseleiter haben ihnen von Mallorca aus immer versichert, dass sie in Sicherheit seien. Ein Trugschluss. Denn eine Hotelmanagerin sprach die beiden an und informierte sie, dass das Hotel komplett geschlossen werde.

Auf eine Rückfrage beim Reiseveranstalter hin, wurden die Deutschen als „Panikmacher“ abgestempelt. Doch noch während dieses Telefonats stand wieder die Hotelmanagerin vor ihm: Sie sollten umgehend die Koffer packen und in die Lobby kommen, sie würden evakuiert. Mit dem Taxi ging es dann ins „Melia Caribe Tropical“. Dort wurde ein großes Kino zum Evakuierungsraum umfunktioniert. Genau dort liegen die Groths nun zusammen mit 400 anderen Menschen und warten darauf, dass der Hurrikan vorbeizieht.

Ausdrücklich loben die beiden ihre neue Unterkunft: „Hier lief alles super entspannt ab – keine Panik, keine Hektik. Jeder Mitarbeiter hat ein Lächeln auf der Backe und versucht, bei jedem Wunsch zu helfen. Obwohl die Angestellten teilweise auch seit Stunden keinen Kontakt zu ihren Familien haben!“

Auf jeden Fall bis nach Mittag sollen die Siegerländer noch dort bleiben, da sich der Hurrikan kaum bewegt. Vor den Hoteltüren hat sich bereits Verwüstung breit gemacht. Es sei, so der Hotelmanager, „wirklich böse“. Am 24. September endet der Urlaub von Benjamin und Olimpia Groth – und hoffentlich schon bald der Alptraum „Maria“.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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