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Weihnachtsgottesdienste der Region
Singen mit Mund-Nasen-Schutz

Gesang gehört für viele zum Gottesdienst und vor allem zu Weihnachten dazu. Jetzt steht fest: Es darf gesungen werden, wenn auch mit Maske.
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gro Siegen. Der Gottesdienst ist fast zu Ende. Von der Empore kommen Orgelklänge, energisch, laut, erhebend. „O du fröhliche“ wird angestimmt. Egal ob groß oder klein, alt oder jung – jeder singt mit. Denn für viele gehören Weihnachtslieder zu einem Gottesdienst an Heiligabend dazu, fast so wie der Entenbraten auf dem Tisch.
Stille Nacht wird wieder laut
Jetzt gibt es gute Nachrichten für alle Fans von „Stille Nacht“ und „Stern über Bethlehem“: Trotz Corona-Pandemie darf im Gottesdienst gesungen werden. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch: Die Maske muss aufbleiben.

Doch auch hier kann jede Gemeinde eigene Regeln aufstellen. Je nachdem wie die Lage vor Ort sei. „Ich weiß jedoch von keiner Gemeinde, die dies nicht so handhabt“, sagt der Superintendent des Ev.

gro Siegen. Der Gottesdienst ist fast zu Ende. Von der Empore kommen Orgelklänge, energisch, laut, erhebend. „O du fröhliche“ wird angestimmt. Egal ob groß oder klein, alt oder jung – jeder singt mit. Denn für viele gehören Weihnachtslieder zu einem Gottesdienst an Heiligabend dazu, fast so wie der Entenbraten auf dem Tisch.

Stille Nacht wird wieder laut

Jetzt gibt es gute Nachrichten für alle Fans von „Stille Nacht“ und „Stern über Bethlehem“: Trotz Corona-Pandemie darf im Gottesdienst gesungen werden. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch: Die Maske muss aufbleiben.

Doch auch hier kann jede Gemeinde eigene Regeln aufstellen. Je nachdem wie die Lage vor Ort sei. „Ich weiß jedoch von keiner Gemeinde, die dies nicht so handhabt“, sagt der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Siegen, Peter-Thomas Stuberg. Wer einen Gottesdienst besuchen will, sollte demnach an eine FFP2-Maske denken.

Der Rauch steht lange in der Luft

Wie wichtig der Mund-Nasen-Schutz wirklich ist, wissen Paul Fiedler, Leitender Oberarzt der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Kreisklinikum Siegen, und Dr. Andreas Farnschläder, Leitender Hygienebeauftragter Arzt des St.-Marien-Krankenhauses Siegen. „Beim Singen ist der Atemweg Teil des ‚Instrumentes‘. Dabei entstehen Flüssigkeitspartikel, die als Aerosol in besonderer Weise verbreitet werden und sich lange in der Luft halten“, weiß Farnschläder. Dazu gebe es inzwischen mehrere Studien, die besagen, dass sich bei Chorproben die Aerosole im gesamten Raum verbreiten, wenn keine Masken getragen werden.

Der Mund-Nasen-Schutz alleine sei jedoch nicht unbedingt ausreichend. „Die Verteilung der Aerosole hängt auch von den örtlichen Gegebenheiten ab, sprich: Wie groß ist der Chor, steht er exponiert, wie ist die Lüftung und so weiter“, verrät Fiedler. Demnach ist es laut der Mediziner wichtig auch andere Hygienemaßnahmen und Regeln umzusetzen. Neben dem Abstand sei vor allem das bekannte Lüften sinnvoll, um einen Luftaustausch herbeizuführen. „Die Lüftbarkeit von Kirchen ist jedoch eher beschränkt“, glaubt Farnschläder. Dies könne man gut beim Weihrauch beobachten. „Der Rauch steht meistens lange in der Luft.“

Durch Singen entsteht eine Gemeinschaft

Stuberg und viele weitere Geistliche aus der Region freuen sich über die Weihnachtsmessen mit Gesang. „Fakt ist, als wir im vergangenen Jahr nicht singen durften, hat der Gemeinde etwas Entscheidendes gefehlt. Der Gesang ist einfach unerlässlich.“ Durch das Singen entstehe eine Gemeinschaft – etwas Verbindendes. „Gerade in Zeiten wie diesen bringt das Singen eine in zwei geteilte Gesellschaft wieder zusammen“, findet Stuberg und betont weiter: „Eigentlich kann man die Wichtigkeit gar nicht in Worte fassen.“

Aber warum singen wir eigentlich im Gottesdienst? „Das haben wir den Engeln zu verdanken“, so Stuberg. Im Lukas- Evangelium heißt es, dass ein Engel-Chor hinzutritt und den Hirten auf dem Feld von Jesus Geburt erzählt. „Das war wie Musik in ihren Ohren.“

Autor:

Sarah Groos

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