Kleine Umfrage zum Lockdown
Sinnvoll oder nicht? Sichtweisen gehen weit auseinander

Zum zweiten Lockdown gibt es unterschiedliche Meinungen.
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ap/sabe Siegen. Das Thema Lockdown wird überall heiß diskutiert – sei es in den Medien, unter den Gastronomen oder von der Bevölkerung. Während die einen Verständnis für die jüngst getroffenen politischen Entscheidungen haben, gibt es andere, bei denen die Akzeptanz mehr und mehr schwindet.
Lawinenartig erreichte die SZ auf den sozialen Plattformen eine Flut an Stimmen, die kontrastvoll die erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens diskutier(t)en.

In einer nicht repräsentativen Kurzumfrage gaben via Instagram 256 Nutzer (47 Prozent) den Maßnahmen ihre Zustimmung, 292 (53 Prozent) gingen mit den wiederholten Einschnitten nicht d’accord.
Lässt sich in den Straßen der Krönchenstadt ein ähnliches Stimmungsbild zeichnen? Im Rahmen einer Straßenumfrage wollte die SZ von den Passanten wissen: Was denken Sie über den zweiten Lockdown? Sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt?

  • Natürlich gibt es immer Stimmen und auch Zweifel, ob die Beschlüsse der Regierung zu streng sind. Aber die Lage ist mittlerweile einfach zu ernst, um sie herunterzuspielen. (Rüdiger Schäfer, Kreuztal)
  • Ich finde die Maßnahmen schon gerechtfertigt. Man hätte aber viel eher agieren müssen. In den Herbstferien sind noch viele Familien in den Urlaub gefahren. Das hätte man da schon anders regeln sollen. (Lisa Laqua, Siegen)
  • Durch das Verhalten der Menschen musste es so kommen. Wir müssen jetzt alles zurückfahren, um an Weihnachten eventuell noch einmal etwas Normalität zurückzubekommen. Dadurch, dass sich zu viele Leute zu schnell sicher gefühlt haben, sind sie unvorsichtig geworden und haben somit die Welle weiter fortgeführt. Natürlich ist es blöd, dass man nichts unternehmen darf, aber da müssen wir alle gemeinsam durch, sonst wird es nur noch schlimmer. Ich bin für einen zweiten Lockdown und mache es mir zu Hause gemütlich. (Nathalie Laqua, Wilden)
  • Bei so viel Unvernunft blieb der Regierung doch nichts anderes übrig. Schade finde ich aber, dass jetzt die Restaurants und das Apollotheater darunter leiden müssen, obwohl die sich so viel Mühe gegeben haben, einen Infektionsschutz zu gewährleisten. (Gertrud Ohrendorf, Siegen)
  • Also ich halte es definitiv für gerechtfertigt und verhältnismäßig. Mein Eindruck ist, dass viele regelfaul geworden sind. Es liegt jetzt an jedem Einzelnen, was zukünftig aus den steigenden Corona-Zahlen wird. Für die Gastronomie hier in Siegen finde ich es allerdings schlimm. Nach meinem Kenntnisstand wurden dort alle Schutzmaßnahmen und Regeln eingehalten. Mir ist auch nicht bekannt, dass dort irgendwo ein Ausbruch war. Ich sehe die Problematik eher in den privaten Treffen und Feiern. (Farouk Löschmann, Siegen)
  • Wenn man die Anzahl der Infektionen betrachtet, ist ein Lockdown schon sinnvoll. Aber vor allem für die Veranstaltungsbranche ist das sehr bitter. Irgendwann sind die Reserven einfach auch mal aufgebraucht. (Adam Jendoubi, Siegen)
  • Ich glaube, wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Die Leute, die sich bislang nicht an die Vorgaben gehalten haben, werden sich auch sicher jetzt nicht daran halten. Daran ändert auch ein Lockdown nichts. (Hanna Steinseifer, Siegen)
  • Ich finde den Lockdown unsinnig. In einem Restaurant sitzt man meistens mit Leuten zusammen, die man kennt. In der Uni ist das zum Beispiel ganz anders. Es werden einfach die falschen Orte geschlossen. (Lea Rauscher, Siegen)
  • Was ist mit all den Kindergärten und Schulen? Wieso bleiben die geöffnet und Restaurants mit stimmigen Hygienekonzepten und einer guten Nachverfolgung müssen zumachen? Warum dürfen Frisöre weiter arbeiten und Kosmetiker oder Tätowierer müssen ihre Studios schließen? Und wie will die Stadt denn eigentlich kontrollieren, dass sich die Treffen nicht stattdessen nach Hause verlagern? Ich verstehe den Sinn hinter den neuen Verordnungen einfach nicht. (Lisa-Marie Benfer, Weidenau)
Zum zweiten Lockdown gibt es unterschiedliche Meinungen.
256 Nutzer haben an der SZ-Umfrage auf Instagram teilgenommen. Mit den notwendigen Einschränkungen können sich nicht alle anfreunden.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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