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Bezahlen mit Handy erfreut sich steigender Beliebtheit
Smartphone statt Scheine

Bargeld oder Smartphone? Immer häufiger wird auch an den Kassen in der Region das Handy gezückt, um die Rechnung zu begleichen. Bei der Sparkasse Siegen hat sich beispielsweise die Anzahl der Kunden, die mit dem Smartphone zahlen, 2020 mehr als verdreifacht.
  • Bargeld oder Smartphone? Immer häufiger wird auch an den Kassen in der Region das Handy gezückt, um die Rechnung zu begleichen. Bei der Sparkasse Siegen hat sich beispielsweise die Anzahl der Kunden, die mit dem Smartphone zahlen, 2020 mehr als verdreifacht.
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juka Siegen. Es ist ein Trend, den es nicht erst seit der Corona-Pandemie gibt, der aber durch die Krise noch einmal deutlich verstärkt wurde: der Wandel weg vom Bargeld hin zum bargeldlosen bezahlen. Nicht nur, dass Supermärkte darum bitten, möglichst kontaktlos zu zahlen, auch bei den Menschen selbst sind die alternativen Möglichkeiten immer stärker verankert.
Neuer Technik gegenüber aufgeschlossenerSo ist die Zahl der Bezahlungen mithilfe der Karte deutschlandweit 2020 stark gestiegen, aber auch das Smartphone als Mittel zur Geldübertragung immer mehr in den Fokus gerückt. „Grundsätzlich steigt die Bereitschaft der Kunden, neue Zahlungsmethoden, zu denen auch die Zahlung mit dem Handy gehört, zu verwenden“, erklärt Jan Zanger, Leiter Payment bei der Volksbank in Südwestfalen.

juka Siegen. Es ist ein Trend, den es nicht erst seit der Corona-Pandemie gibt, der aber durch die Krise noch einmal deutlich verstärkt wurde: der Wandel weg vom Bargeld hin zum bargeldlosen bezahlen. Nicht nur, dass Supermärkte darum bitten, möglichst kontaktlos zu zahlen, auch bei den Menschen selbst sind die alternativen Möglichkeiten immer stärker verankert.

Neuer Technik gegenüber aufgeschlossener

So ist die Zahl der Bezahlungen mithilfe der Karte deutschlandweit 2020 stark gestiegen, aber auch das Smartphone als Mittel zur Geldübertragung immer mehr in den Fokus gerückt. „Grundsätzlich steigt die Bereitschaft der Kunden, neue Zahlungsmethoden, zu denen auch die Zahlung mit dem Handy gehört, zu verwenden“, erklärt Jan Zanger, Leiter Payment bei der Volksbank in Südwestfalen. „Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Menschen der Technik heute ein ganzes Stück aufgeschlossener gegenüberstehen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war“, fügt Zanger an. Auch in den Zahlen schlägt sich diese Beobachtung nieder. Im Vergleich zwischen dem 1. und 4. Quartal 2020 habe sich die Anzahl der kontaktlosen Zahlungen bei der Volksbank in Südwestfalen nahezu verdoppelt. „Gut zwei Drittel der Zahlungen sind mit der Karte, etwa ein Drittel ist mit mobilen Endgeräten erfolgt“, so der Leiter Payment.

Bezahlungen immer nachvollziehbar

Bei der Sparkasse Siegen liegt auch schon der Vergleich zwischen 2019 und 2020 vor. Die Anzahl der Kunden, die ihre Karte auf mobilen Geräten wie dem Handy oder der Uhr nutzen, sei im vergangenen Jahr verdreifacht worden, die Zahl der Transaktionen sei sogar um über das 4,5-Fache gestiegen. „Diese Methode wird immer beliebter“, ist sich auch die Sparkasse sicher. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. „Das Smartphone hat man, neben dem Haustürschlüssel, fast immer dabei“, weiß Zanger. „Das Handy wird einfach vor das Kassenterminal gehalten, und der Einkauf ist bezahlt. Schneller und hygienischer geht es kaum“, spricht Zanger auch einen in der Pandemie nicht unwichtigen Ansatz an.
„Digitalen Zahlverfahren wird manchmal vorgeworfen, dass man dabei nicht sieht, wohin das Geld geht, im Gegensatz zum Bargeld, das man ausgibt. Im Grunde ist jedoch das Gegenteil der Fall. Bei digitalen Bezahlarten sehen die Kunden auf ihrem Konto immer ganz genau, was wofür ausgegeben wurde“, führt Stefanie Schierling, Pressesprecherin der Sparkasse Siegen, aus.

Vorsicht: Entsperrcode ist mit PIN vergleichbar

Doch Vorsicht ist auch bei dieser Methode geboten, Leichtsinn verbietet sich. „Falls man den Entsperrcode zum Freigeben von Zahlungen nutzt, sollt man bedenken, dass dieser mit der PIN der Girokarte vergleichbar ist“, warnt David Riechmann, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei der Verbraucherzentrale NRW. Zudem rät Riechmann, Updates immer zeitnah auszuführen und beim Verlust des Gerätes daran zu denken, die hinterlegten Karten sperren zu lassen. Zudem gebe es auch noch Händler, die keine Kreditkarten akzeptieren oder allgemein keine kontaktlose Zahlung anbieten. Und dann merkt Riechmann noch einen Punkt an, der besonders derzeit nicht unwichtig erscheint. „Den Einkaufswagen bekommt man mit dem Smartphone nicht gelöst.“ Auch wenn der Trend immer mehr zur bargeldlosen Bezahlung geht, sollte man die ein oder andere Münze also auch weiterhin in der Tasche haben.

Nutzung funktioniert über die App Um mit dem Smartphone bezahlen zu können, benötigen die Kunden der meisten Kreditinstitute die dazugehörige App der Bank. Dort können dann beispielsweise die Debit- und Kreditkarte hinterlegt und mit der TAN bestätigt werden. Um schließlich im Geschäft bezahlen zu können, muss die „Nahfeldkommunikation (NFC)“ aktiviert werden, um den Zahlungsvorgang zu ermöglichen. Apple-Nutzer können das Angebot über „Apple Pay“ nutzen. Auch hier werden die gewünschten Konten auf dem Handy hinterlegt und können zur Zahlung genutzt werden. Genaue Informationen zu den spezifischen Vorgängen und Geräten gibt es auf den jeweiligen Internetseiten der Banken.
Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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