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Lieferkette der Corona-Impfstoffe
So kommt das Vakzin ins Impfzentrum und zum Hausarzt

Schnell rein in den Kühlcontainer: Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, muss der Impfstoff ruck-zuck vom Lkw ins kalte Zwischenlager.
  • Schnell rein in den Kühlcontainer: Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, muss der Impfstoff ruck-zuck vom Lkw ins kalte Zwischenlager.
  • Foto: rege
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

rege Siegen. Anspruchsvolle Temperaturbereiche, tonnenweise Trockeneis, doppelte Sicherheitsvorkehrungen – es gibt sicher Leichteres als Impfstoff gegen Covid-19 weltweit zu den Menschen zu bringen. Die SZ versucht an dieser Stelle aufzuzeigen, welchen Weg der Impfstoff hinter sich hat, ehe der Piks bei Impfwilligen aus Plittershagen, Werthenbach oder Alertshausen erfolgen kann.
AstraZeneca, Moderna sowie Johnson & Johnson
Herstellung: Die Vakzine werden in den europäischen Werken der Impfstoff-Produzenten hergestellt. AstraZeneca hat Werke in Großbritannien, Schweden, Belgien und den Niederlanden. Moderna produziert in der Schweiz und in Frankreich, Johnson & Johnson ist in Spanien tätig.

rege Siegen. Anspruchsvolle Temperaturbereiche, tonnenweise Trockeneis, doppelte Sicherheitsvorkehrungen – es gibt sicher Leichteres als Impfstoff gegen Covid-19 weltweit zu den Menschen zu bringen. Die SZ versucht an dieser Stelle aufzuzeigen, welchen Weg der Impfstoff hinter sich hat, ehe der Piks bei Impfwilligen aus Plittershagen, Werthenbach oder Alertshausen erfolgen kann.

AstraZeneca, Moderna sowie Johnson & Johnson

Herstellung: Die Vakzine werden in den europäischen Werken der Impfstoff-Produzenten hergestellt. AstraZeneca hat Werke in Großbritannien, Schweden, Belgien und den Niederlanden. Moderna produziert in der Schweiz und in Frankreich, Johnson & Johnson ist in Spanien tätig.

Arbeit am bundesweiten Drehkreuz für Corona-Impfstoff

Erste Etappe: Nachdem der Impfstoff produziert wurde, beginnt die länderübergreifende Reise gen Siegen. An der Bundesgrenze übernimmt die Bundespolizei die Eskortierung der Lastwagen. Als Ziel der ersten Etappe geben die Lkw-Fahrer die Artland-Kaserne in Quakenbrück in ihr „Navi“ ein.

Zwischenstation: Es gibt unterschiedliche Abnehmer, die mit Impfstoff versorgt werden: die Impfzentren (über die Bundesländer); die Hausärzte (über den pharmazeutischen Großhandel); die Bundesbehörden (z. B. Ministerien, Zoll, Bundespolizei, Bundeswehr). Die „Portionierung“ für die einzelnen Bereiche wird in Quakenbrück vorgenommen.

Zweite Etappe: Weitertransport der Impfstoffe zu den Verteilzentren der 16 Bundesländer und zu elf pharmazeutischen Großhändlern. Ein Kleintransporter des Transport- und Logistikunternehmens Hellmann macht sich auf den Weg nach Düsseldorf bzw. Mainz zu den dortigen Landes-Zentrallagern.

Dritte Etappe: Für die „letzte Meile“ ist in Nordrhein-Westfalen der Logistikdienstleister Kühne + Nagel zuständig. Die Impfdosen werden in kleinere Mengen umgepackt und täglich mit Polizeischutz, nun der Landespolizei, an 53 Impfzentren sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens in NRW verteilt. Die pharmazeutischen Großhändler bedienen die Apotheken, die in diesem Fall – als vierte Etappe dieser Lieferkette – die Hausärzte beliefern.

Ziel: Die großen Hoffnungsträger, die in Wirklichkeit ganz klein sind, haben ihr Ziel erreicht. Die Zeit ist reif für den „Piks“ im Impfzentrum in Siegen oder bei einem der heimischen Hausärzte – endlich können die „Heilsbringer“ ihre Wirkung entfalten.

Biontech/Pfizer

Herstellung und Auslieferung: Das deutsche Biotechnologieunternehmen produziert in Mainz, Marburg, Brehna (Sachsen-Anhalt) und Reinbek (Schleswig-Holstein). Von den vier deutschen Werken wird der Impfstoff zunächst ins eigene Zentrallager von Biontech/Pfizer und anschließend zu den Verteilzentren der Bundesländer bzw. dem pharmazeutischen Großhandel transportiert. Von dort geht es mit den anderen drei Impfstoffen wie oben bereits erwähnt auf die „Zielgerade“.

Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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