SZ

Geimpft, getestet, genesen
So läuft die Corona-Kontrolle in heimischen Betrieben

Nick Schirmer vom Naschwerk in Siegen fragt jeden Gast nach einem Nachweis. Nur Geimpfte, Genesene und Getestete Personen dürfen sich im Innenraum aufhalten.
  • Nick Schirmer vom Naschwerk in Siegen fragt jeden Gast nach einem Nachweis. Nur Geimpfte, Genesene und Getestete Personen dürfen sich im Innenraum aufhalten.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

gro Siegen/Netphen. Eigentlich ist alles simpel und überschaubar. Geimpft, getestet, genesen: Nur wer eines dieser Kriterien erfüllt und auch den Nachweis dafür mitbringt, darf eine Gaststätte von innen betreten. Auch in Fitnessstudios, Schwimmbädern und Hotels wird seit Freitag wieder kontrolliert – aber ist dies für die Betriebe überhaupt machbar?

Die SZ hat sich

gro Siegen/Netphen. Eigentlich ist alles simpel und überschaubar. Geimpft, getestet, genesen: Nur wer eines dieser Kriterien erfüllt und auch den Nachweis dafür mitbringt, darf eine Gaststätte von innen betreten. Auch in Fitnessstudios, Schwimmbädern und Hotels wird seit Freitag wieder kontrolliert – aber ist dies für die Betriebe überhaupt machbar?

Die SZ hat sich bei einigen Gastronomiebetrieben, Hallenbädern und Fitnessstudios aus der Region umgehört. Der Großteil ist sich einig: Die Kontrolle der drei Kriterien ist mittlerweile fast schon zur Routine geworden und stellt in den meisten Fällen keine größeren Probleme dar.

Naschwerk in Siegen berichtet von zuvorkommenden
Gästen

„Die Gäste sind in der Regel sehr zuvorkommend und bieten einem die Nachweise von allein an“, so Maxi Mauritz, Betriebsleiterin des Naschwerks in Siegen. Ein Vorteil sei auch, dass man die Leute, die keine Nachweise dabei haben, auf die Terrasse setzen könne. „Die neue Regelung ist ja auch noch sehr frisch, sodass ich glaube, dass spätestens Ende der Woche jeder mitbekommen hat, dass wir in der Innengastronomie wieder kontrollieren müssen“, hofft Mauritz. Im Naschwerk wird der Nachweis erst am Platz gefordert. „Die Gäste nehmen normal Platz. Wir begrüßen sie freundlich und fragen nach den Nachweisen. Ich denke, dass Fingerspitzengefühl und Freundlichkeit bei diesem Thema ganz wichtig sind“, weiß die Betriebsleiterin.

Keine Kontaktnachverfolgung mehr im Restaurant

Hammerhütte Siegen bei der Corona-Kontrolle routiniert

Auch Angelina Müller, Restaurantleitung der Hammerhütte in Siegen, sieht in der neuen Regelung kein großes Problem. „Wir sind doch mittlerweile alle routiniert. Nicht nur das Personal, sondern auch die Gäste“, betont Müller. In der Hammerhütte weise ein Schild am Eingang darauf hin, dass seit Freitag wieder Nachweise erbracht werden müssen. „Der Großteil unserer Gäste wartet am Eingang auf das Personal. Wir kontrollieren dann schnell und bringen die Leute zu ihren Plätzen“, so die Restaurantleitung. Natürlich komme es hier und da auch schon mal vor, dass Gäste dafür kein Verständnis hätten. „Aber solche Ausnahmefälle gibt es immer. Das ist normal“, findet Müller.

Dehoga Westfalen lobt neue Corona-Schutzverordnung

Lars Martin von der Dehoga Westfalen sieht die neue Regelung als gute Lösung an: „Das ist jetzt der saure Apfel, in den wir beißen müssen. Dafür haben wir die Sicherheit, dass die Betriebe offen bleiben können.“ Es überwiege demnach die Zufriedenheit darüber, dass man zunächst so etwas wie Planungssicherheit habe. „Dennoch darf man nicht vergessen, dass es in vielen Bereichen der Gastronomie immer noch einen Personalmangel gibt“, so Martin. Das Kontrollieren sei mit zusätzlichem Aufwand verbunden, sodass es in einigen Betrieben – mit wenig Mitarbeitern – durchaus stressig werden könne. „Aber ich bin überzeugt davon, dass sowohl das Personal als auch die Gäste mittlerweile daran gewöhnt sind“, glaubt der Gastronomieexperte. Der Ablauf gehe viel schneller, auch weil mittlerweile vieles digitalisiert sei. „Zusätzlich fällt ja jetzt die Kontaktnachverfolgung weg, was wir schon vor langer Zeit gefordert haben. Dies spart natürlich wiederum Zeit“, fügt Lars Martin hinzu.

Auch andere Bereiche haben sich schon vor Wochen auf diese Situation vorbereitet. „Wir arbeiten schon lange mit einem neuen System, damit die Eingangskontrolle problemlos und schnell abläuft“, so Leah Damm, Sport- und Fitnesskauffrau im N-Flow Fitnessstudio in Netphen. Mit der Mitgliedskarte müsse sich der Kunde am Eingang einloggen. „Hier sind alle wichtigen Information drauf gespeichert. Auch ob jemand geimpft, genesen oder Schüler ist. Wenn dies nicht der Fall ist, leuchtet ein Button rot auf“, erklärt die Sport- und Fitnesskauffrau. Dann müsse der Besucher einen Testnachweis vorzeigen. „Mit dem neuen System klappt es super. Jetzt ist es beispielsweise auch nicht mehr so stressig für uns, wenn mal viele Leute gleichzeitig im Studio trainieren“, fügt Damm hinzu.

Autor:

Sarah Groos

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