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Tankstellen, Supermärkte, ÖPNV
So passt sich Siegen-Wittgenstein der Ausgangssperre an

So belebt wie hier ist der ZOB zu später Stunde im Moment nicht. Wegen der Ausgangsbeschränkungen sind die Nachtbuslinien N1 bis N6 derzeit nicht im Einsatz und auch der hiesige Lebensmittelhandel sowie Tankstellen haben ihre Öffnungszeiten angepasst.
  • So belebt wie hier ist der ZOB zu später Stunde im Moment nicht. Wegen der Ausgangsbeschränkungen sind die Nachtbuslinien N1 bis N6 derzeit nicht im Einsatz und auch der hiesige Lebensmittelhandel sowie Tankstellen haben ihre Öffnungszeiten angepasst.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ap/gro Siegen. Wegen der für Siegen-Wittgenstein erlassenen Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr ist die Krönchenstadt nachts wie leergefegt. Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte reagieren auf die Ausgangssperre mit begrenzten Öffnungszeiten. Und auch im öffentlichen Nahverkehr gibt es Einschränkungen. Die Siegener Zeitung gibt einen Überblick.
TankstellenDie hiesigen Tankstellen passen ihre Öffnungszeiten den Zeiten der nächtlichen Ausgangssperre an. Laut einiger Betreiber rentiert es sich wegen der wenigen Kundschaft nicht, die Filialen nach 21 Uhr weiterhin zu besetzen. Ausnahme sind aber 24-Stunden-Tankstellen: „Wir haben viele Kunden, die auch nachts zur Arbeit müssen. Egal ob Polizei, Krankenhaus oder Feuerwehr.

ap/gro Siegen. Wegen der für Siegen-Wittgenstein erlassenen Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr ist die Krönchenstadt nachts wie leergefegt. Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte reagieren auf die Ausgangssperre mit begrenzten Öffnungszeiten. Und auch im öffentlichen Nahverkehr gibt es Einschränkungen. Die Siegener Zeitung gibt einen Überblick.

Tankstellen

Die hiesigen Tankstellen passen ihre Öffnungszeiten den Zeiten der nächtlichen Ausgangssperre an. Laut einiger Betreiber rentiert es sich wegen der wenigen Kundschaft nicht, die Filialen nach 21 Uhr weiterhin zu besetzen. Ausnahme sind aber 24-Stunden-Tankstellen: „Wir haben viele Kunden, die auch nachts zur Arbeit müssen. Egal ob Polizei, Krankenhaus oder Feuerwehr. Sie sind auf uns angewiesen“, berichtet Stefan Schlüter von der Esso-Tankstelle an der Weidenauer Straße. Reich werden könne man in der nächsten Zeit jedoch sicherlich nicht, so Schlüter.

Supermärkte

Auch die Supermärkte passen ihre Öffnungszeiten an die Ausgangsbeschränkungen an. Lebensmittelshopping zu später Stunde ist im Stadtgebiet seit Samstag nicht mehr möglich. „Wir haben, wie viele andere Märkte auch, unsere Zeiten angepasst. Wir schließen um 21 Uhr. Bis jetzt haben das auch alle Kunden verstanden“, sagt Florian Klaas, stellv. Marktleiter des Rewe-Marktes Petz in Netphen. Zudem schließen Märkte wie Edeka Haupt, Realmarkt oder Kaufland, die normalerweise auch nach 21 Uhr noch geöffnet haben, zur Sperrstunde ihre Pforten. Die Öffnung der Geschäfte wurden jedoch teilweise angepasst: So ist das Einkaufen im Kaufland an der Hagener Straße jetzt beispielsweise eine halbe Stunde früher als sonst möglich.

Öffentlicher Nahverkehr

Die Nachtbuslinien N1 bis N6 sind derzeit nicht im Einsatz (die SZ berichtete). Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Kreis und der Bezirksregierung Arnsberg getroffen, erklärt Stephan Degen, Leiter Verkehrswirtschaft der Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS). „Alle anderen Busse fahren aber ganz normal”, betont VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann. Fahrgäste könnten demnach auch nach der Sperrzeit noch den ÖPNV für den Weg von und zu der Arbeitsstätte nutzen.

„Das ist eine echte Grauzone”, räumt Degen ein. Denn prinzipiell müsse jeder Fahrgast gefragt werden, ob er privat oder beruflich unterwegs ist. Mit einem „nennenswerten“ finanziellen Schaden wegen des Ausfalls der Nachtbusse rechnet der VWS-Leiter aber nicht – auch wenn das Busunternehmen seit Beginn der Pandemie deutliche Fahrgastrückgänge und Einnahmeausfälle zu verzeichnen habe. „Gegenüber 2019 liegt der Rückgang beim gesamten Fahrgastaufkommen im Jahr 2020 bei knapp 25 Prozent“, erklärt Degen auf SZ-Anfrage.

Die Einnahmenausfälle aller Verkehrsunternehmen im Teilraum Westfalen-Süd beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 5 Millionen Euro, so der Verkehrswirtschafts-Leiter – Tendenz steigend. Ein Grund für die sinkende Nutzung des ÖPNV: fehlende Berufspendler.
(Teil-)Beträge an Monats- oder Jahreskartenbesitzer im Homeoffice würden durch die VWS aber nicht gezahlt, teilt Degen auf SZ-Anfrage mit. „Wir haben die Tarifbestimmungen anzuwenden, und da ist im Moment keine Rückerstattung vorgesehen.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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