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Vier Pfoten im (Probe-)Einsatz
So schlägt sich Polizeihundanwärterin Freya

Neugierig und aufgeregt schaut sich Malinois-Hündin Freya um, hat die Ohren immer gespitzt. Ihr entgeht nichts – perfekte Voraussetzungen für einen Job bei der
Polizei, wie Traineranwärter Ioannis Shinas erklärt.
  • Neugierig und aufgeregt schaut sich Malinois-Hündin Freya um, hat die Ohren immer gespitzt. Ihr entgeht nichts – perfekte Voraussetzungen für einen Job bei der
    Polizei, wie Traineranwärter Ioannis Shinas erklärt.
  • Foto: Alexandra Pfeifer
  • hochgeladen von Michael Sauer

ap Weidenau. Als Freya ihn auf die getönte Heckscheibe zukommen sieht, legt sich bei ihr direkt ein Schalter um. Lautes Bellen, große Aufregung. Offensichtlich kann es gar nicht schnell genug gehen. Kaum hat Ioannis Shinas den hohen Kofferraum geöffnet, springt sie zu Boden und voller Tatendrang in ihre kurze Leine. Die Hündin weiß genau, dass jetzt etwas Spannendes passiert.

Seit mehreren Monaten spielt ihr uniformierter Halter von der Kreispolizeibehörde diese Situation mit Freya immer wieder durch. Denn Übungen und Wiederholung sind fester Bestandteil ihrer Ausbildung zum Diensthund – und zwar von Anfang an. Mit nur zwölf Wochen kam die Malinois-Hündin aus der landeseigenen Zucht in Schloss Holte-Stukenbrock zu dem Polizisten und fand dort ein neues Zuhause.

ap Weidenau. Als Freya ihn auf die getönte Heckscheibe zukommen sieht, legt sich bei ihr direkt ein Schalter um. Lautes Bellen, große Aufregung. Offensichtlich kann es gar nicht schnell genug gehen. Kaum hat Ioannis Shinas den hohen Kofferraum geöffnet, springt sie zu Boden und voller Tatendrang in ihre kurze Leine. Die Hündin weiß genau, dass jetzt etwas Spannendes passiert.

Seit mehreren Monaten spielt ihr uniformierter Halter von der Kreispolizeibehörde diese Situation mit Freya immer wieder durch. Denn Übungen und Wiederholung sind fester Bestandteil ihrer Ausbildung zum Diensthund – und zwar von Anfang an. Mit nur zwölf Wochen kam die Malinois-Hündin aus der landeseigenen Zucht in Schloss Holte-Stukenbrock zu dem Polizisten und fand dort ein neues Zuhause.

„Aktuell ist Freya in allen Bereichen überdurchschnittlich gut.“
Ioannis Shinas
Diensthundeführer

Spielerisch lernte die junge Hündin ihre neue Umgebung sowie ganz grundlegende Gehorsamsübungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“ kennen. „Ganz normal mit einem Klicker, so wie in jeder Hundeschule“, erklärt Shinas. Mittlerweile wird Freya aber auch in andere Bereiche eingeführt: Sie hilft beispielsweise bei der Durchsuchung von Wohnungen und Gebäuden oder dabei, versteckte Personen aufspüren, flüchtende Täter zu stellen und bei Gewaltdelikten Angriffe auf eingesetzte Polizeikräfte verhindern. „Mit ihrer Hilfe kommt man deutlich schneller zum Erfolg“, weiß der Polizeihundeführer.

Polizeihundanwärterin Freya: Ausbildung bei Mensch und Tier

Doch nicht nur von ihm kann Freya noch einiges lernen: Neben Traineranwärter Shinas ist auch Odin, ein holländischer Herder und ausgebildeter Schutzhund, für ihre Ausbildung zuständig. Und bisher schlägt sich die angehende Diensthündin dabei richtig gut.

Was macht ein Polizei-Diensthund

Die Diensthunde der NRW-Polizei sind ein vielseitiges Einsatzmittel und eine wertvolle Unterstützung in verschiedensten Einsatzlagen. Derzeit arbeiten in den Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 305 Hunde.

Mithilfe der menschlichen Hundeführer werden die Diensthunde zunächst auf ihren Einsatz als Schutzhund vorbereitet. Nach ihrer Erstzertifizierung können geeignete Hunde auch als Spürhunde weiter fortgebildet und zusätzlich für die Suche nach Rauschgift, Sprengstoffen, genutzten Schusswaffen, Bargeld, Datenspeichern sowie Personen eingesetzt werden.

Die Diensthunde der Kreispolizeibehörden kommen aber insbesondere bei der täglichen Polizeiarbeit zum Einsatz. Auch bei größeren Tumulten oder gewaltbereiten Gruppen können die Tiere oft allein durch ihre Präsenz präventiv wirken.

Zusätzlich werden die Hundeführer mit ihren Diensthunden bei besonderen Anlässen zusammen mit Kräften der Bereitschaftspolizei eingesetzt, etwa bei Fußballspielen. Sie trennen oder begleiten Störer, sperren Abschnitte und verhindern Übergriffe. Quelle: Polizei

„Aktuell ist Freya in allen Bereichen überdurchschnittlich gut“, zeigt sich der stellv. Staffelleiter sichtlich stolz und zuversichtlich, dass die Hundedame die anstehende Zwischenprüfung im November sowie wie die abschließende Diensthundeprüfung ein Jahr später erfolgreich bestehen wird.

Denn Freya erfüllt das Gesamtpaket: „Sie ist offen, trieblich veranlagt und hat eine hohe Motivation für Futter und Beute“, zählt der Diensthundeführer und Traineranwärter ihre Vorzüge auf. Und auch die körperlichen Voraussetzungen bringt die knapp einjährige Malinois-Hündin allesamt mit. Bei ihrem Vorgänger war das anders.

Polizeihundanwärterin Freya: So geht es nach der Prüfung weiter

„Letzten Endes hatte Tequila nicht genug Motivation, um mich im Dienst zu schützen“, erklärt Shinas. Komplett ausrangiert wurde der Hund deshalb aber nicht, wie der Polizist verrät: „Er hatte eine gute Nase und ist nun als geprüfter Flächenspürhund mit einer Kollegin unterwegs.“ Und was passiert mit Freya, nachdem sie alle Prüfungen erfolgreich bestanden hat?

„Sie wird nach ihrer Ausbildung im Prinzip nichts anderes machen als jetzt“, lächelt Shinas. „Bis dahin hat sie die Kommandos und Abläufe nur noch mehr vertieft“. Sie werde dann jedoch an der Seite eines anderen Kollegen im Einsatz sein. „Natürlich ist das eine doofe Situation, den Hund zwei Jahre auszubilden und dann an jemand anderen zu übergeben“, gesteht ihr derzeitiger Halter Ioannis Shinas. „Aber Freya bleibt ja innerhalb der Behörde.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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