SZ

2-G-Regel im Einzelhandel
So sehen die Konzepte bei Siegener Händlern aus

Insbesondere eine Frage rückt bei den Einzelhändlern in den Fokus: Wie sollen gerade kleinere Geschäfte die Einhaltung der 2-G-Regelung kontrollieren?
  • Insbesondere eine Frage rückt bei den Einzelhändlern in den Fokus: Wie sollen gerade kleinere Geschäfte die Einhaltung der 2-G-Regelung kontrollieren?
  • Foto: Pixabay (Symbolfoto)
  • hochgeladen von Michael Sauer

juka Siegen. Überraschend kam die Nachricht, dass Verschärfungen auch im Einzelhandel kommen, zwar nicht mehr, vor hohen Hürden stehen viele Geschäftsleute ab diesem Samstag nun trotzdem. Insbesondere eine Frage rückt in den Fokus: Wie sollen gerade kleinere Geschäfte die Einhaltung der 2-G-Regelung kontrollieren?

„Es wäre wünschenswert, wenn die Händler Unterstützung von den Kommunen erhalten“, unterstreicht daher Karina Brühmann vom Handelsverband Südwestfalen. Manche Kommunen hätten bereits angefragt, wie solche Hilfen aussehen könnten.
Keine Initiative der Stadt SiegenAuf eine Initiative der Stadt Siegen brauchen die heimischen Händler allerdings nicht zu hoffen. „Bei uns ist derzeit noch nichts in Planung.

juka Siegen. Überraschend kam die Nachricht, dass Verschärfungen auch im Einzelhandel kommen, zwar nicht mehr, vor hohen Hürden stehen viele Geschäftsleute ab diesem Samstag nun trotzdem. Insbesondere eine Frage rückt in den Fokus: Wie sollen gerade kleinere Geschäfte die Einhaltung der 2-G-Regelung kontrollieren?

„Es wäre wünschenswert, wenn die Händler Unterstützung von den Kommunen erhalten“, unterstreicht daher Karina Brühmann vom Handelsverband Südwestfalen. Manche Kommunen hätten bereits angefragt, wie solche Hilfen aussehen könnten.

Keine Initiative der Stadt Siegen

Auf eine Initiative der Stadt Siegen brauchen die heimischen Händler allerdings nicht zu hoffen. „Bei uns ist derzeit noch nichts in Planung. Aber für gute Ideen sind wir immer zu gewinnen“, erklärt Bürgermeister Steffen Mues. Man warte eher auf Signale oder Vorschläge vom Handelsverband.

2G im Einzelhandel ab Samstag

Mögliche Lösungen müssten allerdings auch funktionieren und fälschungssicher sein, was sich bei Stempeln oder Armbändern schwierig gestalten könnte. In erster Linie wolle man nach der Veröffentlichung der neuen Schutzverordnung die betroffenen Händler über die Auswirkungen und Folgen informieren.

Die geplante Regelung im Siegerlandcenter

Konkrete Planungen gibt es dagegen bereits in Weidenau. Dort werde man im Siegerlandcenter höchstwahrscheinlich die Regelung für den Weihnachtsmarkt auch auf die umliegenden Shops ausweiten. „Die Bändchen sollen dann sowohl auf dem Markt, als auch in den anderen Geschäften akzeptiert werden“, skizziert Manager Erik Van den Bril die Planungen.
„Für uns wäre das von jetzt auf gleich umzusetzen“, so Van den Bril. Auch in anderen Städten und Bundesländern wird bereits über solche Lösungen nachgedacht.

Die Gedanken in der City-Galerie

Bereits vor der Veröffentlichung der neuen Schutzverordnung am Freitagnachmittag befand man sich auch schon in der City-Galerie in Beratungen. „Wir möchten gerne unterstützen. Die Frage ist noch wie“, untermauert Center-Manager Wladimir Senkewitsch. Die Gedankenspiele gehen dabei auch dahin, mit Bändchen oder Stempeln zu arbeiten, die Zutritt zu den Geschäften ermöglichen.
Diese könnten dann an verschiedenen Stationen nach der Präsentation des Impf- oder Genesenennachweises abgeholt werden. „Dieses Konzept müsste aber auch noch vom Ordnungsamt freigegeben werden. Und das war nicht unbedingt begeistert von der Idee“, führt Senkewitsch aus.

Das sagen Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt sowie IHK

„Stand heute gibt es noch keine Maßnahmen, das ist noch etwas zu frisch“, berichtet Thiemo Brinkmann, 1. Vorsitzender der Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt. Allerdings sei man in Gesprächen mit der IHK, um mögliche Herangehensweisen auszuloten. „Momentan wird es aber eher darauf hinauslaufen, dass die Einzelhändler die Kontrollen alleine stemmen müssen“, befürchtet Brinkmann. Doch nicht nur der steigende Aufwand, auch die wohl wegbleibenden Kunden tun der Branche weh. „Das Weihnachtsgeschäft ist schon vergangenes Jahr größtenteils weggebrochen, dass der Handel jetzt 2G durchsetzen muss, ist daher eher nachteilig“, formuliert es Marco Butz von der IHK Siegen diplomatisch, während Wladimir Senkewitsch konstatiert: „Für den Einzelhandel ist das ganz schlimm.“ Hilfen bei der 2-G-Kontrolle würden immerhin etwas Druck nehmen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

Julian Kaiser auf Facebook
Julian Kaiser auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen