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Abriss des Empfangsgebäudes
So soll der Bahnhof Eiserfeld gestaltet werden

Die Eisenbahn-Unterführung in Eiserfeld muss dringend erneuert werden. Die Bahn würde den Tunnel in bestehender Form wiederherstellen. Der Zweckverband Nahverkehr wird die Mehrkosten tragen, um einen Aufzug und eine Rampe zu bauen.
  • Die Eisenbahn-Unterführung in Eiserfeld muss dringend erneuert werden. Die Bahn würde den Tunnel in bestehender Form wiederherstellen. Der Zweckverband Nahverkehr wird die Mehrkosten tragen, um einen Aufzug und eine Rampe zu bauen.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

win Olpe/Eiserfeld. Die Bahnsteige des Bahnhofs Eiserfeld sind bereits seit einer Sanierung vor 2010 barrierefrei. Um zu ihnen zu gelangen, muss freilich eine deutlich in die Jahre gekommene Unterführung bewältigt werden. Da die Bahn ohnehin Geld in die Hand nehmen muss, um besagte Unterführung instandzusetzen, soll nun die Gelegenheit wahrgenommen werden, die gesamte Station barrierefrei zu gestalten. Am Dienstag informierte die Geschäftsführung des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd die im Olper Kreishaus tagenden Mitglieder der Zweckverbandsversammlung über die Planungen, die der Nahverkehr Westfalen-Lippe mit der Bahn und der Stadt Siegen vorantreibt.

win Olpe/Eiserfeld. Die Bahnsteige des Bahnhofs Eiserfeld sind bereits seit einer Sanierung vor 2010 barrierefrei. Um zu ihnen zu gelangen, muss freilich eine deutlich in die Jahre gekommene Unterführung bewältigt werden. Da die Bahn ohnehin Geld in die Hand nehmen muss, um besagte Unterführung instandzusetzen, soll nun die Gelegenheit wahrgenommen werden, die gesamte Station barrierefrei zu gestalten. Am Dienstag informierte die Geschäftsführung des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd die im Olper Kreishaus tagenden Mitglieder der Zweckverbandsversammlung über die Planungen, die der Nahverkehr Westfalen-Lippe mit der Bahn und der Stadt Siegen vorantreibt.

Zweckverband trägt Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro zur Herstellung von Barrierefreiheit am Bahnhof Eiserfeld

ZWS-Geschäftsführer Günter Padt erklärte, die Ertüchtigung der Unterführung durch die Bahn würde eigentlich bedeuten, dass diese zwar erneuert, aber nicht barrierefrei werde, und die Fahrgastzahlen seien nicht hoch genug, dass die Bahn zur Barrierefreiheit verpflichtet würde. „Das wäre ein Treppenwitz, wenn wir da nicht eingreifen würden.“ Der Zweckverband werde die Mehrkosten von 1,5 Millionen Euro tragen. Das Modell sei ein Beispiel dafür, dass in solchen Trümmern auch eine Chance liege.

Umgestaltung des Areals

Andreas Müller, Landrat von Siegen-Wittgenstein und Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung, erkundigte sich, ob die Stadt Siegen auch damit befasst sei. Padt erklärte, der gesamte Bahnhof sei in eine Umfeldplanung eingebracht worden, „das werden wir gemeinsam aufgreifen“. Michael Sittler (SPD) fand: „Das kann man nur begrüßen.“ Die Zweckverbandsversammlung pflichtete dem Plan des NWL einstimmig bei. Vorgesehen ist der Bau eines Aufzugs zum Mittelbahnsteig und einer Rampe zum Vorplatz. Der Fußgängertunnel war akut abgängig und wurde inzwischen mit Stahlträgern abgestützt, um einem Einsturz vorzubeugen. Im Januar wurde er notdürftig saniert.

Empfangsgebäude am Bahnhof Eiserfeld soll abgerissen werden

„Zudem sind auch das Stationsgebäude, die Zugangstreppe aus dem Erdgeschoss und der Treppenaufgang zum Mittelbahnsteig Gleis 1/2 inklusive Treppeneinhausung sanierungsbedürftig, sodass die DB auch diese neu überplanen wird“, heißt es in der Beschlussvorlage. Dabei soll das Empfangsgebäude abgerissen und der Zugang über eine Treppe direkt auf den Vorplatz geführt werden. Der Bahnhof Eiserfeld habe „ein großes Potential, das aufgrund des sehr unattraktiven Erscheinungsbildes des Bahnhofs und des Umfeldes nicht zum Tragen kommt. Die Station wird derzeit bereits von vielen Schülern aus den umliegenden Schulzentren (Gesamtschule Eiserfeld, Realschule und Gymnasium auf der Morgenröthe, Grundschulen) genutzt“, heißt es in der Beschlussvorlage weiter. Mit dem IHW-Park befinde sich ein großer Gewerbepark in der Nähe das Bahnhofs, was eine Nutzung für Berufspendler attraktiv mache. Die gute Anbindung an die Stadtmitte in Siegen über die Regionalbahnen 93 und 90 mit einer Fahrtzeit von nur 5 Minuten mache den Bahnverkehr auch im Freizeit- und Gelegenheitsverkehr zu einer sinnvollen Alternative.

„Aufgrund des aktuellen Bauzustandes und insbesondere der noch fehlenden Pendlerparkplätze wird das vorhandene Potential an Fahrgästen derzeit nicht abgerufen. Anlässlich der Sanierung der Stationsanlagen durch die DB hat auch die Stadt Siegen angekündigt, das Bahnhofsumfeld attraktiver gestalten zu wollen. Dazu hat es auch schon Gespräche zwischen der Stadt, der DB und dem NWL gegeben.“

Durch den nun gefassten Beschluss kann der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe eine entsprechende Vereinbarung mit der Bahn abschließen und somit den Weg für die Detailplanungen freimachen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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