Regelung für Nordrhein-Westfalen
So starten die Schulen nach dem Corona-Shutdown

In der kommenden Woche sollen die Schulen teilweise wieder starten. Wie und mit wem, hat am Donnerstag die NRW-Landesregierung mitgeteilt.
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  • Foto: StartupStockPhotos/Pixabay
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

dpa Siegen/Düsseldorf. Ab der kommenden Woche sollen die Schulen in NRW für die ersten Schüler wieder öffnen. Klassischen Unterricht nach Stundenplan soll es nicht geben. Die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat einen detaillierten Plan. So will NRW die Rückkehr in einen neuen Schulalltag meistern.

  • Schulöffnung: Von Montag bis Mittwoch kommender Woche öffnen die weiterführenden Schulen in NRW zunächst nur für Lehrkräfte, weiteres Personal sowie Schulträger. Sie sollen in drei Tagen die organisatorischen Bedingungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs schaffen.
  • Prüflinge: Ab Donnerstag können Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder zur Schule gehen – müssen es aber nicht. Die Schulen sollen gezielte Angebote in den Prüfungsfächern machen. Es geht dabei nicht um klassischen Unterricht nach Stundenplan. Betroffen sind angehende Abiturienten sowie Schüler, die vor mittleren Abschlüssen in den Jahrgangsstufen 10, 12 und 13 stehen, die dann freiwillig kommen könnten.
  • Abi ohne Prüfung: Für den absoluten Notfall wird NRW auch schulrechtliche Vorkehrungen für ein Abitur 2020 ohne Abschlussprüfungen treffen.
  • Klasse 10: Auf die zentrale Prüfung nach der zehnten Klasse (ZP 10) wird in diesem Jahr in NRW an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen verzichtet. Stattdessen sollen die Lehrkräfte der Schulen eine Klassenarbeit schreiben lassen, die stärker auf den tatsächlich erteilten Unterricht Bezug nimmt. Die Fristen können verschoben werden. Auch auf das sonst übliche Abschlussverfahren mit Vornoten und Abweichungsprüfungen wird ausnahmsweise verzichtet.
  • Grundschulen: Grundschulen sollen ab dem 4. Mai schrittweise wieder den Unterricht aufnehmen, falls die Entwicklung der Infektionszahlen das zulässt – zunächst nur mit den Viertklässlern. Das Notbetreuungsprogramm für die Klassen eins bis sechs wird aufrecht erhalten und gegebenenfalls um weitere Bedarfsgruppen erweitert.
  • Weitere Jahrgänge: Am 30. April wollen die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin beraten, ob und wann der Unterricht schrittweise auf weitere Klassen ausgedehnt werden kann.
  • Sitzenbleiben: Im laufenden Schuljahr sollen Schüler grundsätzlich in die nächst höhere Jahrgangsstufe versetzt werden.
  • Erprobungsstufe: Auch nach Ende der Erprobungsstufe nach Klasse 6 soll niemand in eine andere Schulform wechseln müssen. Eltern sollen allerdings die Möglichkeit haben, ihr Kind freiwillig eine Ehrenrunde drehen zu lassen.
  • Bewertungen: Gute Leistungen aus der Zeit des Unterrichts auf Distanz können in die Noten für „Sonstige Mitarbeit“ einfließen, schlechte werden nicht in die Zeugnisnote einbezogen.
  • Krisen-Management: Für die Schulen wird es Angebote vom Ministerium geben – etwa Beispielplanungen für den ersten Schultag, einen Leitfaden, Videoclips mit Ratschlägen von Psychologen sowie „Tipps, um sicher, stark und gesund durchs Abitur zu kommen“.
  • Lehrer: Unterricht erteilen soll nur, wer nicht zu einer definierten Risikogruppe gehört. Die genaue Definition werde in den kommenden Tagen bundesweit einheitlich erarbeitet.
Die große Pause ist vorbei
Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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