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Kontaktverfolgung in der Corona-Krise
Soldaten helfen in Kreishäusern aus

In den Kreisen Olpe und Altenkirchen sollen die Soldaten die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten unterstützen.
  • In den Kreisen Olpe und Altenkirchen sollen die Soldaten die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten unterstützen.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch/nb/win Siegen/Olpe/Altenkirchen.  In mehr als einem Dutzend Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise. Auch in Rheinland-Pfalz heißt es: Antreten zur Unterstützung. Und es werden immer mehr Soldaten, die angefordert werden. So werden die Kameraden ab kommender Woche auch in den Gesundheitsämtern der Kreise Olpe und Altenkirchen aktiv.
Sie sollen die Behörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten unterstützen, wie ein Sprecher des NRW-Landeskommandos der Bundeswehr sagte. Es würden angesichts der steigenden Infektionszahlen ständig weitere Hilfsgesuche aus Kommunen und Kreisen bearbeitet und erwartet, hieß es weiter.

ch/nb/win Siegen/Olpe/Altenkirchen.  In mehr als einem Dutzend Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise. Auch in Rheinland-Pfalz heißt es: Antreten zur Unterstützung. Und es werden immer mehr Soldaten, die angefordert werden. So werden die Kameraden ab kommender Woche auch in den Gesundheitsämtern der Kreise Olpe und Altenkirchen aktiv.
Sie sollen die Behörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten unterstützen, wie ein Sprecher des NRW-Landeskommandos der Bundeswehr sagte. Es würden angesichts der steigenden Infektionszahlen ständig weitere Hilfsgesuche aus Kommunen und Kreisen bearbeitet und erwartet, hieß es weiter.

15 000 Soldaten im Kampf gegen Corona

Deutschlandweit hält die Bundeswehr den Angaben zufolge 15.000 Soldaten als „helfende Hände“ für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereit. Wenn Kommunen bestimmte Aufgaben in der Pandemie nicht mehr mit eigenem Personal stemmen können, haben sie die Möglichkeit, die Unterstützung der Bundeswehr zu beantragen. Allein in NRW ist die Bundeswehr seit Beginn der Pandemie rund 120 solcher Amtshilfegesuche nachgekommen. Nun also auch beim Siegen-Wittgensteiner Nachbarkreis:

  • Bei der Kreisverwaltung in Olpe ist bereits seit Dienstag als Verstärkung ein „Containment Scout“ des Robert-Koch-Instituts tätig. Am kommenden Montag, so Kreis-Pressesprecher Hans-Werner Voß, werden fünf Bundeswehrsoldaten erwartet, die das Team des Gesundheitsamts bei der Verfolgung von Kontakten positiv getesteter Bürger verstärken sollen. Einzelheiten zum Einsatz der Helfer, so Voß, stünden noch nicht fest, dies werde erst zum Wochenstart in einem Abstimmungsgespräch der Dienststellen klargemacht. Von den 30 Mitarbeitern des Kreisgesundheitsamts sind derzeit 18 ausschließlich in der Kontaktverfolgung tätig, dazu kommen 28 aus fast allen anderen Bereichen der Kreisverwaltung, die bereits zu Beginn der Pandemie entsprechend geschult wurden und im Einsatz waren, so dass beim Kreis derzeit 46 Männer und Frauen in der Kontaktverfolgung tätig sind.
  • Nachdem in den vergangenen Tagen im Kreis Altenkirchen die Zahlen nach oben geschossen sind, wird auch das dortige Gesundheitsamt Verstärkung für die Nachverfolgung von Infektionsketten bekommen. Die Verstärkung wird voraussichtlich ab Mitte der kommenden Woche anrücken, so der Pressesprecher des Kreises, Andreas Schultheis. Fünf Soldaten werden es auch hier sein sowie zwei bis drei Mitarbeiter anderer Landesbehörden. Das Gesundheitsamt selbst setzt derzeit 20 Mitarbeiter für die Nachverfolgung ein. 
  • Der Kreis Siegen-Wittgenstein kommt derzeit noch ohne Bundeswehrhilfe aus. Aktuell arbeiten 65 Mitarbeiter im Gesundheitsamt an der direkten Rückverfolgung der Infektionsketten und ermitteln Kontaktpersonen. Mit dem Thema Corona sind deutlich über 100 Personen beschäftigt. Zusätzlich wurden und werden externe Mitarbeiter eingestellt. Unterstützt werden sie dabei von zwei „Containment-Scouts“. „Insgesamt ist der Arbeitsaufwand hoch, aber noch händelbar. So ist die Ermittlung der Kontaktpersonen in der Regel am Tag des Eingangs des positiven Befundes, bei sehr spätem Eingang am Folgetag abgeschlossen“, so Kreissprecherin Jana Schröder.
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SZ Redaktion aus Siegen

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