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Laptop an und aufgepasst
Sommersemester startet digital

Der neue Studenten-Alltag: Vorlesungen in den eigenen vier Wänden sind mittlerweile normal geworden.
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  • Der neue Studenten-Alltag: Vorlesungen in den eigenen vier Wänden sind mittlerweile normal geworden.
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gro Siegen. Volle Hörsäle, eine gut besuchte Cafeteria und ein mit Leben gefüllter Campus. All das ist Schnee von gestern, erscheint in diesen Wochen so weit weg wie der Strand an der Adria. In Zeiten der Pandemie ist die Universität Siegen wie leer gefegt. Statt dessen heißt es: Laptop an und aufgepasst. Denn viele der Vorlesungen und Seminare finden mittlerweile in den eigenen vier Wänden und zwar online statt. Nun beginnt nach den Osterferien das neue Sommersemester. Wird es auch dieses Mal digital stattfinden? Die Universität Siegen möchte aufgrund der hohen Inzidenzzahlen auch in diesem Semester auf den Digitalunterricht bauen.
Planungssicherheit ermöglichenBis Dienstag, 25. Mai, sollen die Maßnahmen zunächst greifen.

gro Siegen. Volle Hörsäle, eine gut besuchte Cafeteria und ein mit Leben gefüllter Campus. All das ist Schnee von gestern, erscheint in diesen Wochen so weit weg wie der Strand an der Adria. In Zeiten der Pandemie ist die Universität Siegen wie leer gefegt. Statt dessen heißt es: Laptop an und aufgepasst. Denn viele der Vorlesungen und Seminare finden mittlerweile in den eigenen vier Wänden und zwar online statt. Nun beginnt nach den Osterferien das neue Sommersemester. Wird es auch dieses Mal digital stattfinden? Die Universität Siegen möchte aufgrund der hohen Inzidenzzahlen auch in diesem Semester auf den Digitalunterricht bauen.

Planungssicherheit ermöglichen

Bis Dienstag, 25. Mai, sollen die Maßnahmen zunächst greifen. „Wir wollen den Studierenden eine gewisse Planungssicherheit ermöglichen. Zu der Entscheidung zu studieren, gehören in den meisten Fällen auch ein Mietvertrag und andere wichtige Entscheidungen. Dies muss auf längere Sicht planbar sein“, so der Pressesprecher der Universität Siegen, André Zeppenfeld, auf SZ-Anfrage. Für Forschung, Verwaltung, Durchführung, Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen sowie Prüfungen gilt somit weiterhin, dass alle Beteiligten grundsätzlich von zu Hause aus arbeiten und lernen. Ausnahmegenehmigungen müssen beantragt werden. Für Forschungsgruppen mit bis zu fünf Personen können Einzelgenehmigungen erteilt werden. In Präsenz dürfen zudem nur Veranstaltungen stattfinden, wenn diese zwingend auf besondere Räumlichkeiten oder Ausstattungen angewiesen sind, wie beispielsweise Labore und Tonstudios. An solchen Präsenzveranstaltungen dürfen gemäß den Vorgaben des Landes höchstens 50 Personen teilnehmen. „Dies ist für uns ein kleiner Schritt in eine ganz kontrollierte Öffnung der Uni“, gibt sich Zeppenfeld vorsichtig optimistisch. In den ersten beiden Maiwochen wollen die Verantwortlichen die aktuelle Lage und die Bedarfe der Universität bewerten und die Regelungen für den Rest der Vorlesungszeit neu justieren.

Sozialleben leidet erheblich

Obwohl sich die meisten Studenten inzwischen an die Situation gewöhnt haben und vor allem in räumlicher Hinsicht vollkommen neue Freiheiten genießen, wird das virtuelle Semester gerade von Universitätsmitgliedern insgesamt eher negativ bewertet. Die größte Herausforderung für die Studenten im digitalen Sommersemester sind jedoch nicht die Lehrveranstaltungen, sondern das mangelnde Sozialleben. Die SZ unterhielt sich mit einigen von ihnen und druckt an dieser Stelle drei Wortmeldungen ab.

Merle Carstens findet das Online-Semester super, da sie so öfter in ihrer Heimat im Norden sein kann.
  • Merle Carstens findet das Online-Semester super, da sie so öfter in ihrer Heimat im Norden sein kann.
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  • Merle Carstens, Studentin: "Das Sommersemester als Online-Semester finde ich in Anbetracht der aktuellen Zahlen und steigenden Inzidenzen richtig und sinnvoll. Im vergangenen Semester wurde eine Hybrid-Lehre versucht, was gefühlt auf beiden Seiten zu Unsicherheiten führte. Mittlerweile hat sich das gut eingespielt und auch für die Klausuren wurden gute Lösungen gefunden. Das Studentenleben leidet schon ein wenig darunter, da man sich nicht in der Uni treffen oder zusammen feiern gehen kann. Der Kontakt über das Internet ist aber möglich und ein kleiner Trost."
Elena Seiffarth findet ein weiteres „Online-Semester“ gut, weil sie so den Großteil des Tages bei ihrem Junghund sein kann.
  • Elena Seiffarth findet ein weiteres „Online-Semester“ gut, weil sie so den Großteil des Tages bei ihrem Junghund sein kann.
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  • Elena Seiffarth: "Ich finde ein weiteres Online-Semester nicht schlimm. Man kann die Situation sowieso nicht ändern, da die Inzidenzzahlen einen normalen Uni-Betrieb nicht zulassen. Die ersten Wochen war es auch sehr chaotisch, aber die Universität Siegen hat sich dahingehend sehr verbessert. Ich merke auch, dass die Studenten untereinander weiterhin viel kommunizieren – den Whatsapp-Gruppen sei Dank. Schade ist natürlich, dass diejenigen im Nachteil sind, die nicht die technischen Mittel besitzen, um an den Online-Vorlesungen teilzunehmen."
Dozent Jonas Brühl freut sich in ferner Zukunft wieder Präsenzveranstaltungen leiten zu dürfen.
  • Dozent Jonas Brühl freut sich in ferner Zukunft wieder Präsenzveranstaltungen leiten zu dürfen.
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  • Jonas Brühl: "Es haben sich mittlerweile viele kreative Lösungen etabliert, die es den Studierenden auf vielfältigen Wegen ermöglichen, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Selbst der für ein Studium elementar wichtige persönliche Austausch und Diskurs funktioniert mit Videokonferenzen immer besser. Gerade jetzt sind die Lehrenden jedoch noch mehr als sonst auf das konstruktive Feedback der Studierenden angewiesen, um die derzeit noch digitale Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln, zu verbessern sowie etwaige Missstände schnellstmöglich auszumerzen."

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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