Sozial, nachhaltig - und lecker

 Die Leader-Region Wittgenstein fördert ein vorbildliches Projekt des Dorfvereins in Aue: (v. l.) Helmut Keßler, Bernd Fuhrmann, Ines Wünnemann, Holger Saßmannshausen und Ute Boshof-Schaumann. Fotos: Martin Völkel   Die Helferinnen der Auer Bürgerhaus-Mensa bilden im 14-tägigen Rhythmus ein eingespieltes Team.
  • Die Leader-Region Wittgenstein fördert ein vorbildliches Projekt des Dorfvereins in Aue: (v. l.) Helmut Keßler, Bernd Fuhrmann, Ines Wünnemann, Holger Saßmannshausen und Ute Boshof-Schaumann. Fotos: Martin Völkel Die Helferinnen der Auer Bürgerhaus-Mensa bilden im 14-tägigen Rhythmus ein eingespieltes Team.
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vö - Die Bürgerhaus-Mensa des Dorfvereins Aue-Wingeshausen hat die Testphase erfolgreich überstanden. Mehr noch: Das ehrgeizige Projekt des Dorfvereins Aue-Wingeshausen hat ins Schwarze getroffen und ist ein wichtiger Baustein im sozialen Zusammenhalt der beiden Ortschaften geworden.

Vor diesem Hintergrund ist die Leader-Förderung des Projektes mehr als verdient. Einen Förderbescheid über exakt 12 767,04 Euro – verteilt auf drei Jahre – überreichten Vertreter der Leader-Region Wittgenstein am Mittwoch im Auer Bürgerhaus. Die entsprechende Plakette wird in den nächsten Wochen einen Platz im Bürgerhaus finden, wo jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat ein gesundes Mittagessen mit regionalen Produkten zum Preis von 4,50 Euro serviert wird.

Die Idee dahinter: Der Dorfverein will die generationenübergreifende Kommunikation forcieren sowie eine gesunde und nachhaltige Ernährung fördern. Nicht zu vergessen: Mit dem Angebot will man die Vereinsamung von älteren Einwohnern verringern und Neubürgern die Gelegenheit bieten, soziale Kontakte zu knüpfen. Das gelingt: Bei der jüngsten Mensa waren immerhin 93 Mittagessen vorbestellt.

Bürgermeister Bernd Fuhrmann freute sich bei der Übergabe des Förderbescheides darüber, „dass dieses Projekt zu 100 Prozent in die Leader-Förderung passt“. Die Idee sei in der Ortschaft geboren und entwickelt worden und stehe für einen sozialen Grundgedanken. Sprichwörtlich passe hier der Deckel auf den Topf, so der Rathaus-Chef, zumal der Dorfverein schon seit Jahren mit dem Ziel unterwegs sei, die Ortschaften in der Region lebenswert zu erhalten. Hier gehe es um jene Nachhaltigkeit, für die die Stadt Bad Berleburg stehe. „Die Förderung ist eine gute Belohnung, denn der betriebene Aufwand ist enorm.“ Holger Saßmannshausen, Vorsitzender der Leader-Region Wittgenstein, sprach von einem tollen Projekt mit gesunder Ernährung, das von großem ehrenamtlichen Engagement getragen werden.

Leader als Förderprogramm lebe davon, „dass sich Bürger aktiv einbringen“. Leader-Regionalmanagerin Ines Wünnemann unterstrich, dass die Zusammenarbeit mit dem Dorfverein hervorragend funktioniert habe. Das Projekt verfüge über eine vorbildliche soziale Struktur. Die Blumen gab Dorfverein-Vorsitzender Helmut Keßler gerne zurück: Der Verein sei bei der Antragstellung sehr gut unterstützt worden. Helmut Keßler machte deutlich, dass der Dorfverein generell für alle Ideen offen sei – dazu gehöre eben auch die Bürgerhaus-Mensa. Erste Aufgabe sei es zunächst gewesen, den Bedarf abzuklopfen. Funktionieren könne die Mensa allerdings nur, weil das neunköpfige Team um Ute Boshof-Schaumann dermaßen engagiert bei der Sache sei. Dienstags starteten bereits die Vorbereitungen, der Mittwoch sei für alle Beteiligten ein voller Arbeitstag. Dabei sei die Planung noch nicht mal berücksichtigt. Helmut Keßler: „Es fasziniert, mit viel Spaß an der Freude dieses Projekt umgesetzt wird.“ Noch dazu sorge man für eine zusätzliche Auslastung des Bürgerhauses. Eines machte Helmut Keßler an dieser Stelle aber auch deutlich: „Ohne die Leader-Förderung hätten wir das Projekt, das wirklich alle Generationen anspricht, einstellen müssen.“ Er sei aber optimistisch, dass sich auch nach Auslaufen der dreijährigen Förderung eine Lösung finden werde.

Ute Boshof-Schaumann, die Ideengeberin der Mensa, sagte, dass das Team ausschließlich mit frischen Produkten aus der Region koche – beispielsweise mit den Erzeugnissen von „Hand in Hand“ in Aue. Es werde wenig Salz und Zucker verarbeitet, Kartoffeln würden in Gemüsebrühe gekocht. „Wir legen Wert darauf, dass wir alle Menüpläne selbst schreiben.“ Viel Herzblut stecke das Team auch in die Dekoration, schließlich esse das Auge mit. „Alt und Jung sitzen gemeinsam am Tisch, das rührt mich“, sagte die Ernährungsberaterin der Kur-Apotheke Bad Berleburg abschließend.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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