„Spätlese“ mit Judy Winter

 An drei Abenden gastierte die Komödie am Kurfürstendamm mit „Spätlese“ im Siegener Apollo-Theater (am Mittwoch letzte Vorstellung). Es geht um drei Damen (darunter Chariklia Baxevanos als Agnes), die noch einmal aufleben, als der Witwentröster Bruno (Achim Wolff) eintrifft. Foto: la
  • An drei Abenden gastierte die Komödie am Kurfürstendamm mit „Spätlese“ im Siegener Apollo-Theater (am Mittwoch letzte Vorstellung). Es geht um drei Damen (darunter Chariklia Baxevanos als Agnes), die noch einmal aufleben, als der Witwentröster Bruno (Achim Wolff) eintrifft. Foto: la
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la - Folke Braband schrieb die Komödie „Spätlese“, mit der das Theater am Kurfürstendamm in drei ausverkauften Vorstellungen (die letzte findet am Mittwoch, 5. Februar, um 20 Uhr statt) im Siegener Apollo-Theater gastiert(e). Es ist ein Stück über das Älterwerden, über Einsamkeit, über Träume und Wünsche und Erinnerungen. Der Autor gibt allerdings trotz textlicher Gags seine drei Frauen und Bruno niemals der Lächerlichkeit preis.

Regisseur Jürgen Wölffer, der 28 Jahre die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm leitete, führte mit leichter Hand ein Ensemble, das wunderbar in diese Rollen passt. Da ist Judy Winter als Josefine, eine Schauspielerin, verarmt, die sich immer wieder an ihre großen Bühnenerfolge erinnert. Wie die Winter diese Situation ironisiert, wie sie mit dem Alter kokettiert, wie sie mal schmeichelt, dann wieder die Krallen ausfährt, ist schon alleine den Abend wert.

Chariklia Baxevanos, von den Berliner Bühnen kaum wegzudenken, ist die an Demenz leidende Agnes; und Hannelore Cremer, in zahlreichen TV- und Theaterproduktionen immer wieder zu sehen, ist Maria, die Frau, die innerlich zerbrochen ist, weil sie ihre Tochter nach einem Seitensprung zur Adoption freigab. Eine Paraderolle spielt Achim Wolff, der zuletzt auf der Bühne in Siegen mit der schwarzhumorigen Komödie „Fisch zu viert“ zu sehen war, als schwuler Bruno, der nur eines braucht: Geld, um auf Mykonos seinen langjährigen Freund zu heiraten. Zum ersten Mal auf der Bühne: Mohamed El-Asmer als Pfleger Tarek, der alle sprachlichen Türken-Klischees bedient. Nina Juraga ist schließlich Marias Tochter Natalie.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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