SPD bei der »Siegener Tafel«

Vorsitzende: »Immer mehr Menschen kommen zu uns«

sz Weidenau. »Immer mehr Menschen kommen zu uns«, berichtete die Vorsitzende des Vereins »Siegener Tafel«, Anne-Marie Schäfer, Vorstandsmitgliedern der SPD-Ortsvereine Geisweid und Weidenau, die gemeinsam mit dem SPD-Landratskandidaten Dr. Friedhelm Franz diese soziale Einrichtung in Weidenau (Hammerwerk 1, Nähe Bismarckstraße) besuchten. Wie berichtet, verteilt der Verein Lebensmittel, bei denen bereits das Verfallsdatum eingetreten ist, an bedürftige Menschen. Dass die Zahl derer, die diese Einrichtung nutzen wollen, zurzeit dramatisch ansteigt, führen Anne-Marie Schäfer und ihre Vorstandskollegin Sybille Klein insbesondere auf die zunehmende Arbeitslosigkeit und daraus resultierende Notlagen zurück.

Die Verantwortlichen des Vereins wiesen darauf hin, dass sich der Zusammenschluss ausschließlich aus den Beiträgen seiner rund 130 Mitglieder, aus Spenden sowie aus Geldbußen und -strafen, die Gerichte zu seinen Gunsten verhängen, finanziert. »Hinzu kommt das ehrenamtliche Engagement unserer aktiven Mitglieder und Helfer, die sich an zwei Tagen in der Woche um die Ausgabe der Waren sowie um deren Herbeischaffung bemühen«, so Sybille Klein.

Derzeit stellen nicht weniger als 38 Geschäfte und Supermärkte des Kreisgebiets der »Siegener Tafel« Milchprodukte, Obst, Gemüse und andere Lebensmittel, die sie nicht mehr verkaufen können, zur Verfügung. Daimler-Chrysler und die Edeka-Stiftung schenkten dem Verein einen Kühl-»Sprinter«, der jedoch für die Transporte nicht mehr ausreicht. Ein zusätzlicher Kühl-»Sprinter«, der zurzeit nur geliehen ist, soll jetzt durch ein zweites Fahrzeug dieser Art, das der Verein erwirbt, ersetzt werden. »Für diese wichtige Anschaffung fehlen uns immer noch 20000 Euro«, berichtete die Vorsitzende Anne-Marie Schäfer.

Landratskandidat Dr. Friedhelm Franz hob hervor, »dass diese für Stadt und Kreis wichtige Einrichtung mit keiner Belastung für den Steuerzahler verbunden, sondern das alleinige Resultat ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Beteiligter ist«. Auf Nachfrage von Franz erläuterte Pressesprecherin Sybille Klein, es sei »weitestgehend gewährleistet, dass nur wirklich Bedürftige in den Genuss der Lebensmittelzuteilungen kommen«. Dies seien Sozialhilfeempfänger, die, soweit sie in Siegen wohnten, über den »Siegener Ausweis« verfügen müssen. Menschen aus Nachbarkommunen müssten ihre Bedürftigkeit ebenso nachweisen.

Ein kritischer Punkt sei gelegentlich die Frage, wie viele Kinder eine Familie habe. »Um hier einem Missbrauch möglichst effektiv vorzubeugen, arbeiten wir eng mit dem Bürgeramt der Stadt Siegen zusammen«, lobten Anne-Marie Schäfer und Sybille Klein die Kooperationsbereitschaft der örtlichen Behörden. Beide räumten ein, dass sich Missbrauch trotz der strengen Kontrollen leider nicht völlig vermeiden lasse. »Uns ist aber vor allen Dingen wichtig, dass wir die 80 bis 90 Prozent wirklich Bedürftigen mit unserer Hilfe erreichen«, betonte Anne-Marie Schäfer, die den Verein vor nunmehr fast fünf Jahren aus dem Nichts gegründet und zusammen mit ihren Mitstreitern schrittweise auf- und ausgebaut hat.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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