SPD sieht Potenzial für Kommune

Henning Gronau und Heiko Becker schalten sich für die SPD in die Diskussion in Erndtebrück um die Ausweisung neuer Bauplätze und die demografische Entwicklung allgemein ein. Foto: Björn Weyand
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sz - Die Sozialdemokraten in Erndtebrück schalten sich auch in die Diskussion um die Bevölkerungsentwicklung zwischen CDU und UWG ein, die in den vergangenen Tagen in Leserbriefen in der Siegener Zeitung quasi „ausgefochten“ wurde. SPD-Bürgermeisterkandidat Henning Gronau hat richtige Argumente auf beiden Seiten erkannt: „Manchmal ist beides richtig. Selbstverständlich müssen wir uns mit der Bevölkerungsentwicklung auseinandersetzen. Allerdings müssen wir aber auch weiterhin jungen Menschen die Möglichkeit bieten, in Erndtebrück eine neue Heimat zu finden.“ Die Erschließung neuer Bauflächen sei angesichts der großen Nachfrage nach Bauplätzen und dem geringen Angebot an bestehenden Immobilien der richtige Weg.

Zu dem Antrag der UWG, sich intensiver mit der Bevölkerungsentwicklung auseinanderzusetzen, äußert sich jedoch Henning Gronau positiv. „Wir als SPD-Fraktion unterstützen diese Ideen – immerhin haben wir bereits im vergangenen September einen Antrag gestellt, der genau das ebenfalls thematisiert. Diesen würden wir jetzt gerne gemeinsam umsetzen.“ Im vergangenen Jahr hatte die SPD beantragt, dass die Edergemeinde sich um eine Förderung im Rahmen des Programms „Kommunen innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bewerben solle.

SPD-Fraktionschef Heiko Becker warnt davor, in der Bevölkerungsentwicklung nur das Schlechte zu sehen. „Der Begriff des demografischen Wandels wird immer wieder dazu benutzt, Horrorszenarien an die Wand zu malen. Dabei hat es einen demografischen Wandel schon immer gegeben“, sagte Becker. Erndtebrück habe seit 1975 über zehn Prozent seiner Bevölkerung verloren, wobei seit dem Jahr 2009 eine Stabilisierung zu erkennen sei. Die Nachfrage nach Bauland sei jedoch ständig gestiegen. Was genau die Zukunft bringe, sei schwer zu sagen. Man könne heute nicht wissen, wie viele Menschen künftig nach Erndtebrück kommen oder wegziehen.

Dazu Heiko Becker: „Die Experten haben vor ein paar Jahrzehnten mehr als 15.000 Einwohner für Erndtebrück vorausgesagt. Jetzt sagen sie einen Rückgang auf 6500 voraus, obwohl der Bundeswehrstandort vergrößert wird und wieder mehr Soldaten in Erndtebrück leben möchten. Hier liegt für die Gemeinde ein großes Potenzial.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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