SPD: Wernicke wollte nicht mehr

Angelika Flohren (SPD) - hier bei der Kranzniederlegung anlässlich des Jahrestages des Bombenangriffes auf Siegen - ist die Stellvertreterin von Bürgermeister Steffen Mues (CDU). Nun tritt sie unverhofft gegen ihn bei der Bürgermeisterwahl an. Archivfoto: db
  • Angelika Flohren (SPD) - hier bei der Kranzniederlegung anlässlich des Jahrestages des Bombenangriffes auf Siegen - ist die Stellvertreterin von Bürgermeister Steffen Mues (CDU). Nun tritt sie unverhofft gegen ihn bei der Bürgermeisterwahl an. Archivfoto: db
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sz - Paukenschlag beim SPD-Stadtverband Siegen. Am 22. Februar stellten die Sozialdemokraten der Presse die frisch gekürte Bürgermeisterkandidatin Sonja Wernicke aus Düsseldorf vor. Die gab damals an, noch nie in Siegen gewesen zu sein und Wirtschaftsförderung betreiben sowie die Verzahnung von Wirtschaft und Uni voranbringen zu wollen. Wie erst am späten Mittwochabend bekannt wurde, teilte sie der der Stadtverbandsvorsitzenden Tanja Wagener schon in der vergangenen Woche mit, dass sie „leider aus persönlichen Gründen“ die Kandidatur für das Bürgermeisteramt nicht antreten könne. Sie ziehe deswegen ihre Kandidatur zurück. „Wir wurden von dieser Nachricht völlig überrascht“, wird die Vorsitzende der Siegener SPD in einer Pressemitteilung, die die SZ am späten Mittwochabend erreichte, zitiert.

Nun versucht die Siegener SPD das Beste aus der Situation zu machen und findet blumige Worte: Sie habe die Herausforderung dieser schwierigen Situation angenommen. Wagener: „Nach einer internen Abstimmung am Mittwoch mit dem Stadtverbandsvorstand können wir ein für die Siegener Bürgerinnen und Bürger und die Siegener SPD ein sehr erfreuliches Ergebnis der Öffentlichkeit präsentieren.“ Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Flohren werde für das Amt als Bürgermeisterin der Stadt Siegen kandidieren. „Frau Flohren ist als langjähriges Ratsmitglied mit allen politischen Themen in der Stadt Siegen bestens vertraut. Sie ist als stellvertretende Bürgermeisterin bei vielen Siegener Bürgerinnen und Bürgern bekannt und geschätzt. Die Entscheidung für die Kandidatur muss natürlich noch in einer erneuten Wahlkreisdelegiertenkonferenz bestätigt werden“, wird Wagener zitiert. 

Bevor die SPD vor knapp einem Monat Wernicke das Vertrauen geschenkt hatte, standen die Sozialdemokraten ohne heimischen Kandidaten da. Niemand aus den eigenen Reihen wollte offenbar gegen Amtsinhaber Steffen Mues (CDU) antreten, so dass die Parteifreunde in NRW aufgefordert worden waren, sich zu bewerben. Rund 20 Bewerbungen gingen daraufhin ein, Wernicke war eine von fünf Bewerbern, die es in die engere Auswahl geschafft hatten. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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