Spedition mbu ist Geschichte

 Bei mbu ist Schluss: Für die Spedition mit Sitz in Scheuerfeld hat sich kein Investor gefunden. Foto: dach
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 thor  -  Es hat nicht sollen sein: Für die Spedition mbu wird es keine Zukunft geben. Diese für die Mitarbeiter und den Standort traurige Botschaft verkündete am Freitag Insolvenzverwalter Dr. Klaus Ortmüller auf Nachfrage der SZ. Seit die Geschäftsführung Anfang des Jahres den Gang zum Amtsgericht hatte antreten müssen, bemühte sich der Anwalt um eine Fortführung des Betriebs. Das letzte Fünkchen Hoffnung erlosch erst am Freitag.

Gab es zu Beginn noch durchaus optimistisch stimmende Signale – u. a. waren die Kunden der Spedition treu geblieben –, so war es in den vergangenen zwei Monaten nicht gelungen, einen geeigneten Investor zu finden. Zwar hatte Ortmüller mit zwei ernsthaften Interessenten verhandelt, doch zu Vertragsentwürfen oder gar Unterschriften kam es nicht. Zuletzt hatten noch Chancen auf eine „kleine Lösung“ bestanden. Der Geschäftsführer der ebenfalls in Scheuerfeld ansässigen Utsch Logistik GmbH (ein von mbu völlig unabhängiges Unternehmen) habe überlegt, mit einem Teil der Fahrer und einigen Fahrzeugen weiterzumachen, berichtete der Insolvenzverwalter. Die Firma Utsch unterhalte keinen eigenen Fuhrpark, biete aber Speditionsleistungen an und kümmere sich z. B. um die Abwicklung von Sondertransporten.

„Die Kunden vor Ort hätten eine solche Lösung begrüßt“, sagte Ortmüller, denn einige Firmen aus Scheuerfeld und Bruche nutzten das mbu-Gelände auch zur Einlagerung von Material.

Doch der Knackpunkt war letztlich nach Angaben des Betzdorfer Anwalt das Arbeitsrecht. Hätte die Firma Utsch Logistik einen Teil der Mitarbeiter übernommen, wäre das unter Umständen als Betriebsübergang zu interpretieren gewesen. Das wiederum hätte bedeutet, dass auch die nicht berücksichtigten Angestellten Ansprüche hätten anmelden können. „Aus praktischen und rechtlichen Gründen ist diese Lösung somit nicht zustande gekommen“, sagte der Insolvenzverwalter: „Jetzt ist erst einmal Schluss.“ Aber: Das heiße nicht automatisch, dass sich mittelfristig an diesem Standort nicht wieder etwas tun werde. Aufgrund der Nachfrage der Kunden ist Ortmüller diesbezüglich verhalten optimistisch. Zuletzt hatte er sich gegenüber der SZ auch recht zuversichtlich gezeigt, was die Chancen der Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt angeht. Thorsten Stahl

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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