"Nachbar in Not" zieht Bilanz
Spende für den Lebensmut

Mit einer Spende in Höhe von 15 000 Euro unterstützt die Peter & Schmidt GmbH als Betreiber des Siegener Krematoriums die von der Siegener Zeitung in Zusammenarbeit mit dem DRK betriebene Aktion „Nachbar in Not“. Das Geld ist bestimmt für den behindertengerechten Umbau eines Fahrzeugs, um einer jungen Frau wieder Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das Foto zeigt Krematoriums-Geschäftsführer Peter Schmidt und SZ-Chefredakteur Dieter Sobotka (v. l.).
  • Mit einer Spende in Höhe von 15 000 Euro unterstützt die Peter & Schmidt GmbH als Betreiber des Siegener Krematoriums die von der Siegener Zeitung in Zusammenarbeit mit dem DRK betriebene Aktion „Nachbar in Not“. Das Geld ist bestimmt für den behindertengerechten Umbau eines Fahrzeugs, um einer jungen Frau wieder Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das Foto zeigt Krematoriums-Geschäftsführer Peter Schmidt und SZ-Chefredakteur Dieter Sobotka (v. l.).
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sob Siegen. Die größte Einzelspende des Jahres für das kleine Hilfswerk gab es kurz vor Heiligabend: Mit 15 000 Euro unterstützt die Peter & Schmidt GmbH „Nachbar in Not“ und damit hilfsbedürftige Menschen in der heimischen Region. Die Summe des Siegener Krematoriums-Betreibers wird dazu beitragen, einer nach einem Schwimmunfall querschnittsgelähmten jungen Frau wieder zu neuem Lebensmut und zur Teilhabe am öffentlichen Leben zu verhelfen. In ihrem Wohnort ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel schlecht. Überdies kann sich die junge Frau wegen ihrer Lähmung nur kurzzeitig der Kälte aussetzen.

Auto wird umgebaut

Helfen wird ihr im neuen Jahr ein (Gebraucht-)Fahrzeug, dessen Anschaffung die ADAC-Stiftung finanziert. „Nachbar in Not“ kann jetzt dank der Spende der beiden Krematoriums-Eigentümer und Freunde Peter Schmidt und Uwe Peter die Kosten für den behindertengerechten Umbau übernehmen. Der gestaltet sich in diesem Fall besonders aufwendig, weil nicht nur eine Rollstuhlrampe, sondern auch ein Lift erforderlich ist. Aber jede Mühe lohnt, um der jungen Frau wieder ein aktives und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Für die von der Siegener Zeitung 1993 ins Leben gerufene und in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein betriebene Hilfsaktion „Nachbar in Not“ ist die Zuwendung der Peter & Schmidt GmbH nicht nur die größte Spende, sondern auch die größte Einzelsumme dieses Jahres, die das kleine Hilfswerk für die Unterstützung von Hilfsbedürftigen verwendet.

Kein Kind ohne Weihnachtsgeschenk

Abgeschlossen hat „Nachbar in Not“ gerade seine traditionelle Weihnachtsaktion. Sie dient in erster Linie dazu, kein Kind im Verbreitungsgebiet der Siegener Zeitung ohne Weihnachtsgeschenk zu lassen. Aber nicht nur bedürftige Familien mit Kindern, sondern auch Menschen mit Handicap stehen bei der Weihnachtsaktion im Blickpunkt der Hilfe. Auch sie sollen sich zu Weihnachten einen kleinen Wunsch erfüllen können und das Weihnachtsfest in der Gewissheit erleben dürfen, dass ihre Mitmenschen auch an diejenigen denken, die wegen körperlicher oder psychischer Erkrankungen auf der Schattenseite des Lebens stehen. Dabei hat „Nachbar in Not“ keine hohen Summen zu verteilen. Die weihnachtlichen Spendensummen belaufen sich – auch abhängig von der Zahl der Kinder – im Schnitt auf 50 bis 200 Euro.

Insgesamt sind bei der Weihnachtsaktion in Zusammenarbeit mit der Diakonie, der Caritas und dem Betreuungsverein Siegen-Wittgenstein rund 7600 Euro zur Auszahlung gekommen, verbunden mit dem Dank der Empfänger an die Spender.

Hilfe für Familien

Daneben gab es im vergangenen Jahr für Fälle aus der unmittelbaren Nachbarschaft auch wieder Einzelzuweisungen. Dazu zählt beispielsweise eine Familie in Bad Berleburg, die von „Nachbar in Not“ bei der behindertengerechten Möblierung der Wohnung unterstützt wurde. Dazu gehört auch die Übernahme von Fahrt- und Unterbringungskosten für den Vater eines schwer erkrankten jungen Mannes, der in einer Spezialklinik in Norddeutschland behandelt wird: Der Vater soll nicht deshalb von seinem Sohn getrennt sein müssen, weil er das Geld für Fahrt und Übernachtung nicht aufzubringen weiß. Ähnlich gestaltet sich der Fall bei einer 21-jährigen jungen Frau, die auf einer neurologischen Intensivpflegestation in Hessen betreut wird und deren Mutter es ohne die Unterstützung von „Nachbar in Not“ aus finanziellen Gründen nicht möglich wäre, ihre Tochter regelmäßig zu besuchen und bei ihr zu sein. Um der in Siegen lebenden Mutter das zu ermöglichen, hat „Nachbar in Not“ für ein halbes Jahr die Zugfahrtkosten übernommen.

Unbürokratische Unterstützung

In diesem Punkt hat sich seit dem Gründungsjahr von „Nachbar in Not“ nichts geändert: Im Grundsatz funktioniert das System medizinischer und sozialer Hilfe in unserer Region, aber es gibt eben immer wieder Lücken, insbesondere was die Folgekosten von Krankheiten oder Unfällen anbelangt. Menschen, die ohnehin mit wenig Geld wirtschaften müssen, stellt eine schwere Erkrankung von Kindern oder die plötzliche Behinderung des Ehepartners vor sehr große Probleme. In solchen Fällen kann „Nachbar in Not“ als „Feuerwehrtopf“ erste Hilfe leisten. Nichts geändert hat sich auch an der Zusage, dass jeder gespendete Euro den Betroffenen zugute kommt und keinerlei Verwaltungskosten abgerechnet werden.

Dass „Nachbar in Not“ schnell helfen kann, ist nur möglich, weil es immer wieder Menschen und Firmen gibt, die für ihre in Not geratenen Nachbarn spenden. Ihnen gilt an dieser Stelle von den Betroffenen und von „Nachbar in Not“ ein herzlicher Dank.

Autor:

Dieter Sobotka aus Hilchenbach

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