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Illegale Müllentsorgung ein großes Problem in Siegen
Spezialeinsatzkommando sorgt für Sauberkeit

Die Entsorger können jederzeit über eine erforderliche Leerung informiert werden, die Rufnummern befinden sich auf den Wertstoffcontainern.
  • Die Entsorger können jederzeit über eine erforderliche Leerung informiert werden, die Rufnummern befinden sich auf den Wertstoffcontainern.
  • Foto: Dirk Manderbach
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch/sz Siegen. Alte Autoreifen samt Felgen, Müllsäcke, Bauschutt – Hunderte Kubikmeter Unrat werden Jahr für Jahr illegal im Wald der Krönchenstadt abgeladen. Genauer: 200 bis 240 Tonnen pro Jahr zu Unrecht abgeladener Abfall müssen entsorgt werden, Tendenz steigend. Jüngst erst fand sich auf der Trupbacher Heide eine „wilde Müllkippe“ mit zerlegten und zerschlagenen Möbelstücken. Dabei findet der Wildwuchs nicht nur im Wald statt, sondern auch mitten in der Stadt an Wertstoffdepots, dort stapeln sich immer wieder Styropor, Kartonagen, Kleidung und Elektroteile.
Spezialeinsatzkommando eingerichtet Grund genug für Elmar Diehl, Alarm zu schlagen: Um der illegalen Abfallentsorgung und bzw.

ch/sz Siegen. Alte Autoreifen samt Felgen, Müllsäcke, Bauschutt – Hunderte Kubikmeter Unrat werden Jahr für Jahr illegal im Wald der Krönchenstadt abgeladen. Genauer: 200 bis 240 Tonnen pro Jahr zu Unrecht abgeladener Abfall müssen entsorgt werden, Tendenz steigend. Jüngst erst fand sich auf der Trupbacher Heide eine „wilde Müllkippe“ mit zerlegten und zerschlagenen Möbelstücken. Dabei findet der Wildwuchs nicht nur im Wald statt, sondern auch mitten in der Stadt an Wertstoffdepots, dort stapeln sich immer wieder Styropor, Kartonagen, Kleidung und Elektroteile.

Spezialeinsatzkommando eingerichtet

Grund genug für Elmar Diehl, Alarm zu schlagen: Um der illegalen Abfallentsorgung und bzw. der unschönen Vermüllung Herr zu werden, hat das Rathaus eigens ein Spezialeinsatzkommando eingerichtet, das neben den fünf anderen regulären Reinigungskolonnen im Einsatz ist, so der Chef der Siegener Stadtreinigung. „Einmal mindestens, immer öfter zweimal die Woche muss unser Drei-Mann-Trupp mittlerweile ausrücken“, so Diehl weiter. Mal findet dieser Trupp dann im Grün eine halbe Tonne Betonsteine, die mit dem Bagger abtransportiert werden muss, mal neben einem Wertstoffdepot ein totes Schaf. Zerlegt, samt Innereien, in einen gelben Sack gesteckt. So geschehen an der Daimlerstraße.

Kein Kavaliersdelikt

Dabei steht an allen 180 Wertstoffdepots im Stadtgebiet eine Infotafel. Sie macht mehr als deutlich, dass das Abladen von Müll verboten ist. Wer des dennoch tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Zuwiderhandlung kann mit einem Bußgeld von bis zu 10 000 Euro geahndet werden.
Zusätzlich wird auf den Schildern per QR-Code über die Standorte der Wertstoffdepots informiert. „Sollten die Container mal voll sein, können die Bürger sich schnell informieren, wo der nächste steht“, erklärt Elmar Diehl. Um ein Phänomen wohl wissend: Je mehr Müll neben den Depots platziert, desto mehr scheint es andere dazu einzuladen, noch mehr Abfall an den Containern abzuladen.
Die Kenntnis der Schilder und das Besitzen eines Smartphones samt QR-App könnte in den kommenden Feiertagen nützlich sein.

Auch an Heiligabend im Einsatz

Oder auch nicht, wenn es nach Elmar Diehl geht: Mit Blick auf das Aufkommen von Altglas und Altpapier zu Weihnachten und Neujahr hat sich die Stadtreinigung auf die verstärkte Nutzung der Depots nach den Feiertagen vorbereitet. Das mit der Leerung beauftragte Entsorgungsunternehmen fährt die Depotstandorte auch an Heiligabend bis mittags, zwischen den Feiertagen, am Samstag, 28. Dezember, sowie an Silvester an. Falls die Wertstoffcontainer dennoch überfüllt sind, bittet Elmar Diehl eben darum, den alternativen Depotstandort zu nutzen – oder Flaschen, Geschenkpapier und Pappe zu einem späteren Zeitpunkt in den Containern zu entsorgen. Zusätzlich könne der Entsorger über die erforderliche Leerung informiert werden: „Die Rufnummer befindet sich auf den Containern“, so Diehl.

Sauberkeitspaten unterstützen die Stadt

Übrigens: Ehrenamtlich tätige Sauberkeitspaten unterstützen die Stadt bei ihrem Tun. Sie haben eine Patenschaft über einen Containerstandort übernommen und weisen Diehls Mannschaft auf Überfüllungen oder besagten illegal abgeladenen Abfall hin. Diehl: „Darüber hinaus kann aber jeder Nutzer zur Sauberkeit der Wertstoffdepots beitragen, damit sich auch die Kosten für die notwendige Reinigung in Grenzen halten. Altpapier und Altglas soll nicht neben oder auf den Containern abgestellt werden. So wird verhindert, dass das Verhalten schnell Nachahmer findet und dann in kurzer Zeit zu einer massiven Verschmutzung der Standorte führt!“

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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