Spieler müssen Charakter zeigen

Fragen über Fragen vor Spiel gegen den KSC

Egler und Nauroth sollten eigentlich nicht zur Anfangsformation gehören

sz Siegen. Nach einer der turbulentesten Wochen in der inzwischen über 100-jährigen Vereinsgeschichte der Sportfr. Siegen steht den Spielern die schwierigste Aufgabe noch bevor: Sie müssen sich wieder voll auf den Fußball konzentrieren - und sie müssen sich wieder auf ihren alten und neuen Trainer konzentrieren! Wie haben Koch & Co. die chaotischen Tage mental verarbeitet? Werden sie sich morgen als Einheit präsentieren? Haben einige Akteure ihren Job in den vergangenen Wochen wirklich nicht ernst genommen oder gar gegen den Trainer Ingo Peter gespielt? Antworten auf all diese Fragen müssen die Spieler morgen ab 14.30 Uhr geben, und zwar auf dem Platz. „Einzig und allein die Mannschaft ist nun gefordert, den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen”, meinte „Sportfreunde”-Präsident Manfred Utsch am Dienstag. Wohl wahr! Nach der in Schall und Rauch aufgegangenen Spieler-Revolte gegen Ingo Peter sind es nun wohl nicht mehr die Rebellen, die nach dem Scheitern ihres Zieles in der Regionalliga Süd Taten folgen lassen müssen.

Dass ausgerechnet nach der vorübergehenden Trainer-Beurlaubung der Spitzenreiter und ehemalige UEFA-Cup-Teilnehmer Karlsruher SC im Leimbach-Stadion zu Gast ist, sorgt natürlich für besondere Brisanz und Spannung. Die Kurzzeit-Interimstrainer Zorislav Jonjic und Uwe Klein wollten der Siegener Mannschaft eigentlich gleich ihre eigene Handschrift verpassen. Jonjic hat sich zum Ziel gesetzt, mit erfrischendem Offensivfußball die Herzen der Siegerländer Fußball-Fans zurückzuerobern. „Wir wollen offensiv spielen und von Anfang an richtig Druck machen. Es ist falsch abzuwarten, wie der Gegner agiert. Wenn wir Karlsruhe spielen lassen, haben wir keine Chance”, forderte der Bosnier vollmundig, dass das seiner Meinung planlose „Ball-nach-vorne-Schlagen” ab sofort ein Ende habe. Ob er damit dem dankenden KSC nicht viel eher ins offene Messer gelaufen wäre, wird er nun nicht mehr beantworten müssen.

Folgerichtig sollten zu dem Team, das dem KSC morgen in die Suppe spucken sollte, mit John van Buskirk und Til Bettenstaedt, der zuletzt mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen musste, zwei namentliche Stürmer spielen. Hinter diesen beiden Spitzen sollten Jozef Kotula (wie bisher auch auf der rechten Seite), Vidmantas Vysniauskas und Uwe Klein (linke Seite) dafür sorgen, dass die Männer in „vorderster Front” mit Flanken und Pässen gefüttert werden. Über seine endgültige Aufstellung schwieg sich Ingo Peter dagegen gestern Abend noch aus. Vor allem Kotula hat sein Potenzial in dieser Saison nie richtig ausgeschöpft.

Im Defensivbereich sollten vor allem Artur Platek als „Chef” der Abwehr und die kopfball- sowie zweikampfstarken Richard Hasa sowie Frank Germann dafür sorgen, dass die großen KSC-Angreifer kein Unheil anrichten. Ob vor diesem Trio Tilman Waegner (auf der linken Seite) und Benjamin Knoche (rechts) agieren (Planung Jonjic) oder doch wieder Andreas Egler den Vorzug erhält, muss abgewartet werden. Nicht zu rechnen ist mit einem Einsatz von Amaechi Titus Ottiji, der in dieser Woche ein Probetraining bei einem Club in Frankreich absolvierte. Definitiv fehlen werden außerdem Romas Cirba, Carsten Gockel, Chrissovalantis Anagnostou, Rainer Willmann und nAtürlich auch Jonjic selbst.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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