Sportfr. die große Überraschung

 Unser Bild vom Halbfinale in Gummersbach zeigt den Siegener Jakub Jarecki (links) im Duell mit den Münchener Löwen. Wer übrigens genau hinschaut, erkannt in der Bildmitte im Hintergrund Turnier-Patron Lukas Podolski (mit Kopfhörer). Foto: uh
  • Unser Bild vom Halbfinale in Gummersbach zeigt den Siegener Jakub Jarecki (links) im Duell mit den Münchener Löwen. Wer übrigens genau hinschaut, erkannt in der Bildmitte im Hintergrund Turnier-Patron Lukas Podolski (mit Kopfhörer). Foto: uh
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klug - Als absoluter „Underdog“ und „Nur“-Oberligist zu einem Hallenturnier mit ausschließlich Zweit- und Drittligisten angereist, avancierten die Sportfr. Siegen gestern in der Schwalbe-Arena Gummersbach zum absoluten Hecht im Karpfenteich und schrammten nur knapp an der Sensation beim Turnier um den sparhandy-Cup vorbei! 14 Spieler hatte Trainer Ottmar Griffel mitgenommen, um in Gummersbach vor rund 4500 Zuschauern einigermaßen mitzuhalten. Neben Kapitän Mark Zeh verzichtete Griffel auch darauf Rückkehrer Julian Jakobs mitzunehmen: „Wir haben mitgenommen, wer hochmotiviert war. Aber Mark und Julian waren wie Serkan Dalman und Haluk Arslan leicht angeschlagen.“

Das Benefizturnier, dessen Reinerlös der Stiftung von Lukas Podolski zugute kommt, fand bereits zum dritten Mal statt. Untermalt war das Turnier von dem Aufspielen einiger Promis wie Jürgen Drews und Mickie Krause. Galatasaray-Profi Lukas Podolski selbst spielte wegen seiner Verletzung im anschließenden Promi-Kicken nur im Tor, dafür spielte aber der Ex-Siegener Patrick Helmes mit.

Für den heimischen Oberligisten hingegen hieß es konkret, sich in der Gruppe gegen zwei Gegner aus der letzten Saison zu behaupten. Denn gegen die Reserve von Schalke traten die Sportfreunde in der Regionalliga an und gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt im DFB-Pokal. In der sonst für Bundesliga-Handball genutzten Schwalbe-Arena behielten die Siegener in einem Schlagabtausch mit den Schalkern überraschend mit 4:3 die Überhand. Die Tore erzielten Adil Kouskous (1:0), Marco Komenda (2:1), Amir Tahiri (3:1) und Metin Kizil (4:2) unter großem Jubel der mitgereisten Fans. Am auffälligsten agierte indes Christopher Thies im SFS-Tor, den Sport1-Kommentator Ralf Bosse bei der Live-Übertragung des Turniers fälschlicherweise mit dem erst später spielenden Dominik Poremba verwechselte. Nachwuchsmann Thies rettete mehrere Male überragend gegen die anstürmenden Schalker. Danach war der FSV dann aber doch eine Nummer zu groß. Die individuelle Klasse von Felipe Pires, Besar Halimi und Co. war am Ende ausschlaggebend, denn schon früh führte der Zweitligist mit 3:0. Dass Marco Rente zum 1:3 traf, half am Ende auch nicht mehr.

Doch trotz der Niederlage zogen die Sportfreunde ins Halbfinale, wo mit dem TSV 1860 München der nächste Zweitligist wartete. Hier zeigten die Siegener die beste Leistung des Turniers, drehten einen 0:1-Rückstand durch Komenda und Jakub Jarecki in einen 2:1-Sieg. Nachdem die Fans mit lautstarken „Siegerland, Siegerland“-Schlachtrufen zum Sieg beigetragen hatten, bedankten sich die Spieler und klatschten die Fans nach dem Spiel auf der Tribüne ab. Parallel gewann Frankfurt das Zweitligaduell im anderen Halbfinale mit dem MSV Duisburg im Neunmeterschießen.

Damit war klar: Das Gruppenspiel bekam eine Neuauflage unter dem Etikett „Finale“. Doch dieses Mal hielten die Sportfreunde besser gegen die Klasse des FSV, verloren am Ende nur knapp. Tahiri erzielte nicht nur den Anschlusstreffer zum 1:2. In letzter Sekunde hatte er gar die Möglichkeit zum Ausgleich, verzog aber aus aussichtsreicher Position. „Wenn er den macht, wäre alles möglich gewesen.“, war sich auch Griffel sicher. Zuvor sorgte Philipp Frisch für das letzte Tor des Turniers und brachte die Siegener nach dem 1:3 wieder auf 2:3 heran.

Am Ende war Griffel stolz: „Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Mannschaft, der Einsatz und die Leistung waren ein voller Erfolg.“ Das Schnuppern am Sieg war am Ende auf jeden Fall ein Achtungserfolg, zumal die Siegener als einzige Mannschaft keinen Profifußball betreiben. Doch Griffel stellte eines zu Recht fest: „Heute haben wir uns als Mannschaft und Sportfreunde Siegen als Namen hervorragend verkauft.“ So verwiesen die Siegerländer die Traditionsvereine aus München und Duisburg auf die Plätze 3 und 4. Und ehemalige Regionalliga-Konkurrenten aus Gelsenkirchen und Offenbach fuhren bereits nach der Gruppenphase nach Hause.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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